Ode an den zweiten Sonnenaufgang

Die Bedrohung durch den Leerewurm scheint endlich vorüber zu sein. Um sicherzustellen, dass die Sonnenwendzeremonie wie geplant stattfinden kann, hat Mornye vom Forschungsinstitut ein Treffen mit dir und Lynae im Wohnheim arrangiert, um mehr über die plötzliche Fehlfunktion des Hyvatia-Detektors herauszufinden. Doch auch wenn die größte Gefahr vorüber ist, gibt es immer noch versteckte Risiken, und der Erfolg der Zeremonie könnte sich als viel komplizierter herausstellen, als es auf den ersten Blick scheint …

Lies Mornyes Nachricht.

Begib dich morgen um 09:00 Uhr zum Wohnheim

Abby: Ticktack! Es ist fast Zeit, dich mit Mornye zu treffen!

Abby: Ich kann nicht aufhören, an diese Spacetrek-Snacks zu denken. Was für welche sie wohl mitbringen wird?

Triff dich mit Lynae und Mornye im Wohnheim.

Setze dich und warte auf die beiden.

Lynae: Rover, hier drüben!

Rover:

Lynae: Allerdings! Ich habe gestern alle meine Aufnahmeprüfungen bestanden!

Lynae: Und das heißt … dass du heute offiziell „Lynae, Studentin im ersten Semester an der Sternenfackel-Akademie“ triffst!

Rover:

Lynae: … Ach, ich würde ja wirklich gerne mal wieder eine Spritztour mit dir machen, aber ich stehe gerade auf einer Art „Beobachtungsliste für psychische Gesundheit“. Wenn ich schon am ersten Tag auch nur die kleinste Regel breche, wird Lucilla mich zu einem „freundlichen Gespräch“ vorladen.

Lynae: Bis ich einen Weg gefunden habe, wie ich an den Kameras vorbeikomme, muss ich mich zurückhalten.

Lynae: Oh, aber hey, du hast doch Mornyes E-Mail über den Hyvatia-Detektor bekommen, oder? Es ist fast so weit. Wie wäre es, wenn wir am Eingang warten –

Mornye: Werkstoffermüdung … thermische Zyklen … Grenzbedingungen … anfängliche Spannungszustände …

„TRÖD-EL-Einheit“: Verstoß festgestellt. Hochleistungsgeräte sind in Wohnheimen strengstens verboten.

Mornye: Die zentrale Differenzialgleichung lautet … elastoplastische Transition … zyklische Festigkeitskoeffizienten …

„TRÖD-EL-Einheit“: Bitte halte dich an den „Verhaltenskodex des Sternenfackel-Akademie-Wohnheims“! Erste Verwarnung ausgesprochen. Zweite Verwarnung ausgesprochen!

Mornye: Koeffizient korrekt. Einheiten stimmen nicht überein? Neu berechnen …

„TRÖD-EL-Einheit“: Nichteinhaltung bestätigt. Initiiere Sicherheitsprotokoll.

Mornye: Fazit: Materialaufrüstung erforderlich … Ich setze das auf die Tagesordnung für die morgige Besprechung.

Mornye: Okay. Jetzt zum Treffen mit Rover und Lynae.

Mornye: Tut mir leid. Hab ich euch warten lassen?

Lynae: Ach, haha! Überhaupt nicht … Du hast uns gerade rechtzeitig bemerkt. Perfektes Timing, Professorin.

Rover:

Mornye: … Mir gehtʼs gut.

Mornye: Hm. Nur ein kleiner Kurzschluss. Er hat das Sicherheitsprotokoll ausgelöst. Ich dachte, er hätte eine Fehlfunktion.

Mornye: Oh … Ich habe vergessen, den Reaktoremitter in meinem Waffensystem zu deaktivieren. Das hat er wahrscheinlich gemeint …

Mornye: Tut mir leid. Nach dem Treffen muss ich zurück zum Spacetrek-Kollektiv, um eine Präsentation zu halten. Ich hatte gehofft, vorher noch ein paar Berechnungen nachzuprüfen.

Rover:

Mornye: Ich habe heute noch andere Termine, aber … ich glaube, wir haben Zeit für ein bisschen Smalltalk.

Mornye: Ich war mir nicht sicher, was du mit „lecker“ meintest, also habe ich ein paar Proben aus meiner neuesten Lebensmittelforschung mitgebracht.

Abby: JAAA! Ich wusste es! Frau Professor Mornye ist ein echter Schatz!

Abby: Fangen wir an! Wir können essen, während wir reden!

Lynae: Natürlich, kommt rein. Ich habe aufgeräumt, also setzt euch hin, wo ihr wollt!

Begib dich zu Lynaes Zimmer im 2. Stock.

Betritt Lynaes Zimmer.

Abby: Ooh … die Gerüche überlagern sich alle. Das schmeckt irgendwie fischig, und die Konsistenz ist feucht und klebrig …

Lynae: Dann ist es also wahr? Ihr habt tatsächlich Lebensmittel hergestellt, die furchtbar schmecken, aber einen drei Tage lang durchhalten lassen. Ich dachte, das wäre nur ein Witz gewesen.

Mornye: … Damit ist uns ein wissenschaftlicher Durchbruch gelungen, der auf modernster Energiekompressionstechnologie basiert. Das ist eine der bedeutendsten Errungenschaften des Kollektivs.

Mornye: Rover, magst … du es auch nicht?

Rover:

Mornye: Ja! Ich wusste, dass du das verstehen würdest.

Mornye: Tatsächlich liegt die Energiekompressionseffizienz bei über 95 %. Das übertrifft die von der Neuen Föderation und der Huaxu-Akademie festgelegten Richtwerte und nähert sich sogar der theoretischen Grenze …

Mornye: Aus wissenschaftlicher Sicht ist das eine weitaus größere Leistung als der Geschmack.

Mornye: Ich … verstehe …

Mornye: Ich werde … bei der nächsten Iteration die Priorität der Geschmacksoptimierung erhöhen.

Mornye: Jetzt würde ich gerne noch mal über den Vorfall mit dem Hyvatia-Detektor sprechen.

Mornye: Lynae, Rover, könnt ihr mir genau erklären, wie ihr es geschafft habt, ihn aufzuhalten?

Rover:

Mornye: Ich fasse mal zusammen. Ihr habt den Hyvatia also mit Klingenhieben, wiederholten Treffern mit ummantelten Geschossen und körperlicher Gewalt – Stampfen, Schlagen – gestoppt, bis er nicht mehr funktionsfähig war.

Mornye: Habe ich etwas vergessen?

Lynae: Äh … Frau Professor Mornye, du bist doch nicht hier, weil …

Rover:

Lynae: Ich meine, das ging alles so schnell! Wir hatten keine andere Möglichkeit, ihn aufzuhalten!

Lynae: Außerdem sind wir nur Studierende! Wir könnten uns das gar nicht leisten, selbst wenn wir wollten …

Mornye: … Nein. Ihr missversteht mich.

Mornye: Unterschiedliche Schadensfaktoren verursachen unterschiedliche Ausfälle und erfordern spezifische Reparaturen.

Mornye: Schäden durch bestimmte spezielle Resonanzkräfte sind ohne vorherige Vergleichsdaten mit Standarddiagnosen schwer zu erkennen. Es war also gut, dass ihr ihn mit körperlicher Gewalt gestoppt habt.

Mornye: Für die Sonnenwendzeremonie ist der Hyvatia-Detektor unerlässlich, da er die Umweltparameter überwacht. Ich habe euren Bericht bereits an Professor Anslem weitergeleitet. Er sollte die Reparaturen bald abschließen.

Mornye: Bei dem bevorstehenden Treffen mit den Roya muss das Spacetrek-Kollektiv einen vollständigen Reparaturplan vorlegen, um unsere weitere Zusammenarbeit zu sichern.

Rover:

Mornye: Ja, aber das ist eine lange Geschichte. Wo soll ich nur anfangen …

„TRÖD-EL-Einheit“: SCANNE NACH VERSTÖSSEN! VERSTOSS FESTGESTELLT: Unerlaubtes Hochleistungsgerät im Wohnheim. Der Verursacher hat diese Einheit angegriffen. Bei Sichtung bitte sofort melden!

Lynae: Pfft … Selbst Frau Professor Mornye ist nicht sicher vor dem Zorn der TRÖD-EL-Einheit, was?

Lynae: Keine Sorge, ich kümmere mich darum. Ich lenke ihn ab, während ihr beiden euch aus dem Staub macht.

Lynae: Drei, zwei, eins –

Rover:

Mornye: Mm.

Verlasse das Studentenwohnheim.

Mornye: Danke. Weiter musst du nicht mitgehen. Ich schaffʼs alleine zurück zum Forschungsinstitut.

Rover:

Mornye: Mm, du auch.

Mornye: … Das war … nicht geplant …

Mornye: … Hm?

Rover: Stimmt etwas nicht?

Mornye: Eine Nachricht vom Kollektiv. Die Delegation der Roya hat das Treffen abgesagt. Das geplante Treffen für die Diskussion der Zeremonie wurde verschoben. Seltsam …

Mornye: Warren ist für die Kommunikation mit den Roya zuständig. Ich werde ihn fragen, was los ist, wenn ich wieder im Institut bin.

Mornye: Dann ist dieser Termin jetzt frei. Dann kalibriere ich jetzt ...

Rover:

Mornye: Hm … das steht nicht auf meiner Liste.

Mornye: Die Sonnenwendzeremonie steht kurz bevor. Sie ist der Höhepunkt jahrzehntelanger Arbeit. Alle im Kollektiv geben ihr Bestes, um sie zu verwirklichen.

Mornye: Als wir uns das letzte Mal im Institut getroffen haben, habe ich … haben wir uns ein Versprechen gegeben. Erinnerst du dich daran?

Rover:

Mornye: … Möchtest du an der Sonnenwendzeremonie teilnehmen?

Mornye: Ich … Ich würde mich freuen, diesen Moment mit dir gemeinsam zu erleben. Den Aufgang der neuen Sonne. Und die Menschheit, wie sie den ersten Schritt in eine neue Zukunft macht, die sie selbst erschaffen und möglich gemacht hat.

Rover: Wir haben uns doch versprochen, sie gemeinsam zu erleben, oder?

Mornye: … Ja.

Mornye: Schon gut. Dann betrachte das hier als meine offizielle Einladung.

Mornye: Ich hoffe, dass wir die Zeremonie gemeinsam erleben können.

Mornye: Ich … Ich würde mich freuen, sie mit dir gemeinsam zu erleben. Den Aufgang der neuen Sonne. Und die Menschheit, wie sie den ersten Schritt in eine neue Zukunft macht, die sie selbst erschaffen und möglich gemacht hat.

Mornye: Je näher die Zeremonie rückt, desto mehr wird das Spacetrek-Kollektiv zu tun haben. Gelegenheiten wie diese wird es nur noch selten geben. Aber dieses Versprechen bleibt bestehen.

Rover:

???: Ich habe nicht mehr viel Zeit, bevor meine Kraft erschöpft ist.

???: Mir bleibt nur noch, das Heliogyr zum Stillstand zu bringen.

???: Ich werde meine letzte Kraft mit dir teilen, damit du nicht verblasst. Aber du musst dich beeilen.

???: Bevor das passiert, musst du ihm diese Erinnerung bringen.

???: Bring sie dem, den sie „Schiedsrichter“ nennen.

Mornye: Rover, was ist passiert? Geht es dir gut?!

Rover: Ich … habe eine Erinnerung gesehen.

Abby: Wow, du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt! Und gerade ist eine Frequenz in dein Tacet-Zeichen gesprungen! Es fühlte sich an wie … eine Art Verbindung?

Rover: Kannst du herausfinden, wo sie herkommt, Abby?

Abby: *Schnüffel, schnüffel, schnüffel* …

Abby: Ich rieche sie … Sie kommt aus dieser Richtung!

Rover: Gut. Sehen wir uns das mal an.

Finde die Quelle dieser Frequenz.

Rover: Es geht mir gut, Mornye. Tut mir leid, dass ich dich erschreckt habe. Du musst zurück zum Spacetrek-Kollektiv, oder?

Mornye: … Schon gut.

Rover: Aber du hast …

Mornye: Du hast gerade … ziemlich erschüttert ausgesehen. Ich bleibe bei dir. Falls es zu weiteren Frequenzverlusten kommt, würde ich gerne in deiner Nähe bleiben, um dich zur Krankenstation zu transportieren.

Rover: … Zu transportieren?

Fjnora: Du hast ihn auch gesehen? Er ist hier langgeflogen.

Svanar: Ja. Aber schon seltsam. Warum hier?

Rover:

Svanar: Ah, du musst von der Sternenfackel-Akademie sein. Hast du einen Solisling gesehen? Weiß, etwa so groß wie ein Kürbis.

Rover:

Fjnora: Aber wir haben einen in diese Richtung fliegen sehen, als wir auf dem Markt aufgebaut haben. Hätte Svanar ihn nicht auch gesehen, würde ich es als Einbildung abtun.

Fjnora: Wenn ihr ihn seht, sagt bitte Bescheid.

Abby: Hmm … die Frequenz, die sich mit dir verbunden hat, kam von hier. Aber ich rieche gerade überhaupt nichts …

Rover: (Die Stimme von vorhin meinte, sie würde die letzte Kraft des Heliogyrs nutzen, um nicht zu schwinden. Das muss dieser Solisling sein. Hat er sich hier schließlich aufgelöst?)

Mornye: Hast du gefunden, wonach du suchst?

Rover: Nein. Die Spur endet hier. Aber ich habe andere Dinge in dieser Erinnerung gesehen …

Rover:

Mornye: … Ja.

Mornye: Das „Heliogyr“ ist eine der wichtigsten Komponenten der Sonnenwendzeremonie.

Mornye: Hyvatia kann Umweltdaten überwachen, aber die Rohdaten der Beobachtungen des Reaktorantriebs können nur vom Heliogyr – einem Teil des Exoschreiters selbst – erfasst werden.

Mornye: Nur der Stamm der Roya kann die Messwerte des Heliogyrs auslesen. Darum benötigt das Kollektiv während der Sonnenwendzeremonie ihre Hilfe.

Rover: In jener Erinnerung hörte ich jemanden sagen, dass er das Heliogyr zum Stillstand bringen würde.

Mornye: … Zum Stillstand?

Rover:

Mornye: Jemand hat dich um Hilfe gebeten und gesagt, er würde das Heliogyr anhalten …

Mornye: Wurde etwa deswegen das Treffen abgesagt …?

Rover: (Als ich mich um den Leerenwurm kümmerte, wies mich eine Stimme an, die Sonne zu beschützen. Wem auch immer sie gehört, ich glaube nicht, dass die Person Böses im Sinn hat. Sie hat mir ihre Hilfe angeboten. Ich werde ihren Anweisungen vorerst folgen.)

Rover: (So viel ist jedenfalls klar: Die Person, die mich als „Schiedsrichter“ bezeichnet, benötigt meine Hilfe.)

Rover: (Hm. Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit dem Forschungsinstitut. Wir sollten ihnen unsere Pläne noch nicht verraten.)

Rover:

Rover: Ich muss seine wahre Identität herausfinden, Mornye. Kennst du irgendwelche Roya, die mit dem Stammesleben vertraut sind?

Mornye: Hmm … ich habe ein paar Roya-Studenten. Die wissen möglicherweise, wer das sein könnte.

Mornye: Es ist Unterrichtszeit an der Akademie. Sollen wir zurück?

Ovid: Hilfe! Hilfe! Maja … Maja, sie … Bitte, zu Hilfe!

Ovid: Ansonsten verlieren wir sämtliche Daten unserer Dissertation!

Mornye: … Keine Sorge, Rover. Wenn ein Student „Hilfe“ und „Dissertation“ im selben Atemzug ruft, handelt es sich nie um einen Notfall – egal, wie laut er schreit.

Mornye: Aber Maja ist eine der Roya-Studentinnen, die ich erwähnt habe. Da du sie suchst, können wir uns genauso gut ansehen, worum es geht.

Finde Maja.

Maja: Ganz ruhig, Maja, ganz ruhig … Gut, sie haben erst einmal aufgehört. Vielleicht sollte ich sie einfach abschalten?

Maja: Nein, wenn ich das Herunterfahren erzwinge, verliere ich die Daten. Unsere Dissertation! Wenn uns doch jemand helfen könnte!!

Mornye: Uff …

Rover:

Mornye: … Nein. Das Problem ist reine Routine. Aber …

Maja: Huch? Frau Professor Mornye?!

Maja: Mist, erwischt! Moment, ich kann das erklären! Ich schwänze nicht! Ich bin aus gutem Grund hier! Ich weiß den Unterricht sehr zu schätzen – u-und das Lehrpersonal!

Maja: Also, äh … könnten wir vielleicht …

Mornye: … Selbst wenn du bittest und bettelst, werden dir Leistungspunkte abgezogen.

Mornye: Erklär doch erst mal, was du hier machst.

Maja: Na ja … das hier sind Sondenroboter von vor ein paar Tagen. Sie sollten die Konzentration der Leerenmaterie in der Tundra messen.

Maja: Wir dachten, wir würden vor dem Unterricht mit der Datenerfassung fertig werden, aber als wir uns einem näherten, hat er angegriffen.

Maja: Wir sind ihm bis hierher gefolgt. Darum haben wir den Unterricht verpasst …

Mornye: Die internen Exoschwarm-Materialien wurden durch Leerenmaterie erodiert. Das war die Ursache für die Fehlfunktion.

Mornye: Das hätte im Kurs der Materialwissenschaften vermittelt werden müssen. Diese Komponenten sind instabil und dürfen nur in kontrollierten Umgebungen verwendet werden.

Maja: Es tut mir so leid …

Mornye: Aus Sicherheitsgründen müssen zuerst die Geräte ausgeschaltet und dann die durch Leerenmaterie kontaminierten Teile gereinigt werden.

Mornye: Aber wenn wir uns ihnen jetzt nähern, könnte das weitere Schäden zur Folge haben. Wir benötigen einen Impulsgenerator, um sie aus der Distanz zu betäuben. Ich werde einen Antrag stellen …

Rover:

Rover:

Mornye: Nein, warte … das verstößt gegen das Protokoll …

Sondenroboter: ¥#&@ … Scannen … Zielen … Eliminiert …

Mornye: … Schon gut. Ich werde mir später überlegen, wie ich den Bericht formuliere.

Besiege die Sondenroboter, die außer Kontrolle sind.

Mornye: Alles wieder beim Alten.

Maja: Super! Glaubst du, die Daten …

Mornye: Die sind noch da.

Mornye: Aber die Entsendung des Roboters stellt einen Verstoß gegen das Experimentprotokoll dar. Selbst wenn du die Daten hast, werden sie in deiner Dissertation nicht berücksichtigt.

Maja: Was?!

Maja: Aber … ach, egal. Danke trotzdem für die Hilfe. Frau Professor Mornye und …

Rover:

Mornye: Maja, es gibt da etwas, wobei wir deine Hilfe brauchen.

Rover:

Maja: Ihr sucht nach einem Roya in schwarzer Robe mit goldener Stickerei und einem Kopfschmuck in Form von zwei Hörnern …

Maja: Die Hörner sind ein Symbol für den Exoschreiter. Hirten tragen sie, aber kein Hirte würde eine derartige Robe tragen …

Maja: Vielleicht jemand von Rang? Wie die Solmanten im Solisylum oder sogar einer der Heliodischen Sechs?

Mornye: Die Heliodischen Sechs … Das sind diejenigen, die uns während der Sonnenwendzeremonie die Messwerte des Heliogyrs übermitteln sollen.

Maja: Ganz recht. Es handelt sich um die mächtigsten Mitglieder der Roya. Und zudem die ranghöchsten.

Maja: Es heißt, sie nutzen das Heliogyr, um alles vorherzusagen: von Vogelwanderungen bis hin zu Leerenstürmen. Sie wissen alles.

Rover: Wie kann ich mit ihnen in Kontakt treten?

Maja: Wie bitte?! Das könnte schwierig werden …

Maja: Sie verlassen das Solisylum nie. Es ist das ganze Jahr über von Licht umgeben. Nur die wenigsten Roya dürfen es betreten.

Maja: Aber vielleicht könnt ihr ja Kontakt mit einem der nicht ernannten Heliodischen Sechs aufnehmen?

Maja: Sigrika forscht derzeit in den Frostlanden … Der einzige andere ist Seher Yngvar, aber er lebt ziemlich zurückgezogen.

Maja: Meine Mutter kann euch vielleicht bei der Suche nach ihm helfen. Sie heißt Astrid, eine Roya-Hirtin im Atuja-Lager.

Maja: Also dann … Ich gehe besser zurück, bevor ich sämtliche Leistungspunkte verliere. Wer hätte gedacht, dass ich heute in solche Schwierigkeiten geraten würde? Ich habe sogar meine Mutter gebeten, mir mit dem Roboter zu helfen.

Mornye: Gut so. Viel Glück mit deiner Dissertation.

Mornye: Puh … Es fällt mir leichter, mit Studierenden im Unterricht zu sprechen.

Mornye: Rover, war das Gehörte hilfreich?

Rover: Die letzte Person, die diese Roboter vor dem Kontrollverlust vermutlich gesehen haben, war Majas Mutter.

Rover: Ich würde sagen, wir können unter dem Vorwand eines freundlichen Besuch mit ihr sprechen.

Mornye: Hmm … In dem Fall begleite ich dich besser als Professorin der Akademie. Was deine Identität angeht, Rover …

Mornye: … Ich weiß schon. Ein simpler Titel wird genügen.

Rover:

Mornye: Bist du einverstanden, wenn du als … mein Mentor fungierst?

Rover:

Rover: Aber findest du nicht, dass das eigentlich der Akademie gemeldet werden müsste und sie sich darum kümmern sollte?

Mornye: Ich wollte dir nur bei der Suche helfen.

Mornye: Deine Beweggründe sind deine Sache, du kannst sie mir später mitteilen. Ich vertraue deinem Urteil.

Rover:

Rover:

Mornye: Ich ebenso, Mentor.

Mornye: Ich glaube, in meiner jetzigen Position … kann ich dir eine Hilfe sein.

Begib dich zum Atuja-Lager.

Mornye: Ich bin Mornye und das ist mein Mentor … Äh, lass mich das noch mal versuchen …

Rover: Was machst du …?

Mornye: Ich übe bloß … Ich bin nicht gut darin, mit Eltern zu sprechen. Und dieses Mal habe ich keinen Assistenten, der mir den Text vorgibt.

Rover: Warum überlässt du das nicht mir? Und du konzentrierst dich einfach darauf, worin du gut bist.

Mornye: … Einverstanden.

Mornye: Bereit für den Aufbruch zum Atuja-Lager, um Astrid zu finden?

Rover:

Mornye: Also dann, brechen wir auf … Mentor.

Finde Astrid.

Rover: Hallo, bist du … Astrid? Die Mutter von Maja?

Astrid: Hm? Seid gegrüßt. Ja, die bin ich. Und ihr seid …?

Rover:

Mornye: Und das ist Rover, leitender Professor an der Akademie.

Mornye: Wir wollten dir einen persönlichen Besuch abstatten.

Astrid: Einen persönlichen Besuch …? Hat das Mädchen denn etwas angestellt?

Rover:

Astrid: Was?! Wie konnte sie …

Astrid: Es tut mir schrecklich leid! Ich hätte sie besser erziehen müssen. Was auch immer sie getan hat, ich entschuldige mich in ihrem Namen bei der Akademie.

Astrid: Fällt die Strafe streng aus? Falls eine Entschädigung fällig ist, werde ich sie persönlich bezahlen …

Rover:

Rover:

Rover: Frau Professor Mornye, könntest du bitte erläutern, wie Majas Roboter den Schaden verursacht hat?

Mornye: J-Ja. Wie bereits von meinem Mentor erwähnt …

Mornye: Sie … hat es versäumt, sich an das Protokoll zu halten. Ihr Design enthielt instabile Exoschwarm-Materialien, die zu einem unvorhersehbaren Verhalten seitens des Roboters führten.

Mornye: Ich hatte sie zuvor über Gefahren in der Feldforschung aufgeklärt, die bei der Verwendung von Materialien bestehen, die anfällig gegenüber Leerenmaterie sind.

Astrid: … Leerenmaterie?

Astrid: Was … genau braucht ihr von mir? Tut mir leid, aber ich war nie an der Sternenfackel-Akademie. Ich bin mit diesen Ausdrücken nicht vertraut.

Rover: (Diese Reaktion … Sie verheimlicht etwas. Vielleicht braucht es etwas mehr Druck.)

Rover: Wir müssen dem vollen Ausmaß der Fehlfunktion des Roboters auf den Grund gehen. Uns ist bekannt, dass du es warst, die Maja heute Morgen bei der Aktivierung der Roboter geholfen und den Autopiloten eingeschaltet hat.

Mornye: Genau. Ich kann meinem Mentor nur beipflichten.

Mornye: Bitte führe uns zum Ort des Zwischenfalls. Dort werde ich anhand der hinterlassenen Spuren die Vorgehensweise der Roboter rekonstruieren.

Astrid: N-Nein. Das geht nicht. Wenn der Weg der Roboter zurückverfolgt wird, wird dieses Ding offenbart …

Rover:

Astrid: Es tut mir wirklich leid! Ja, ich habe Maja geholfen, die Roboter zu aktivieren, aber ich … ich weiß nicht mehr genau, wo. Bitte, ihr müsst zurück …

Mornye: Ein Leerensturm … wie kann das sein? Das Kollektiv hat keinerlei Warnungen erhalten.

Rover: Wir müssen zuerst die Sicherheit der Leute hier sicherstellen.

Rover: Unsere Fragen können warten. Legen wir los.

Begib dich zum Schimmer.

Mornye: Das dort vorn sieht aus wie das Auge des Sturms. Sehen wir uns an, womit wir es zu tun haben.

Mornye: Wir befinden uns jetzt in Reichweite des Leerensturms. Überprüfe die ordnungsgemäße Funktion deines FKRs.

Mornye: Bleib in meiner Nähe.

Besiege die kontaminierten Exoschwärme.

Untersuche den Leerensturm.

Mornye: Dort drüben ist etwas …

Warte, bis Mornye es fertig macht.

Mornye: Sieht aus, als wäre das der Übeltäter gewesen.

Mornye: Sobald wir es deaktivieren, wird sich der Leerensturm auflösen.

Rover:

Mornye: … Hm? Nein, ich habe nur viel darüber gelesen …

Mornye: Von seiner Struktur her sieht es aus wie ein Behälter, der Energie sowohl speichern als auch abgeben kann.

Abby: Igitt, das stinkt!

Abby: Das riecht wie dieser riesige Wurm, gegen den du gekämpft hast! Ich dachte, mit dem wären wir fertig!

Mornye: Riesiger Wurm … Meinst du den Leerenwurm?

Mornye: Verstehe … Er erfasst Frequenzen mit hoher Präzision … speichert Energiedaten …

Mornye: Er basiert auf ökologischen Modellen … verfolgt Aktivitäten in natürlichen Umgebungen … und rekonstruiert diese Daten mathematisch …

Mornye: Ein Feldmodulator … parametrische Projektion …

Rover:

Mornye: … Ach, Entschuldigung …

Rover:

Mornye: Gut. Einfach ausgedrückt hat dieses Gerät die Frequenz des Leerenwurms extrahiert und sich selbst als Epizentrum eingesetzt, um Leerenmaterie zu verbreiten. Der Sturm gerade eben wurde künstlich erzeugt.

Mornye: Majas Sonden wurden vermutlich kontaminiert, weil sie versehentlich damit in Kontakt gekommen sind.

???: Tschuuu …

Abby: Hä? Habt ihr das auch gehört?

???: Tschuuu … Tschuuuuu …

Mornye: Dieses Geräusch … Dort unter diesen Exoschwarm-Materialien. Sehen wir mal nach.

Finde die Quelle des Geräusches „Tschuuu“.

???: Tschuuu …

Mornye: Ein Solisling.

Rover:

Mornye: Ja, diese ungewöhnlichen Wesen halten sich in der Regel in der Nähe des Stammes der Roya auf.

Mornye: Du hast bereits einen gesehen …? Dann bist du also mit der Region vertraut.

Mornye: Laut den Aufzeichnungen der Roya sind die Solisling zum ersten Mal in Lahai-Roi erschienen, als der Exoschreiter vom Himmel fiel.

Mornye: Man hält sie für Fragmente des Bewusstseins des Exoschreiters. Die Hirten beschützen sie vor der Kontamination durch den Leerensturm, bis sie heranwachsen und zu den Solisbäumen im Bjartr-Wald zurückkehren.

Mornye: Der hier muss sich unter diesen Exoschwärmen versteckt haben, als der Leerensturm ausbrach.

Solisling: Tschuuu …

Rover: (Das … fühlt sich an wie zuvor an der Akademie.)

Rover: Ich habe gerade die Erinnerungen dieses Solislings gesehen.

Rover: Diese Roya-Frau hat dieses Gerät hier platziert und den Leerensturm ausgelöst. Dieser Solisling ist der einzige Überlebende.

Mornye: Unsere Zweifel an Astrid haben sich also bestätigt. Sollen wir zum Lager zurückkehren und mit ihr sprechen?

Astrid: Das ist nicht nötig … Ich habe alles gehört.

Astrid: … Ich habe dieses Gerät hier platziert.

Rover:

Astrid: Vor ein paar Tagen führte ich herangewachsene Solislinge zum Bjartr-Wald, als ich auf Seher Yngvar traf.

Astrid: Er sah müde aus, als hätte er gerade ein schwieriges Gespräch hinter sich. Als er mich sah, erschrak er und eilte fort.

Astrid: Ich sah, wie ihm das Gerät aus dem Ärmel rutschte.

Rover:

Astrid: Ich habe mir nichts dabei gedacht. Ich hatte vor, es ihm bei unserem nächsten Treffen zurückzugeben.

Astrid: Aber … die Solislinge mochten es nicht. Es strahlte eine widernatürliche Energie aus.

Astrid: Ich wollte es nicht im Lager lassen, aber ich wollte auch nicht, dass Yngvar erfährt, dass ich es mitgenommen hatte.

Astrid: Also habe ich es hier vergraben. Den Rest wisst ihr ja bereits …

Mornye: Dieses Gerät gehört also Seher Yngvar. Mentor, was sagst du dazu?

Rover:

Mornye: Mhm. Ich vertraue deinem Urteil.

Mornye: Maja hat diesen Seher Yngvar schon mal erwähnt – ein nicht ernanntes Mitglied der Heliodischen Sechs. Könnte das ein Versuch sein, seine Macht zu festigen?

Astrid: Nein. Das ist unmöglich.

Astrid: Alle NachfolgerSolmanten werden auserwählt, wenn ihre Resonanzkräfte zum ersten Mal erwachen. Selbst wenn jemand diese Stellung begehrt, ist es unmöglich, die Ernennung zu beeinflussen.

Mornye: Hmm … Es kann also niemand Yngvars Stellung gefährden.

Rover: (Aber er könnte eine Abneigung gegen die aktuellen Heliodischen Sechs hegen. Yngvar ist immer noch unser wichtigster Anhaltspunkt, um sie zu finden.)

Rover: (Die Lage wird immer komplizierter. Eine direkte Konfrontation mit Yngvar ist vielleicht keine gute Idee.)

Rover:

Astrid: Die Leute, die mit dem Solisylum in Verbindung stehen, leben für gewöhnlich in Haldarheim, einem Dorf an der Grenze des Bjartr-Waldes.

Astrid: Es ist Zeit für den Ritus der Rückkehr. Die Solislinge werden zu den Solisbäumen und zum Exoschreiter zurückkehren. Traditionsgemäß wird Seher Yngvar am Ritus teilnehmen.

Astrid: Aber ihr seid keine Roya. Ihr dürft dem Ritual möglicherweise nicht beiwohnen …

Solisling: Uuu …

Mornye: Hm? Moment mal, wir haben doch diesen Kleinen hier gefunden …

Astrid: Ist das der Solisling, den ihr gerettet habt? In dem Fall … dürft ihr vielleicht als „Hirten“ teilnehmen.

Astrid: Solislinge sind seit Jahrhunderten Begleiter der Roya. Wenn sich herumspricht, dass ihr einen gerettet habt, wird man euch dankbar sein.

Solisling: Tschu … Tschuuu!

Rover:

Mornye: Ich war einem Solisling noch nie so nahe … Hoffentlich mache ich nichts falsch.

Solisling: Tschuuu!

Begib dich nach Haldarheim.

Mornye: Wir müssen also Seher Yngvar bei Haldarheims Ritus der Rückkehr finden, richtig?

Mornye: Möchtest du jetzt aufbrechen?

Rover:

Mornye: In Ordnung, gehen wir.

Begib dich zum Eingang nach Haldarheim.

Aksel: Haltet ein, ihr beiden.

Aksel: Eurer Aufmachung nach zu urteilen, gehört ihr nicht zu meinem Volk. Was führt euch nach Haldarheim?

Solisling: Tschuuu!

Aksel: Ach? Ein Solisling …

Rover:

Solisling: Tschuuu! Tschuuu!

Aksel: Aha. Durchaus interessant … Solislinge vertrauen nur jenen, bei denen sie sich sicher fühlen. Ihr habt euch sein Vertrauen verdient. Ich danke euch, dass ihr ihn geleitet habt.

Aksel: Doch eine Frage drängt sich auf: Ich spüre sowohl die Aura des Spacetrek-Kollektivs als auch jene aus der weiten Welt jenseits der Frostlande. Warum also gebt ihr euch als Hirten aus?

Rover: (Ich weiß nicht, wer hier von Yngvars Tun weiß. Am besten erwähne ich seinen Namen nicht. Ich will keinen Ärger.)

Rover: Wir haben diesen Solisling vor einem Leerensturm gerettet. Uns wurde gesagt, er müsse für den Ritus der Rückkehr hierher zurückkehren.

Aksel: Leerensturm? Meinst du den gerade eben …?

Solisling: Tschuuu …

Aksel: Haha! In diesem Fall gebührt euch mein Dank!

Aksel: Aber der Leerensturm … Er ereignete sich in der Nähe des Atuja-Lagers, richtig?

Aksel: Eine Hirtin namens Astrid lebt dort. Ihr habt einen verirrten Solisling gerettet, ihn aber nicht der Obhut einer wahren Hirtin anvertraut. Warum habt ihr den ganzen Weg hierher auf euch genommen?

Rover: (Das hatte ich ganz vergessen … Ohne einen triftigen Grund schöpft er vielleicht Verdacht.)

Mornye: Weil … Astrid etwas vor dir verheimlicht hat.

Aksel: Was soll das bedeuten …?

Mornye: Astrids Tochter Maja ist Studentin an der Sternenfackel-Akademie. Sie verstieß mit einem Experiment gegen das Protokoll und verursachte Schäden am Schuleigentum.

Mornye: Maja … muss nun mit einer harten Strafe rechnen. Astrid ist mit den Konsequenzen beschäftigt und kann ihre Aufgaben als Hirtin nicht erfüllen.

Mornye: Gemäß dem Fakultätskodex der Sternenfackel-Akademie ist es unsere Pflicht als Majas Mentoren, Verantwortung für das Handeln der Studierenden zu übernehmen.

Mornye: Da Astrid diesen Solisling nicht hüten kann, müssen wir einspringen und es selbst tun.

Rover:

Aksel: Ah, ich hätte mir denken können, dass Astrids Tochter Chaos stiften würde! Eine verworrene Angelegenheit, aber sie würde alles für ihre Tochter tun.

Aksel: Die Bereitschaft der Akademie, so viel Verantwortung zu übernehmen, ist unerwartet. Verzeiht mir meine vorherigen Worte. Ihr habt den Solisling gerettet und unserem Volk geholfen. Ihr habt euch den Titel Hirte redlich verdient.

Aksel: Heute Abend veranstalten wir ein Festmahl für den morgigen Ritus der Rückkehr. Ihr seid herzlich eingeladen – als Geste der Versöhnung für meine Unhöflichkeit zuvor.

Aksel: Kommt. Von heute an seid ihr den Roya in Freundschaft verbunden.

Aksel: Ruht euch bei Bedarf im Lager aus. Das Festmahl beginnt zur achten Stunde des Abends.

Nimm am Festmahl für den Ritus der Rückkehr um 20:00 Uhr teil.

Rover: (Es ist noch etwas Zeit, bis das Festmahl beginnt. Vielleicht weiß jemand hier etwas über Seher Yngvar.)

Geh zum Festmahl.

Aksel: Freunde, das Festmahl kann beginnen!

Aksel: Morgen vollziehen wir den Ritus der Rückkehr, der unsere geliebten Solislinge dem großen Leib des Exoschreiters erneut zuführt. Zu strahlendem Licht sollen sie werden, um eins mit seiner heiligen Gestalt zu werden.

Aksel: Es wird gleichermaßen ein Lebewohl als auch ein Neubeginn sein! Denn wenn der Exoschreiter erwacht, werden wir in seinem Leib wiedervereint!

Aksel: Und nun wollen wir die Trauer des Abschieds hinter uns lassen und die Freude neuen Lebens mit Speis und Trank begrüßen!

Aksel: Doch hört mich an, meine Freunde: Mäßigt euren Durst. Solltet ihr euch beim morgigen Ritual zum Narren machen, so werde ich euch nicht helfen.

Rover:

Mornye: … Morgen werden wir Seher Yngvar gegenüberstehen.

Mornye: Ich habe dreiundsiebzig potenzielle Szenarien simuliert, aber trotzdem kann ich nicht alle Eventualitäten abdecken.

Mornye: Wenn ich ein Modell entwickeln könnte, das alle denkbaren Ergebnisse berücksichtigt … unter Berücksichtigung des Zielsystems, der chaotischen Bedingungen … und der notwendigen Ausgleichsmaßnahmen …

Rover: Du hast vorhin schon bewiesen, dass du dir zu helfen weißt. Du schaffst das.

Mornye: … Das liegt daran, dass ich deine Herangehensweise für effektiv hielt. Ich bin lediglich deinem Beispiel gefolgt.

Mornye: Habe ich mich wirklich gut geschlagen?

Rover:

Mornye: Gut. Puh …

Mornye: Verstanden. Ich werde mich bemühen, es nächstes Mal besser zu machen.

Rover: Insofern kannst du dich jetzt ein bisschen entspannen, oder?

Solisling: Tschuuu! Tschuuu-tschuuu!

Rover:

Solisling: Tschuuu, tschuuu!

Abby: Ah, ich weiß schon! Es möchte, dass wir ihm einen Namen geben.

Mornye: Da es ein schrecklich süßes Kerlchen ist, warum nennen wir es nicht einfach „Kerlchen“?

Solisling: Tschuuu!

Abby: Oh? Scheint ihm zu gefallen.

Rover: Dann wäre das beschlossen.

Mornye: Na, da bin ich aber erleichtert.

Dagna: Hallo, tanzt ihr mit uns und den Solislingen?

Stian: Großvater Aksel sagt, die Solislinge sind am glücklichsten, wenn sie mit Hirten tanzen!

Mornye: Oh, ich kann aber nicht gut tanzen …

Rover: Ich mache mit. Lasst uns mit Kerlchen tanzen. Was meint ihr?

Kinder: HURRA!

Rover: Morgen beginnt der eigentliche Kampf.

Rover: Heute Abend wollen wir einfach relaxen, Mornye.

Mornye: … Ja. Mein Mentor sollte seinen eigenen Rat auch beherzigen.

Fremder Solisling: Tschu … Tschu … Uuuuch …

???: … Hmpf.

???: Wir haben ungebetene Gäste.

Frage Mornye, wo sie ist.

Rover: Hmm. Wo ist denn Mornye hin? Ich sende ihr eine Nachricht.

Rover: … Klingt wie etwas, was sie sagen würde.

Rover: Nicht, dass ich wüsste, wo sich der 13. Planet des Winkelmaßes befindet, aber … ich kann ihren Standort anhand des Bildes bestimmen.

Finde Mornye.

Mornye: … Mentor?

Rover: Wir sind allein. Kein Grund, den Schein zu wahren. Oder soll ich weiter den Professor spielen?

Mornye: … Jemand könnte mithören. Wir sollten unsere Rollen weiterspielen, um nicht aufzufliegen.

Mornye: Setzt du dich eine Weile … zu mir?

Rover:

Mornye: … Ach, das hast du bemerkt.

Mornye: Sie waren den ganzen Tag in Betrieb, darum ist die Energie fast erschöpft. Ich wollte sie aufladen, bevor ich zurückkomme.

Mornye: Während sie aufladen, kann ich mich nicht bewegen. Es ist mir ein bisschen, äh … peinlich, dass du mich so siehst.

Rover:

Mornye: Jetzt nicht mehr.

Mornye: Bevor ich die Beinprothesen bekam, war ich wegen einer Erkrankung an den Rollstuhl gefesselt …

Mornye: Jetzt bin ich zumindest wieder mobil …

Mornye: Und kann endlich das … verfolgen, was ich wirklich will.

Rover:

Mornye: Mhm, ich liebe Sterne.

Mornye: Unterhalb der Frostlande von Lahai-Roi sind die Sterne eigentlich nur Lichter, die durch Himmelsprojektionsanlagen entstehen.

Mornye: Jemand meinte einst zu mir …

Mornye: „Nur durch den Anblick der Sterne malt sich die Menschheit aus, was jenseits des Himmels liegt.“

Mornye: „Vielleicht sind die Sterne die Muse der Menschheit.“

Rover:

Mornye: Finde ich auch.

Mornye: Aber … ich glaube auch, dass es nicht ausreicht, nur nach den Sternen zu greifen.

Mornye: Der Tag wird kommen, an dem wir ein Wunder erschaffen, das länger währt und herrlicher ist als die Sterne selbst.

Mornye: Das ist der Traum, den ich seit jeher gehegt habe. Und jetzt … werde ich mit diesen beiden Beinen den ersten Schritt machen.

Rover:

Rover:

Mornye: Genau! Mithilfe der Zeremonie gewinnen wir die Kernenergiekomponente des Exoschreiters zurück.

Mornye: Dann verwenden wir das mehrphasige Energieumwandlungsmodell … über das supraleitende Netzwerk … um Rabelle-Energie in die neuronale Schnittstelle einzuspeisen …

Mornye: Es folgt ein dreistufiges Aktivierungsprotokoll … Das Umkehrphasen-Oszillationsmodell … dann die Ausgrabung … um schließlich ein phasengesteuertes Energiefeld zu erzeugen …

Mornye: Es dauert noch etwas, bis meine Beine aufgeladen sind … Lass uns noch eine Weile in die Sterne schauen.

Kerlchen: Tschu, Tschuuu! Tschuuu! Tschuuu!

Mornye: Ist ja gut, kleines Kerlchen … Ich wecke ihn ja schon.

Rover:

Mornye: Mentor, du bist wach!

Mornye: Irgendetwas stimmt nicht. Es scheint ein Problem im Bjartr-Wald zu geben.

Finde heraus, was im Bjartr-Wald passiert.

Mornye: Ich registriere Anzeichen eines Leerensturms im Wald. Wellenform … wird gerade analysiert.

Rover: Darum also die Panik.

Gehe zum Bjartr-Wald.

Aksel: Was führt euch hierher? Angesichts des rasenden Leerensturms ist es nicht ratsam, den Bjartr-Wald zu betreten.

Aksel: Dies ist eine Katastrophe, wie sie seit Jahrhunderten nicht mehr vorkam … Wir waren stets überzeugt, dass das Licht der Solisbäume den Wald vor solchen Stürmen schützt.

Aksel: Der Ritus der Rückkehr kann unter diesen Umständen nicht stattfinden. Ich bitte euch beide inständig, euch schnell in Sicherheit zu bringen!

Rover:

Mornye: Gehen wir der Sache gemeinsam nach.

Wage dich in den Bjartr-Wald.

Gehe hinein in den Leerensturm.

Mornye: Die charakteristische Wellenform dieses Leerensturms entspricht derjenigen, die das Gerät zuvor erzeugt hat. Das ist kein natürlich auftretendes Phänomen.

Rover: Wann hattest du Gelegenheit für eine solche Analyse?

Mornye: … So vertreibe ich mir die Zeit, während meine Beinprothesen aufgeladen werden.

Finde die Ursache des Leerensturms heraus.

Mornye: Wie zuvor. Sobald es deaktiviert wurde, endet der Leerensturm.

Mornye: Allerdings …

Mornye: Wenn das wirklich das Werk von Seher Yngvar war, warum würde er so etwas tun …

Rover:

???: Sorge dich nicht. Der Weg … ist bereits vorgegeben.

???: Nach all der Zeit … endlich …

Mornye: Mentor … Mentor! Ist alles in Ordnung?

Mornye: Hast du wieder etwas gesehen? Es wirkte schlimmer als beim letzten Mal …

Rover:

Rover: … Dieser Leerensturm hatte möglicherweise nicht nur Einfluss auf den Wald hier, sondern auch auf die Vorgänge des Solisylums selbst.

Rover: Ich glaube … deshalb habe ich Visionen von diesem Angehörigen der Sechs.

Ältere Hirtin: Seid gegrüßt.

Ältere Hirtin: Der Gestalter machte einst eine Vorhersage. Wenn ein Fremder von jenseits Lahai-Roi den Bjartr-Wald vor der Zerstörung rettet, erhält er eine Einladung ins Solisylum.

Ältere Hirtin: Und nun erfüllt sich die Vorhersage. Das Solisylum erwartet euer Kommen.

Älterer Solisling: Tschuuu …

Kerlchen: Tschu … Tschu?

Rover:

Ältere Hirtin: Sie haben ihre eigenen Missionen zu erfüllen.

Ältere Hirtin: Der Weg zum Solisylum liegt vor euch. Bitte folgt ihm.

Mornye: Mentor … bitte warte einen Augenblick.

Mornye: Ich möchte dir etwas sagen.

Rover: Was ist los, Mornye?

Mornye: Ich …

Mornye: Ich würde dich wirklich gerne in das Solisylum begleiten. Aber ich glaube, es ist besser, wenn sich unsere Wege hier trennen.

Rover:

Mornye: Ja. Als du vorhin den Solisbaum berührt hast und auch während deiner ersten Vision … schienst du starke Schmerzen zu haben.

Mornye: Aber ich kann keine Verbindung wie du mit ihnen eingehen. Und das Wissen des Spacetrek-Kollektivs verträgt sich nicht mit den Gepflogenheiten der Roya. Ich fürchte, ich wäre in dieser Angelegenheit keine große Hilfe.

Mornye: Anstatt dich zu begleiten, könnte ich auf anderem Wege einen Beitrag leisten – durch die Erforschung des Unbekannten, das noch vor uns liegt.

Rover:

Mornye: Ja. Yngvar hätte beim Ritus der Rückkehr anwesend sein sollen, wenn da nicht der Leerensturm gewesen wäre. Der Verdacht, dass er das Gerät platziert hat, ist durchaus berechtigt.

Mornye: Außerdem ist die hiesige Umgebung ungewöhnlich. Die Untersuchung dieser Anomalien dürfte unsere Arbeit hier erleichtern.

Rover:

Mornye: Nein. Du, mein Mentor, bist mir immer noch weit voraus.

Mornye: Tja, dann heißt es wohl erst mal Abschied nehmen.

Rover:

Mornye: Das gilt auch für dich.

Mornye: Bitte pass auf dich auf … Wir sehen uns, wenn es so weit ist.

Ältere Hirtin: Der Weg zum Solisylum beginnt hier. Hast du noch Fragen?

Rover:

Ältere Hirtin: Diese Geschichte lernt jedes Roya-Kind von Geburt an.

Ältere Hirtin: „Das Herz des Exoschreiters ist unsere Sonne. Es schenkt uns Licht. So müssen wir nicht in der ewigen Nacht erfrieren.“

Ältere Hirtin: „Und die Sechs, mit dem Heliogyr als ihrer Zählung, lasen den Himmel. So müssen wir nicht ins Nichts verfallen.“

Ältere Hirtin: Sie sind unsere Propheten. Sie sind unsere Opfer.

Ältere Hirtin: Mehr als das ... aber ich glaube, das werden sie dir selbst im Solisylum erzählen.

Begib dich zum Solisylum.

Hirte: Tritt näher.

Hirte: Die Heliodischen Sechs erwarten dich, wie vorhergesagt.

Betritt das Solisylum.

„Der Gestalter“: Der Ritus der Rückkehr … Es ist das Ritual, welches das Unheil einst tief ins Erdreich verbannte.

„Der Gestalter“: Nun haben die Kinder ihre Kraft dargeboten.

„Der Gestalter“: Das Heliogyr kann seine Rotation abermals aufnehmen.

???: Nutzloser Narr.

???: Ich habe dich angewiesen, das Heliogyr zu zerstören. Vollständig.

Yngvar: Es tut mir leid, aber es gibt einen Grund dafür! Ein paar ungebetene Gäste haben alles zunichtegemacht …

???: Erspar dir die Ausreden.

???: Inzwischen ist unser gesamter Plan gescheitert, weil du versagt hast. Und dabei habe ich mir die Mühe gemacht, dir Zugang zur Neuen Föderation zu verschaffen.

Yngvar: Nein! Ich flehe dich an, lass mich nicht hier zurück! Ich mache alles, sag mir nur, was ich tun soll!

???: Heh. Dein Glück, dass jemand ganz oben jemandem wie dir eine letzte Chance gegeben hat.

???: Eine der „ungebetenen Gäste“ hält sich noch im Bjartr-Wald auf, ja? Irgendeine verkrüppelte Wissenschaftlerin.

???: Finde sie. Stelle sicher, dass sie … nicht zum Kollektiv zurückkehrt.

Mornye: Hm?

Mornye: Oh? Dort versteckt sich eine Notiz.

Mornye: Zwei verschiedene Handschriften. Es hat also mehr als eine Person Zugang zu diesem Labor.

Mornye: Laut Astrids Aussage muss einer von ihnen Yngvar sein. Die andere Person … muss diejenige sein, die dieses Labor betreibt.

Mornye: Der Notiz zufolge ändern sie das Passwort nach jeder Nutzung des Terminals und hinterlegen das neue Passwort hier, um den jeweils anderen zu informieren.

Mornye: Das neueste Passwort lautet … 7364. Das probiere ich aus.

Mornye: 7364 … Die Zahlen in der Notiz müssen das Passwort für das Terminal sein.

Mornye: Da der Mentor bereits auf dem Weg zum Solisylum ist, sollte ich mich daran machen, meinen Beitrag zu leisten.

Untersuche die verdächtige Quelle der Kontamination.

Mornye: Es gibt Anzeichen für eine Kontamination der Pflanzen und des Wassers durch Leerenmaterie.

Mornye: Wenn ich diesen Spuren folge, sollte ich zur Quelle gelangen.

Besiege die Gegner.

Verwende deine Resonanzkraft, um die Tür zu öffnen.

Mornye: Starke Verschlüsselung … aber schlampig gemacht.

Mornye: Das muss das Gerät sein, das künstliche Leerenstürme erzeugen kann.

Mornye: Es stimmt mit den Entwürfen überein, die wir zuvor gefunden haben. Sieht aus wie das von Astrid gefundene Exemplar. Ein in Entwicklung befindlicher Prototyp.

Mornye: Offenbar wurden alle Geräte hier hergestellt.

Dieses Gerät, das künstliche Leerenstürme erzeugt, sieht fast identisch aus wie die, die vorher gefunden wurden.

Mornye: Geht doch.

Untersuche die Anomalie hinter der Tür

Mornye: Ein Terminal? Das muss dem Besitzer dieses Labors gehören.

Untersuchen

Mornye: Eine Testkammer. Sie haben simuliert, was passieren würde, wenn die Solisbäume durch den Leerensturm kontaminiert würden.

Mornye: Der Gedanke bereitet mir Unbehagen.

Eine Testkammer, die die Kontamination der Solisbäume durch den Leerensturm simuliert.

Untersuche das Terminal.

Mornye: Hmpf, verschlüsselt. Wenn ich Zugriff darauf bekomme, finde ich bestimmt mehr über dieses Gerät und seinen Besitzer heraus.

Mornye: Das Passwort lässt sich nur einmal eingeben … Ich könnte mir wie letztes Mal gewaltsam Zugriff verschaffen, aber das birgt unbekannte Risiken.

Rover:

Mornye: Effizienz geht vor.

Mornye: Ich sollte mich erst einmal umsehen. Vielleicht finde ich Hinweise auf das Passwort.

Mornye: 7364, bitte schön.

Mornye: … Hat das Passwort auf diese Weise übergeben. Yngvar hat Glück, dass er nicht einer meiner Studenten ist …

Besiege die Gegner.

Finde die Wahrheit heraus.

Mornye: Das ist ein Projektantrag des Spacetrek-Kollektivs.

Mornye: „Evaluierungsergebnis: Antrag nicht genehmigt“ … Und diese Spuren auf den Geräten …

Mornye: … Sieht aus, als würde ich ein weiteres Mal ihre Hilfe benötigen.

Stell dich Yngvar.

Mornye: … Danke. Es ist mir ebenfalls eine Freude, mit dir zusammenzuarbeiten.

Mornye: Ihr Plan bestand also nicht nur darin, das Heliogyr durch die Entfesselung des Leerensturms im Bjartr-Wald zu beeinträchtigen. Sie wollten außerdem …

Yngvar: Eine Wissenschaftlerin … verkrüppelt … Das musst du sein …

Yngvar: Ich muss dich einfach erledigen …!

Mornye: Diese Art von … Konversation liegt mir nicht wirklich.

Mornye: Zugang zum Labor, Kleidung im Roya-Stil … Du musst Yngvar sein, einer der Nachfolger der Heliodischen Sechs.

Yngvar: Die Heliodischen Sechs … Ha, die Sechs.

Yngvar: Nur wegen meiner Resonanzkraft wäre ich mein ganzes Leben in diesem Heliogyr gefangen! Sie bezeichnen es als die höchste Ehre für Roya … aber hat man uns gefragt, ob wir dieses Schicksal annehmen?!

Yngvar: Alle tun so, als würden sie mich respektieren. Aber der Einzige, der mir wirklich helfen will … ist dieser edle Herr von außerhalb des Stammes.

Mornye: Von außerhalb des Stammes … Du hast dich mit dem Fractsidus verbündet?

Yngvar: Hä? Was soll das sein? Und wen interessiert das?!

Yngvar: Ich weiß nur, dass diese Person mir versprochen hat, dass mein Wunsch in Erfüllung gehen würde, wenn ich das Gerät in die Nähe des Solisbaums ablege …

Yngvar: Dann könnte ich endlich diesem eisigen Ödland entrinnen und ein neues Leben in der Neuen Föderation beginnen!

Mornye: Du hast keine Ahnung, was du tust, und keine Ahnung, mit wem du dich da verbündet hast.

Mornye: Dieser zehn Jahre alte Projektantrag stammt vom Spacetrek-Kollektiv. Darin geht es um die Idee, den Notfallreaktionsmechanismus des Antriebs zu nutzen, um ihn absichtlich vom Himmel fallen zu lassen.

Mornye: Und der Auslöser für diesen Mechanismus ist die Kontamination des Wurzelsystems der Solisbäume mit Leerenmaterie – daran erkennt der Reaktorantrieb, dass der Threnodianer das Siegel durchbrochen hat.

Yngvar: Du … du sagst, weil ich das Gerät dort abgelegt habe, wird der Antrieb …

Rover: Mornye, das Heliogyr ist wieder funktionsfähig. Wir können die Messwerte liefern, die du für die neue Sonnenwendzeremonie benötigst.

Rover: Aber irgendetwas da draußen stimmt nicht.

Mornye: Stimmt. Sobald ich hier fertig bin, setze ich mich wieder mit dir in Verbindung.

Mornye: Geh beiseite. Ich muss zurück und Helios starten, bevor der Antrieb vollkommen abstürzt.

Yngvar: Nein … seine Befehle waren eindeutig. Du gehst nirgendwohin. Danach werde ich, egal was mit Lahai-Roi passiert, in der Neuen Föderation einen Neuanfang machen!

Yngvar: Von einem Krüppel wie dir lasse ich mich sicher nicht aufhalten!

Mornye: Es ist schon eine Weile her, dass jemand so etwas zu mir gesagt hat … jedenfalls seit ich diese Beine habe.

Mornye: Mir wurde gesagt, dass ich in solchen Situationen …

Yngvar: Ah … warte … Moment mal!

Mornye: … Mein Missfallen unmissverständlich zum Ausdruck bringen sollte.

Mornye: Also … wird Zeit, dass ich meinen Mentor ausfindig mache.

Kehre schnell zum Forschungsinstitut zurück.

Mornye: Wir müssen schnell zum Spacetrek-Kollektiv. Der Fractsidus hat Yngvar dazu gebracht, für ihn zu arbeiten, aber ihr eigentliches Ziel ist es, den Reaktorantrieb zum Absturz zu bringen.

Mornye: Ich habe die Akademie bereits angewiesen, das Gebiet um die Einschlagstelle zu evakuieren. Bevor der Antrieb abstürzt, müssen wir unbedingt Helios erfolgreich in Stellung bringen und starten.

Mornye: Wie lief es bei dir? Irgendwelche Gefahren?

Rover: Es war in Ordnung. Das Heliogyr ist wieder in Betrieb. Ich habe jetzt direkten Kontakt zum Solisylum und kann die Daten weiterleiten, die du für die neue Sonnenwendzeremonie benötigst.

Rover: Es ist Zeit für den letzten Schritt.

Mornye: Die Zeit läuft uns davon. Ich werde meine Resonanzkraft einsetzen, um uns einen effizienteren Weg zu bahnen.

Mornye: Halt dich fest.

Rover: Ähm …?

Begib dich zum Forschungsinstitut.

Rover: Mornye!

Mornye: Los geht’s, Mentor.

Begib dich gemeinsam mit Mornye zum Labor der künstlichen Sonne.

Mornye: Sobald wir Helios starten, benötigen wir die Rohdaten der Beobachtungen des Solisylums. Bist du bereit?

Rover: Ja. Der Gestalter hat mir bereits alle Daten des Heliogyrs zur Verfügung gestellt. Ich kann jederzeit darauf zugreifen.

Rover: Alles ist bereit. Erfüllen wir unsere Mission.

Gehe zum Labor der künstlichen Sonne.

Warren: Wo steckt Anslem, wenn man ihn braucht?! Wer sonst kann Hyvatia kalibrieren?

Warren: Cody, Vance, überprüft noch einmal den Orbitalstatus von Helios. Außerdem muss das Triebwerk nochmals kontrolliert werden!

Cody: Professor, sollen wir den Start wirklich ohne die Rohdaten vornehmen?

Warren: Ich kann eure Bedenken nachvollziehen … aber wir stehen kurz vor einer Katastrophe. Das Kollektiv kann nicht einfach tatenlos zusehen.

Warren: Das ist meine Entscheidung als Leiter dieses Projekts. Ich werde die Konsequenzen tragen.

Mornye: Das wird nicht nötig sein.

Mornye: Wir haben Kontakt zum Stamm der Roya aufgenommen und die Rohdaten des Antriebs erhalten. Die Sonnenwendzeremonie kann wie geplant stattfinden.

Warren: … Frau Professor Mornye?

Warren: Du hast die Daten erhalten? Das sind ja wunderbare Neuigkeiten. Ich werde die Verbindungsinstrumente für dich …

Mornye: Genug der Spielchen.

Mornye: Warren … oder besser gesagt Verräter, der sich mit dem Fractsidus verbündet hat.

Warren: Das ist eine schwerwiegende Unterstellung, Frau Professor Mornye.

Mornye: Das ist mir bewusst.

Mornye: Du musst mit diesem Gerät sehr vertraut sein, Warren.

Mornye: Du hast es so eingerichtet, dass es keine Nutzungsdaten aufzeichnet … Schlau.

Mornye: Aber da es sich um eine „persönliche“ Anfertigung handelt, sind die hinterlassenen Spuren wie Fingerabdrücke.

Mornye: Es ist eine Schande … Ich hätte nie erwartet, dass du darin involviert bist. Warren, du hast die schwere Arbeit aller Beteiligten in den Schmutz gezogen.

Mornye: Anslems Experimentunfall, deine aktuelle Position im Projekt … Der Fractsidus hatte bei beidem seine Finger im Spiel, nicht wahr?

Warren: Hmpf, jede Menge Mutmaßungen und Unterstellungen. Ohne Beweise kann ich dich problemlos mit Verleumdungsklagen eindecken …

Mornye: Du hast recht. Mehr als Mutmaßungen und Unterstellungen habe ich im Augenblick nicht. Aber mein Hauptziel ist es nicht, dich heute vor Gericht zu bringen.

Mornye: Sobald die Verdächtigen identifiziert wurden, haben wir genug Zeit, um die Beweise zu sammeln.

Mornye: Was ich jetzt von dir erwarte … ist, dass du als Leiter dieses Projekts zurücktrittst.

Mornye: Ich werde die Leitung übernehmen.

Mornye: Noch etwas. Dein Untergebener hat uns bereits einige entscheidende Beweise geliefert.

Lynae: Du willst, dass ich gegen Professor Warren aussage? Das ist praktisch Meineid … Klar, ich könnte es geschickt formulieren, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht mal, mit wem ich es auf der anderen Seite zu tun habe …

Mornye: Es ist eine schmutzige, aber effektive Taktik. Ich bin zuversichtlich, was meine Analyse dieser Geräte angeht, aber wir benötigen die Bestätigung der Universität, um sie als Beweismittel verwenden zu können.

Mornye: In der knappen Zeit, die wir haben, ist deine Aussage der schnellste Weg, um Warren festzunehmen.

Lynae: Frau Professor Mornye …

Mornye: Behalte diese Aufzeichnung. Wenn ich mich irre, entlastet dich das später.

Mornye: Oder … du lehnst ab.

Lynae: … Dann auf eine gute Zusammenarbeit!

Mornye: … Danke. Es ist mir ebenfalls eine Freude, mit dir zusammenzuarbeiten.

Warren: (Wie hat diese Verräterin es geschafft …?!)

Mornye: Ich habe das Kollektiv bereits informiert. Die Untersuchung wird bald beginnen.

Mornye: Von hier an werden Rover und ich den Startvorgang überwachen. Alle Mitarbeiter des Spacetrek-Kollektivs, auf eure Posten!

Mornye: Rover, bitte gib die Rohdaten der Beobachtungen des Antriebs in Helios ein.

Rover: Gestalter, hörst du mich?

„Der Gestalter“: Natürlich. Dir wurden sämtliche Messwerte des Heliogyrs übermittelt.

Rover: Dann ist alles bereit. Beginnen wir mit der Sonnenwendzeremonie!

Starte Helios.

Mornye: Helios-Startsequenz – wird gestartet!

Operator A: Kalibrierung des Leerenmaterie-Moduls abgeschlossen.

Operatorin B: Kernenergiesystem arbeitet ordnungsgemäß.

Operator D: Luken sind geöffnet. Triebwerk ist hochgefahren und einsatzbereit.

Mornye: Helios ist startklar!

Operator F: Vorbrenner gezündet!

Tone: 5, 4, 3, 2 …

Mornye: Möge unser Licht … am Himmel leuchten.

Operator G: Helios nähert sich der Zielhöhe. Fortschritt: 16 % … 47 % … 92 % …

Operator A: Achtung! Der Lichtabfall übersteigt die erwarteten Werte. Kritischer Schwellenwert überschritten!

Operatorin B: Sensorausfall festgestellt. Datenauslesung fehlerhaft!

Operator C: Anomalie bei der automatischen Reparatur erkannt!

Operator D: Steuerung reagiert nicht. Fehler im Steuerungsprogramm!

Cody: Ursache gefunden! Die Signale des Hyvatia-Detektors werden gestört!

Cody: Großflächige, hoch konzentrierte Leerenmaterie auf der Oberfläche entdeckt. Sie überschreitet den Messgrenzwert. Kalibrierung kann nicht fortgesetzt werden!

Mornye: Und das gerade jetzt …

Mornye: Messort anpassen … Nein, wenn die Auswirkungen so weitreichend sind, ist jede Anpassung sinnlos. Erkennungskomponenten modifizieren … Nein, selbst wenn es theoretisch machbar wäre, bleibt keine Zeit für ihre Konstruktion …

Mornye: Was ist mit leistungsstarken Leerenmaterie-Neutralisatoren? Nein, ohne das Licht des Antriebs sind alle Energiekomponenten funktionsunfähig …

Rover:

Mornye: O-Oh? Entschuldige, ich war nur …

Rover:

Mornye: Der Ausfall beim Start liegt am Unvermögen des Detektors, die Betriebsparameter des Antriebs zu messen. Das wiederum liegt an der hohen Konzentration von Leerenmaterie, die die Messwerte verfälscht.

Mornye: Es gibt zwei mögliche Lösungen: Wir erhöhen die Toleranz des Detektors gegenüber Leerenmaterie. Oder wir beseitigen die Leerenmaterie in der Umgebung. Aber keine dieser Optionen ist in der uns zur Verfügung stehenden Zeit machbar …

Rover:

Mornye: Hmm, das ist wenig realistisch. Die einzigen Orte, die derzeit nicht von der Leerenmaterie betroffen sind, sind der Bjartr-Wald und die Sternenfackel-Akademie unter der Schutzbarriere … Oder das Institut, das sich tausende Meter …

Mornye: … In großer Höhe befindet.

Rover:

Mornye: Haben wir Ersatzteile für Hyvatias Messmodule?

Cody: J-Ja! Forscher Anslem hat mehrere Prototypen hinterlassen. Ich hole einen aus dem Lager.

Cody: Aber was habt ihr damit vor?

Mornye: Die Augen der Götter haben uns im Stich gelassen. Ebenso wie unsere Maschinen. Jetzt müssen wir selbst Hand anlegen.

Besiege Reaktor-Mecha-Wächter.

Mornye: Wie erwartet wird der Reaktorantrieb durch aggressive Exoschwärme geschützt, die wie ein Immunsystem agieren.

Mornye: Er scheint aktiv die umgebende Leerenmaterie zu absorbieren, um die Stabilität des Antriebs aufrechtzuerhalten.

Mornye: Der Kontakt mit seinen Klauen ist hochgefährlich. Sei vorsichtig.

Begib dich zum fallenden Reaktorantrieb.

Gehe in den Reaktorantrieb und hole Mornye heraus.

Sprich mit Lynae über die jüngsten Entwicklungen.

Lynae: Rover, hier drüben!

Lynae: Zuerst die gute Nachricht! Mein Name wurde von der „Beobachtungsliste für psychische Gesundheit“ gestrichen. Ich bin endlich … FREI!

Rover:

Lynae: Und … die schlechte Nachricht. Dass ich es während der Untersuchung mit der Wahrheit nicht so genau genommen habe, wird mir als Regelverstoß angelastet …

Rover:

Lynae: Aber da ich es getan habe, damit unser Bösewicht nicht ungestraft davonkommt, und ich im Grunde geholfen habe …

Lynae: Das endgültige Urteil lautet, dass ich noch eine Weile auf der „Beobachtungsliste für psychische Gesundheit“ bleiben muss.

Rover:

Lynae: Tja, sobald man einen Verdächtigen hat, kommt der Rest von allein. Außerdem gibt es einen Dozenten, dessen Resonanzkraft jedem die Wahrheit entlocken kann.

Lynae: … Aber ich muss Frau Professor Mornye für ihre offizielle E-Mail danken, in der alles erläutert wurde. Nur deshalb hat man mir geglaubt.

Lynae: Das bedeutet wohl, dass es jetzt schwieriger sein wird, ihren Unterricht zu schwänzen …

Lynae: Dr. Herssen meinte, sie sei zu lange übertaktet gewesen … Ich mache mir Sorgen …

Rover:

Lynae: … Da hast du recht!

Lynae: Besuchen wir sie. Wenn sie weiß, dass wir an sie denken, kommt sie bestimmt schneller auf die Beine!

N.A.N.A.: Hallo. Darf ich fragen, ob du Rover bist?

N.A.N.A.: Ich soll dir mitteilen, dass Frau Professor Mornye gerade aufgewacht ist.

Drei Tage später.

Begib dich zur Krankenstation.

Mornye: Wartet, noch nicht reinkommen …

Mornye: Uff … Ahh …!

Mornye: Entschuldigung, mein Körper … Ich bin noch nicht so beweglich wie früher.

Mornye: Ich habe schon einmal eine Reha hinter mir und das ist eine Weile her … Keine Sorge, ich komme schon alleine zurecht. Uff …

Lynae: Wie fühlst du dich momentan, Frau Mornye?

Lynae: Dr. Herssen meinte, du seist in schlechter Verfassung. Schön zu sehen, dass du dich so gut erholt hast …

Mornye: Ehrlich gesagt dachte ich damals … es sei aus.

Mornye: Aber … aber zwischen Bewusstsein und Ohnmacht bildete ich mir ein, ein Mädchen mit einem hellblauen Ring zu sehen.

Rover: … Einem hellblauen Ring?

Rover: Kannst du genauer beschreiben, was du gesehen hast?

Mornye: … Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, sie hat mich beschützt.

Rover: (Klingt so, als wäre das Mädchen, das Mornye gesehen hat, dasselbe, dem ich bei meiner Ankunft in Lahai-Roi begegnet bin.)

Rover: (Sie ist in der Lage, sich dem Threnodianer selbst entgegenzustellen und im Reaktorantrieb zu erscheinen … Sie steht mit dem Exoschreiter und dem Threnodianer in einer Verbindung, die wir noch nicht ganz verstehen.)

Rover: (Die nächste große Herausforderung wird sein, ihre Identität und ihren Verbleib herauszufinden.)

Lynae: Rover? Rover … Hey, nicht träumen!

Lynae: Um Frau Mornyes Genesung und die abgewendete Krise zu feiern, findest du nicht, wir sollten …

Rover:

Lynae: Eine Spritztour machen!

Lynae: Es gibt nichts Schöneres als den Wind im Gesicht, besonders wenn …

Lynae: Wir drei haben immer noch kein Gruppenfoto zusammen!

Rover: Heh, ein Foto im neuen Licht von Helios? Klingt nach einem guten Souvenir.

Mornye: … Ja.

Mornye: Gemeinsam den Aufgang einer neuen Sonne zu erleben … Das war, was wir einander versprochen hatten, Mentor.

Werde Zeuge des Lichts des „Helios“

Mornye: Gehen wir.

Lynae: Na? Nicht schlecht, oder?

Lynae: Früher, wenn ich mir Sorgen um die Zukunft gemacht habe, ging es mir immer ein bisschen besser, wenn ich hierherkam.

Lynae: Und jetzt können wir diese Brise ohne jegliche Sorgen genießen!

Mornye: … Ich dachte immer, dieser Anblick würde mich zum Weinen bringen, weil mein Wunsch in Erfüllung gegangen wäre.

Mornye: Aber wenn ich jetzt sehe, wie Helios’ Licht alles erleuchtet … wie die alten Frostlande und die Leute, die erst seit ein paar Jahrzehnten hier sind, die gleiche Wärme genießen …

Mornye: Dann erfüllt mich dieser wunderschöne Anblick … einfach mit Glück.

Lynae: Das ist es wert, von den Dächern gerufen zu werden!

Lynae: Auf die Freiheit!

Mornye: Auf die Zivilisation.

Rover: Auf Neuanfänge.