Was unter den Frostlanden brennt
Der Tunnel nach Lahai-Roi öffnet sich. Ein Fackelfunke, verborgen in den Tiefen dieser Frostlande, erwartet deine Rückkehr.
Folge Lynae zur Sternenfackel-Akademie.
Lynae: Rover, willkommen in der Sternenfackel-Akademie!
Lynae: Wir sollten dein Terminal beim Resonanznexus registrieren. Wenn du deine Daten dort hochlädst, bekommst du einen vorübergehenden Zugang zum Campus und eine Nutzungserlaubnis für Fahrzeuge, bis du deinen eigenen Frequenz-Kassettenrekorder hast.
Rover: (Jetzt, wo ich auf dem Campus bin … scheinen sich die Frequenzschwankungen im Raum stabilisiert zu haben.)
Lynae: Du wirkst ein wenig neben der Spur … Bist du sicher, dass es dir gut geht?
Lynae: … Ich bringe dich besser zur Krankenstation. Viele Erstsemester leiden bei ihrer Ankunft wegen des Leerensturms unter Frequenzstörungen. Und du? Du bist in einer aktiven Leerenwurmzone gelandet. Und dann hab ich dich auch noch … angefahren.
Rover: In einer aktiven Leerenwurmzone? Was hast du denn da gemacht?
Lynae: Na ja, ich … musste ein paar ökologische Daten für meine Forschung sammeln. Moment, nein, das stimmt nicht … Ich habe mein neu modifiziertes Motorrad getestet. Nein, ich sollte wohl sagen …
Rover:
Lynae: Tut mir leid! Es ist … kompliziert. Könntest du das für dich behalten? Wenn die Lehrer herausfinden, dass ich den Unterricht geschwänzt, eine Spritztour gemacht und jemanden angefahren habe … Uff, einen weiteren Fehltritt kann ich mir nicht leisten.
Lynae: Sieh es als einen großen Gefallen an, den ich dir schulde! Wenn du hier jemals in Schwierigkeiten gerätst, komm einfach zu mir. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, werde ich alles tun, was du willst!
Rover:
Lynae: Oh, äh, entschuldige, da muss ich rangehen …
???: Lynae! Wo steckst du denn? Ich hab dich schon mehrmals angerufen und Nachrichten hinterlassen, aber du bist nicht rangegangen! Sag bloß, du hast vergessen, welcher Tag heute ist!
Lynae: Heute …? Lass mich kurz in meinem Memo nachsehen … Der Bericht zum Gruppenprojekt von Professor Alesev … Oh nein, bitte sag mir, dass das nicht heute ist!
???: LY–NAE–
Lynae: Es tut mir so, so leid! Ich bin gleich da … Ah, aber … der Resonanznexus, und ich muss dich noch zur Krankenstation bringen –
Rover:
Lynae: Hmm … okay! Wenn ich fertig bin, treffen wir uns auf der Krankenstation!
Lynae: Bist du sicher, dass es dir gut geht? Ich bin nicht gerade langsam gefahren, aber das scheint dir gar nichts ausgemacht zu haben …
Lynae: Oh, tut mir leid. Ich meine, deine Reflexe sind beeindruckend. Du hast ziemlich schnell reagiert.
Rover: Mir gehtʼs gut. Du hast gerade noch rechtzeitig gebremst.
Aktiviere den Resonanznexus.
Rover: (Das Leben hier ist wirklich … bunt.)
Begib dich zur Krankenstation.
Lies Chisas Nachricht.
Rover: Abby, wie geht es dir?
Abby: Mir gehtʼs gut. Ich bin nur ein bisschen außer Atem nach dem Kampf mit diesem riesigen Wurm.
Abby: Gehen wir direkt zur Krankenstation?
Rover: Ja, aber wir können uns auf dem Weg dorthin den Campus ansehen.
Begib dich zur Krankenstation.
Abby: (Schnüffelt) Hmm, deine Frequenz hat sich zwar beruhigt, aber der verlorene Teil ist noch nicht wieder da.
Abby: Dieser Leerenwurm muss ihn gestohlen haben! Das stinkt nach einem Threnodianer, genau wie dieses große Auge!
Rover: Die Akademie gibt es schon sehr lange. Die wissen bestimmt, wie man mit dem Threnodianer umgeht. Vielleicht helfen sie uns sogar.
Rover: Und dieses Mädchen, das aus dem Nichts aufgetaucht ist … Ihre Stimme klang wie die, die ich im Radio in Honami gehört habe. Vielleicht war sie es sogar.
Abby: Wirklich? Vielleicht ist sie jetzt in Lahai-Roi. Sollen wir versuchen, sie zu finden?
Rover: Konzentrieren wir uns erst mal darauf, meine schwindende Frequenz wiederherzustellen. In der Zwischenzeit können wir ja Ausschau nach ihr halten.
Rover: (Was Lynae angeht … sie hat offensichtlich was zu verbergen, aber ich hab gerade Wichtigeres zu tun.)
Rover: (Zuerst muss ich mich hier zurechtfinden.)
Lynae: Also, was ist deine wahre Geschichte, Rover von den Schwarzen Küsten …?
Lynae: *Seufz* War ja klar, dass ich beobachtet wurde … Erst bringt mich das Gruppenprojekt fast um, und jetzt das …
Lynae: Von jetzt an … wird alles noch viel stressiger werden.
Chisa: … Ah, Rover! Endlich!
Chisa: Nach dem Raumtunnel blieb mir nichts anderes übrig, als zu warten! Und ich konnte nicht mal die Schwarzen Küsten kontaktieren … Das waren schon Tage her.
Chisa: Ich dachte, vielleicht …
Rover: Es gab Komplikationen. Ich habe eine Weile gebraucht, um hierherzukommen.
Chisa: Puh … Ich bin nur froh, dass es dir gut geht.
Rover: Ist dir etwas Ungewöhnliches aufgefallen, als du durchgekommen bist?
Chisa: Ungewöhnlich? Nicht wirklich. Mir war ein bisschen schwindelig, aber ansonsten war alles ganz normal.
Rover: (Dann wurde also nur ich in diese seltsame Dimension gezogen …?)
Chisa: Rover? Geht es dir gut?
Rover: Mir gehtʼs gut. Und dir? Wie waren die letzten Tage?
Chisa: … Ich habe meine Familie gefunden. Sie sind … am Leben.
Chisa: Weißt du, erst als ich sie endlich gesehen habe, ist mir das alles so richtig bewusst geworden. Für mich waren es Monate. Für sie bin ich seit über zwanzig Jahren weg.
Chisa: Sie haben sich so sehr verändert. Ich …
Rover:
Chisa: Ja, du hast recht!
Chisa: Ehrlich gesagt, ist das schon mehr, als ich mir erhofft hatte. Es fühlt sich schon fast wie ein Wunder an.
Chisa: Danke … aber ich komme zurecht.
Chisa: Du hast schon so viel getan. Und du bist gerade erst angekommen. Du musst dich um deinen eigenen Kram kümmern.
Chisa: Ich werde mich anpassen. Den Kontakt zu meiner Familie suchen. Schulstoff aufarbeiten. Die verlorenen Jahre nachholen …
Chisa: Ich fühle mich wie ein kleines Mädchen, das noch mal ganz von vorne beginnt – mit all den Sorgen und Bedenken, die das mit sich bringt … Aber ich werde weitermachen.
Rover:
Chisa: Das werde ich. Und wenn du jemals was brauchst, bin ich für dich da. Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann … aber egal, was passiert, ich wünsche dir alles Gute.
Begib dich zur Krankenstation, um dich untersuchen zu lassen.
N.A.N.A.: Sei gegrüßt. Fühlst du dich nicht gut? Oder möchtest du vielleicht einen von N.A.N.A.s Gesundheitstipps hören?
Lynae: Schwester N.A.N.A., du machst unseren neuen Studenten ganz nervös.
Lynae: Dabei hat er nicht mal gezuckt, als er sich diesem Leerenwurm gegenübersah. Ihn bringt sicher nichts so leicht aus der Ruhe.
N.A.N.A.: Hmm, das sehe ich. Besonnen, genau wie die kleine Lynae.
N.A.N.A.: Also, kleine Lynae, brauchst du heute wieder eine Krankmeldung? Was ist diesmal der Grund? Bauchschmerzen? Kopfschmerzen? Ein zuckendes Augenlid? Herzpochen? Oder …
Lynae: Ähm! Diesmal geht es nicht um mich … Es geht um Rover. Kannst du ihn dir bitte mal ansehen?
Rover:
Lynae: Ja! Nachdem ich meinen Projektbericht fertiggestellt hatte, bin ich direkt hergekommen. Ich konnte mich einfach nicht entspannen, bis ich deine Untersuchungsergebnisse gesehen hatte.
N.A.N.A.: Bist du verletzt? Ist dir was passiert?
Rover:
Lynae: Äh, ja, das stimmt! Er ist gestolpert und hingefallen, und ich bin zufällig mit meinem Motorrad vorbeigekommen, also … habe ich ihn sofort hierhergebracht!
Lynae: … Es war meine Schuld. Es tut mir so leid …
N.A.N.A.: Oh je, kein Grund zur Panik. Lass mich dich kurz untersuchen, okay? Gib mir bitte deine Kassette. Ich brauche sie, um deine Vitalwerte zu analysieren.
Rover:
Lynae: Ach, stimmt ja! Rover hat sich noch nicht offiziell eingeschrieben, deshalb hat er noch keine Kassette …
N.A.N.A.: Meine Güte … Das ist das erste Mal, dass ich einen Studenten noch vor seiner Einschreibung auf der Krankenstation sehe. Aber keine Sorge, ich fange sofort mit der Untersuchung an.
N.A.N.A.: Vitalfunktionsscan gestartet – Temperatur normal. Rabelle-Wellenform stabil. Leichte Kratzer festgestellt …
Lynae: Nur leichte Kratzer?
Rover:
Lynae: Na ja, wenn Schwester N.A.N.A. das sagt …
N.A.N.A.: … Hm? War das ein Witz oder eine Metapher?
N.A.N.A.: Leichter Frequenzverlust und Rückstände einer Leerensturm-Wellenform festgestellt. Wo genau wart ihr beiden?
Rover:
N.A.N.A.: Ich verstehe … Rover, bitte komm mit mir.
N.A.N.A.: Kleine Lynae, gehst du nicht zurück in den Unterricht?
Lynae: Oh … Ich möchte bleiben, bis die Ergebnisse vorliegen.
N.A.N.A.: Keine Sorge. Ich habe Dr. Herssen schon informiert. Er hat gerade seine Visite beendet und wird bald zurück sein.
Lass die Gesundheitsuntersuchung durchführen.
N.A.N.A.: Bitte setz dich hierhin und schließ die Augen.
???: … Wie siehtʼs aus? Hm, die Ergebnisse sind da? Mal sehen …
???: … Ein Blütenträger von den Schwarzen Küsten, der auf Empfehlung hergekommen ist? Ein … interessanter Neuzugang.
Luuk Herssen: Ich bin Luuk Herssen, der behandelnde Arzt hier auf der Krankenstation. Die meisten Studenten nennen mich Dr. Herssen, aber … wenn du Dr. Luuk oder einfach nur Luuk bevorzugst, ist das auch okay.
Rover:
Luuk Herssen: … Hm. Nun, laut Bericht schwankt deine Frequenz ein wenig, aber sie scheint sich langsam zu stabilisieren. Kein Grund zur Sorge.
Luuk Herssen: Was den Frequenzverlust angeht … Tut mir leid, ich kann die genaue Ursache nicht ausfindig machen. Vielleicht kann das Forschungsinstitut das genauer untersuchen.
Luuk Herssen: Ich muss aber sagen, dass es nicht ratsam ist, sich ohne angemessenen Schutz in einen Leerensturm zu stürzen. Die Studenten, die ich vorhin behandelt habe … Hehe, sie haben für ein paar Forschungsdaten alles riskiert.
Luuk Herssen: Wir sagen immer, dass das Leben an erster Stelle steht … aber irgendwas an der Mentalität dieser Akademie verleitet die Leute dazu, alle Vorsicht in den Wind zu schlagen … Studierende, Lehrende … Da ist es manchmal schwer, sich keine Sorgen zu machen.
Luuk Herssen: Entschuldige, ich bin vom Thema abgekommen. Ich will damit nur sagen, dass du auf der Hut sein solltest, bis du weißt, womit du es zu tun hast.
Luuk Herssen: Erstsemester.
Luuk Herssen: Dann lass dir mal diese Kassette brennen. Die wird dir das Leben hier wesentlich leichter machen.
Luuk Herssen: Und wenn du dich unwohl fühlst oder Probleme hast, kannst du jederzeit zu mir kommen. Ganz egal, ob es um die Schule, den Alltag oder etwas geht, das du nicht in Worte fassen kannst … Ich bin immer für dich da.
Luuk Herssen: Zu meinen Aufgaben gehört es auch, mich um die psychische Gesundheit der Studierenden zu kümmern.
Rover:
N.A.N.A.: Dr. Herssen, ein Synchronist vom Rabelle-Institut ist ohnmächtig geworden. Ich bitte um medizinische Unterstützung.
Luuk Herssen: Verstanden. Bin unterwegs.
Luuk Herssen: Also dann, bis später.
N.A.N.A.: Dr. Herssen, ist es nicht etwas seltsam für einen Arzt, „bis später“ zu sagen?
Luuk Herssen: Haha, du hast recht. Lass mich das anders ausdrücken … Ich wünsche dir alles Gute.
Luuk Herssen: … Willkommen zurück.
Rover: …
Lynae: Wie ist es gelaufen? Ist alles in Ordnung? Gab es Probleme mit deinen Ergebnissen?
Rover: … Mir gehtʼs gut.
Rover: Übrigens, diese Kassette, von der alle reden … Was ist das?
Lynae: Oh, die Kassette! Jeder neue Student bekommt eine gebrannt. Es ist ein … spezielles Gerät, das hier in Lahai-Roi verwendet wird. Eine Art Ausweis und Sicherheitsgerät in einem.
Lynae: Um eine zu bekommen, brauchst du Zugang zum Forschungsinstitut. Und das bedeutet, dass du dich erst offiziell einschreiben musst.
Rover: Okay, dann erledige ich das zuerst.
Lynae: Alles klar! Für die Einschreibung musst du ins Fakultätsbüro. Ich bringe dich dorthin.
Melde dich im Fakultätsbüro für die Einschreibung an.
Lynae: Einen Augenblick. Lass uns mal kurz anhalten.
Älterer Lehrer: Die Leerenwürmer sind in letzter Zeit ungewöhnlich aktiv. Die Akademie muss sich schleunigst etwas einfallen lassen. Wie steht es um die Verteidigungsanlage?
Junge diensthabende Dozentin: … Sie hat beim letzten großen Leerensturm schwere Schäden davongetragen. Die Ingenieurabteilung hat zusätzliche Leute abgestellt, um den „Köder“ zu reparieren.
Älterer Lehrer: Wir müssen die Fernsteuerung der Verteidigungsanlage und des Köders so schnell wie möglich reparieren. Sonst sind wir klar im Nachteil.
Älterer Lehrer: Im schlimmsten Fall müssen wir einen geeigneten Resonator schicken, um das Problem manuell zu lösen.
Junge diensthabende Dozentin: Das Gebiet liegt zu nah am Territorium der Leerenwürmer. Das ist viel zu gefährlich. Professor, wir dürfen die Sicherheit unserer Fakultät und unserer Studenten nicht aufs Spiel setzen.
Älterer Lehrer: *Seufz* Ich weiß. Und genau deshalb müssen wir die Ursache für die Unregelmäßigkeit dieses Leerensturmzyklus herausfinden. Ich habe solche Messwerte bisher nur in Simulationen gesehen …
Älterer Lehrer: Okay, ich habe ein Meeting. Entschuldige mich bitte.
Der müde aussehende Wissenschaftler eilt mit einem Stapel Papiere davon.
Lynae: Sieht aus, als wäre ihr Gespräch beendet. Gehen wir rüber.
Junge diensthabende Dozentin: Hm? Brauchst du was? Ah! Lynae, du warst heute wieder nicht im Kulturwissenschaftskurs, oder?
Lynae: Ah, verflixt, das hätte ich fast vergessen … Äh, das liegt daran, dass …
Junge diensthabende Dozentin: Du schaffst es gerade so, die vorgeschriebene Mindestanwesenheit zu erfüllen. Wenn du so weitermachst, können dich nur noch perfekte Noten in allen Fächern retten.
Lynae: Verstanden. Noch drei Fächer. Ich werde mein Bestes geben.
Junge diensthabende Dozentin: … Darum geht es nicht. Lynae … Ach, was sollʼs. Was führt dich in mein Büro?
Lynae: Frau Voss, ich bin hier, um ihm bei der Einschreibung zu helfen. Er ist neu hier und muss sich erst noch zurechtfinden …
Frau Voss: Einschreibung? Zu so einer Zeit? Wie heißt du?
Rover:
Frau Voss: Lass mich mal sehen … Ja, du stehst auf der Liste der neuen Studierenden, die sich noch nicht gemeldet haben, und du hast den Synchronistentest bestanden …
Frau Voss: … Ah, dann wurdest du von den Schwarzen Küsten empfohlen. Das erklärt, wie du es während der Leerensturmsaison hierher geschafft hast.
Frau Voss: Okay, deine Identität habe ich bestätigt. Zuerst musst du deine persönlichen Daten registrieren und dann ein Passfoto für deinen Studierendenausweis machen.
Frau Voss: Wenn du Fragen hast, kannst du dich jederzeit an mich wenden.
Frau Voss: Was Lynae betrifft …
Lynae: Ähm, ich habe gerade eine Freistunde. Ich werde ihm bei der Einschreibung helfen und ihm dann den Campus zeigen.
Frau Voss: Ah, du … Na gut, wenn du darauf bestehst, überlasse ich das dir.
Lynae: In Ordnung! Okay, Erstsemester. Dann wollen wir dich mal einschreiben.
Registriere deine persönlichen Daten.
Lynae: Zunächst einmal … dein Name. Gib ihn einfach hier ein.
Lynae: Deine Klasse wird dir automatisch zugewiesen. In der Regel beginnen Erstsemester mit dem Vorbereitungsprogramm, aber da du den Synchronistentest bestanden hast, wirst du direkt am Rabelle-Institut aufgenommen.
Lynae: Als Nächstes … deine Adresse. Du kannst deine Adresse oder die Adresse deines Erziehungsberechtigten angeben.
Rover:
Lynae: Fertig? Dann ist es Zeit für dein Passfoto!
Rover:
Lynae: Da du mitten im Semester einsteigst, ist vieles noch nicht bereit. Das war bei mir auch so.
Lynae: Keine Sorge! Das kommt alles später.
Sprich mit Frau Voss.
Frau Voss: Mal sehen … alles erledigt. Hier, pass gut darauf auf. Verliere ihn nicht.
Rover:
Lynae: Allerdings. Diesen Ausweis brauchst du für alles. Er gewährt dir Zugang zu den Toren, zur Cafeteria und auch zu den heißen Duschen. Ohne ihn wird es ganz schön ungemütlich.
Frau Voss: Wenn es dir allerdings nichts ausmacht, auf diese kleinen Annehmlichkeiten zu verzichten, während du auf einen Ersatz wartest, ist es vermutlich nicht so schlimm.
Frau Voss: Da du ein Synchronist bist, ist er aber auch der einzige Pass, der mit deinem Simulator-Cockpit verknüpft ist.
Rover:
Frau Voss: Mit dem Exoschreiter wollen wir gegen den Threnodianer vorgehen, der den Leerensturm verursacht. Das weißt du, oder?
Frau Voss: Der Exoschreiter … Selbst nach so vielen Jahren der Forschung weiß niemand, welche Zivilisation ihn gebaut hat.
Frau Voss: Manche glauben, er habe denselben Ursprung wie die Hütenden, aber kein Hütendes hat das jemals bestätigt.
Rover: (Denselben Ursprung wie die Hütenden …? Aber ich spüre nichts. Vielleicht ist er zu weit weg?)
Rover: Wo ist der Exoschreiter?
Lynae: Nicht hier. Aber du hast doch dieses riesige Schwert gesehen, oder? Das ist seine Waffe, mit der er den Threnodianer „Aleph-1“ hinter dem Schreitertor in Schach hält.
Frau Voss: Wir haben genug Exoschreiter-Komponenten gesammelt, um spezielle Simulator-Cockpits für Synchronisten zu bauen.
Frau Voss: Mit etwas Übung und entsprechender Feinjustierung kannst du deine Synchronisationsrate mit dem Exoschreiter erheblich verbessern. Darum wird es in einem deiner wichtigsten Kurse gehen.
Rover: Das klingt, als würde man versuchen … eine Art künstlich induzierte Resonanz zu erzeugen?
Frau Voss: Das ist ein multinationales Projekt. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch einige Methoden der Neuen Föderation mit einfließen.
Frau Voss: Keine Sorge. Wir haben die extremeren Methoden bereits aussortiert. Du kannst uns vertrauen.
Rover:
Frau Voss: Wenn ich sage, dass du uns vertrauen kannst, meine ich …
Frau Voss: Es ist sicher. Das gesamte Projekt hat die Sicherheitsprüfung der Schwarzen Küsten durchlaufen, und auch alle beteiligten Nationen haben es genehmigt.
Frau Voss: Außerdem spielt der Exoschreiter eine wichtige Rolle bei der bevorstehenden Sonnenwendzeremonie …
Rover:
Lynae: Müsste der nächste Kurs nicht bald anfangen …?
Frau Voss: In der Tat. Und du, junge Dame, wenn du den Stundenplan so gut kennst, warum kommst du dann nicht pünktlich zum Unterricht?
Frau Voss: Hehe, da sind wohl die Pferde mit mir durchgegangen.
Frau Voss: Das Archiv der Akademie steht allen Studierenden offen. Wenn du neugierig bist, kannst du dich gerne dort umsehen. Jedes Streben nach Wissen wird hier gefördert.
Frau Voss: Nun … willkommen in der Sternenfackel-Akademie. Mit deinem Studierendenausweis kannst du jetzt zum Forschungsinstitut gehen und deine Kassette brennen lassen.
Frau Voss: Lynae, wenn du Zeit hast, bring unseren neuen Studenten bitte dorthin.
Rover: Wie kommen wir zum Forschungsinstitut?
Lynae: Normalerweise würde ich den Sternenfackel-Express nehmen oder selbst fahren …
Lynae: Aber da du jetzt ein offizieller Student an der Sternenfackel-Akademie bist, wird dir ein Fahrzeug gestellt. So eine Gelegenheit bietet sich nicht oft. Willst du es probieren?
Rover: Na klar.
Lynae: Okay, dann lass uns dein Fahrzeug holen!
Lynae: Herr S.I.G.M.A.! Das neunte große Rätsel ist hier, um sein Fahrzeug abzuholen.
S.I.G.M.A.: Keine Toleranz für Verkehrsverstöße. Keine Toleranz für die Gefährdung von Leben. Signalgestützte Intelligenz für Geleit, Management und Automation – S.I.G.M.A. – zu euren Diensten.
Lynae: Hä? Das warʼs? Eine ziemlich unspektakuläre Begrüßung heute.
S.I.G.M.A.: In der dieswöchigen Studierendenumfrage hat sie den ersten Platz belegt. Fräulein Lynae, perfektes Timing. Mir ist aufgefallen, dass dein Fahrzeug …
Lynae: ÄHEM! Herr S.I.G.M.A., wir sind hier, um das Fahrzeug des neuen Studenten abzuholen. Wir müssen zum Forschungsinstitut, um seine Kassette zu brennen. Das hat oberste Priorität.
S.I.G.M.A.: … Bestätigt, Rover. Dein Fahrzeug ist bereit. Bitte lies dir die Verkehrssicherheitsbestimmungen von Sternenfackel durch und präge sie dir ein. Kreuze dann „Ich habe sie aufmerksam gelesen“ an und unterschreibe.
Rover:
S.I.G.M.A.: Bitte lies dir alles sorgfältig durch. Verkehrssicherheit ist kein Spiel. Geschwindigkeit ist ein Privileg. Sicherheit ist oberstes Gebot. Regeln sind Gesetz.
Rover:
S.I.G.M.A.: Bitte unterschreibe in 5 Sekunden. 5 … 4 … 3 … 2 … 1 … Bestätigt. Gute Fahrt.
S.I.G.M.A.: … Bestätigt. Danke für deine Kooperation. Gute Fahrt.
Lynae: Super. Auf gehtʼs!
S.I.G.M.A.: Bitte warten. Dialog wird fortgesetzt. Die Scans zeigen, dass dein Fahrzeug in den letzten zwanzig Tagen dreizehnmal zu schnell gefahren ist. Bitte fahr vorsichtig und halte dich an die Verkehrssicherheitsbestimmungen der Akademie.
S.I.G.M.A.: Außerdem fallen deine nicht genehmigten Modifikationen in eine Grauzone der Fahrzeugverordnung. Zu deiner eigenen Sicherheit rate ich dir dringend, derartige Modifikationen zu unterlassen.
Lynae: Ähm … Herr S.I.G.M.A., ich hab doch nur einen Turbolader eingebaut, die Federung optimiert und die Bremsen aufgerüstet. Das verstößt doch wohl kaum gegen die Vorschriften, oder?
Lynae: Außerdem bin ich im Vergleich zu den höheren Semestern, die ihre Fahrzeuge mit Raketen und Antigravitationsreifen ausstatten, praktisch eine Musterstudentin.
Rover:
Lynae: Ja. Ein Student hat sein Motorrad für ein Projekt sogar in einen leichten Panzer umfunktioniert. Er ist damit direkt in eine aktive Leerenwurmzone gefahren.
Rover:
S.I.G.M.A.: Ich muss darauf hinweisen, dass der betreffende Student schwerwiegende Verstöße gegen die Fahrzeugverordnung begangen und Dutzende Schulregeln gebrochen hat. Es wurden strenge Disziplinarmaßnahmen ergriffen.
Lynae: … Die jedoch aufgehoben wurden, weil er wichtige Daten über die Leerenwürmer gesammelt hat.
S.I.G.M.A.: Hm –
Lynae: Das ist unsere Chance. Los!
Begib dich zum Forschungsinstitut mit Lynae.
Lynae: Das Wetter ist richtig schön heute.
Lynae: Wie fühlst du dich? Gewöhnst du dich schon an alles?
Rover:
Lynae: Ja. Nicht schlecht, hm?
Lynae: Ähem, ich werte das als Kompliment für meine Fahrkünste …
Lynae: Aber mal ehrlich, es ist schon ewig her, dass ich das letzte Mal mit jemandem zusammen gefahren bin. So eine Runde mit dir zu drehen? Das macht mich glücklich!
Rover: Fährst du wirklich so gerne?
Lynae: Mh-hmm. Das Dröhnen des Motors, der Wind in meinem Gesicht … Als hätte ich mein Ziel vor Augen und könnte meine eigenen Entscheidungen treffen.
Lynae: Weißt du … Der Himmel von Lahai-Roi mag künstlich sein, aber unter ihm habe ich mehr Freiheit erfahren als je zuvor.
Rover:
Lynae: Ja. Ich meine, man hat nur ein Leben, oder? Das sollte man so leben können, wie man will. Wann man bremst, wann man Gas gibt … Verdammt, selbst die Farbe seines Gefährts sollte man selbst bestimmen können. Dabei ist es völlig egal, ob man ein normaler Mensch oder ein Synchronist ist. Jeder sollte diese Wahl haben.
Lynae: Das ist es, was die Sternenfackel-Akademie für mich ausmacht. Bevor ich hierherkam, hätte ich mir nie vorstellen können, dass es so einen Ort gibt. Voller Menschen, so rein und so ambitioniert …
Lynae: Mit der Entschlossenheit, auf der Suche nach Antworten alles zu geben. Mit dem Glauben, dass sie dem Leerensturm und dem Threnodianer tatsächlich ein Ende setzen können … und vielleicht sogar das Ätherische Meer überwinden, um herauszufinden, wie wahre Freiheit aussieht …
Lynae: Das ist doch schön, oder nicht?
Lynae: Wenn man sieht, wie sie ihre Träume verwirklichen … ist es schwer, sich das nicht auch für sich selbst zu wünschen.
Rover: Aber du studierst doch schon hier. Du hast alles, was du brauchst, um auch deine Träume zu verwirklichen.
Lynae: Ja, du hast recht.
Lynae: … Aber ich muss schon sagen, im Moment bin ich ganz zufrieden.
Lynae: Ach, fast hätte ich es vergessen –
Lynae: Willkommen! Du bist jetzt offiziell ein Student der Sternenfackel-Akademie!
Lynae: Als ich mich das erste Mal vorgestellt habe, ging alles viel zu schnell, deshalb mache ich es noch mal richtig. Ich bin Lynae, im zweiten Jahr des Vorbereitungsprogramms.
Rover:
Lynae: Die Zeit vergeht wie im Flug … Es kommt mir vor, als wäre ich gerade erst angekommen, und jetzt bin ich schon im zweiten Jahr. Hehe, du kannst mich Fräulein Lynae nennen, wenn du möchtest.
Rover: Na dann, schön dich kennenzulernen … Fräulein Lynae?
Lynae: …
Lynae: Bleib vielleicht doch lieber bei Lynae, haha … Diese Förmlichkeiten sind nicht so mein Ding.
Lynae: Okay, dann mal los! Die Straße ruft!
Lynae: Juuhuu –!
Lynae: Erstaunlich, dass du mit mir mithalten kannst … Du bist ziemlich gut im Fahren, oder?
Rover: Ein Kinderspiel.
Lynae: Ah, da ist er! Einer meiner Lieblingstunnel! Bleib dicht hinter mir!
Begib dich zum Forschungsinstitut.
Lynae: Hm? Das ist nicht normal …
Lynae: Aah, pass auf!
Umgehe die Barriere im Tunnel.
Lynae: Puh … Das war ganz schön knapp. Ich sollte das besser der Akademie melden.
Rover: Passiert so was öfter?
Lynae: Ja … Aber es ist trotzdem komisch. Normalerweise räumen die Wartungsbots alles schnell wieder frei.
Lynae: Aber im Ernst, du fährst unglaublich gut! Du warst flink wie ein Wiesel, als du diesen Hindernissen ausgewichen bist!
Gehe zur Station des Forschungsinstituts.
Rover: Lynae?
Lynae: … Was?
Rover: Hast du irgendwas auf dem Herzen?
Lynae: Nicht wirklich. Nur … auf dem Weg hierher dachte ich, ich hätte mehr Leerensturmzonen als sonst gesehen. Das macht mir ein bisschen Sorgen.
Lynae: Aber das ist nicht so wichtig. Das Wichtigste ist, deine Kassette brennen zu lassen.
Lynae: Sieh mal da drüben –
Lynae: Siehst du das schwebende Gebäude neben den Gleisen? Das ist das Spacetrek-Kollektiv. Von hier aus kannst du mit dem Sternenfackel-Express bis ins Gebäude fahren.
Rover:
Lynae: Ja. Sie verbinden Lahai-Roi mit den Frostlanden an der Oberfläche. Aber wegen der vielen Leerenstürme sind Fahrten an die Oberfläche – mit Ausnahme von Versorgungstransporten – vorübergehend ausgesetzt. Alle Züge kehren am Institut wieder um.
Lynae: Okay, ich hab meine Mission erfüllt. Sobald du drin bist, wird dich jemand zum Kassettenbrennraum bringen.
Lynae: Solltest du Fragen haben, wende dich an Frau Professor Mornye. Sie wirkt ein wenig unnahbar, aber glaub mir, sie ist cool. Und eine der wenigen, die bereit ist, mit mir um die Wette zu fahren.
Lynae: Ich würde gerne noch bleiben, aber ich darf nicht noch einen Nachmittagskurs versäumen.
Rover:
Lynae: Nicht der Rede wert. Als ich neu hier war, haben mir die höheren Semester auch gezeigt, wie alles läuft.
Lynae: Nein! Ich bin nur nicht der Typ, der jemanden hängenlässt, nachdem ich ihn angefahren habe.
Lynae: Geh schon! Wenn du fertig bist, zeige ich dir den Campus.
Lynae: … So, jetzt muss ich mich um meine eigenen Sachen kümmern.
Warte auf den Sternenfackel-Express zum Forschungsinstitut.
Wende dich an das Bahnhofpersonal.
Beschäftigter Forscher: … Helios-Parameter … stabil. Hm, die Werte für den Leerensturm gehen wieder hoch? Oh nein, das ist der Bericht von gestern. Puh, mein Kopf … Mein Gehirn kocht gerade Datensuppe.
Rover:
Beschäftigter Forscher: Natürlich … Das sollte die Fehlerquote auf ein Minimum reduzieren … Oh, wie bitte? Kassette?
Beschäftigter Forscher: Das Kassettenarchiv befindet sich gleich hinter dem Portal dort drüben.
Beschäftigter Forscher: … Oh nein, wie ging die Verifizierungsmethode noch mal, die mir vorhin eingefallen ist …
Gehe ins Kassettenarchiv.
Betritt den Raum.
Sieh dich herum.
Unklare Stimme: … Dies ist die Fackel der Zivilisation und der Zukunft. Kopf hoch. Eines Tages werden wir das Ätherische Meer erreichen … und das Universum dahinter.
Unklare Stimme: Das Menü in der Cafeteria ist nicht schlecht diese Woche. Was hältst du davon, wenn wir …
Unklare Stimme: *Bzzt* – Überlass das mir. Wenn du zurückkommst – *Bzzt* –
Unklare Stimme: Die Daten werden nur langsam übertragen. Noch fünf Minuten. Ich bleibe hier. Bring die Studenten in Sicherheit!
Unklare Stimme: Warum funktioniert das *Bzzt* immer noch nicht …?
Mornye: Das sind nur die Server für die Kassettenfrequenzdaten.
Mornye: Hör auf, mit ihnen zu resonieren. Wenn du so weitermachst, löst du noch eine Überlastung aus.
Mornye: … Ganz ruhig.
Rover:
Mornye: … Ja, wir begegnen uns zum ersten Mal. Ich bin Mornye. Forscherin beim Spacetrek-Kollektiv und Professorin an der Sternenfackel-Akademie.
Rover:
Mornye: Hm? Sehe ich nicht so aus?
Mornye: Du bist gekommen, um deine Kassette zu brennen, richtig? Ich bringe dich dorthin.
Rover:
Mornye: Rover … Mmm …
Mornye: Ich weiß.
Folge Mornye in den Kassettenbrennraum.
Rover: Was war das gerade …?
Mornye: Erinnerungen. Erinnerungen von ehemaligen Spacetrek-Forschern, -Mitarbeitern und -Studenten.
Rover:
Mornye: Daten, die auf den Kassetten gespeichert sind. Oder eben Erinnerungen. Sie spielen eine entscheidende Rolle für die Kontinuität des eigenen Bewusstseins. Sie machen uns zu „Menschen“.
Mornye: Lahai-Roi ist ununterbrochen von einem Leerensturm umgeben, einem Nebenprodukt des Threnodianers der Leere. Er hat die Macht, die Frequenz jedes Lebewesens auszulöschen.
Mornye: Um das zu verhindern, hat das Institut Kassetten entwickelt – Geräte, die die Frequenzen und Erinnerungen einer Person erfassen und aufzeichnen, um ihre Existenz zu schützen.
Mornye: Die Kassetten der Verstorbenen werden hier aufbewahrt.
Rover:
Mornye: Wahrscheinlich hast du mit einer der gespeicherten Frequenzen resoniert.
Mornye: Das kommt gelegentlich vor, aber …
Mornye: Wie auch immer. Ich bringe dich erst mal in den Brennraum.
Rover: (Das waren … meine Erinnerungen? Aber die letzte …)
Mornye: Stimmt etwas nicht? Fühlst du dich nicht gut?
Rover: … Nein, mir geht es gut. Das ist also eine Rabelle-Kassette?
Mornye: Ja. Deine Frequenz wurde kopiert und darauf übertragen.
Mornye: Doch bevor du sie einsetzen kannst, muss sie erst noch kalibriert werden. Würdest du sie mir bitte kurz geben?
Foscherin des Brennraums: Hm? Das Geräusch vorhin war also kein Fehler. Dieser Frequenzcode … Genau denselben habe ich in der Datenbank gesehen.
Rover:
Foscherin des Brennraums: Identische Codes haben bei der Übertragung einen Konflikt verursacht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Resonatoren ähnlicher Herkunft ähnliche Codes haben. Aber eine perfekte Übereinstimmung? Das ist äußerst selten.
Foscherin des Brennraums: Und noch seltsamer ist, dass er in keinem offiziellen Archiv zu finden ist. Die Datei ist … leer.
Rover:
Foscherin des Brennraums: Nur ein paar unlesbare Daten. Sie sind nicht beschädigt. Sieht eher aus, als hätte jemand sie gelöscht …
Foscherin des Brennraums: … Hm?
Rover:
Rover: (Könnte es sein, dass sie von mir stammen? Aber wenn ich sie selbst gelöscht habe … warum habe ich dann Spuren hinterlassen?)
Mornye: … Ein Datenfehler. Wenn wir sie überschreiben, sollte das Problem behoben sein.
Foscherin des Brennraums: Ah, verstanden, Frau Professor Mornye.
Mornye: Dieser Frequenz-Kassettenrekorder, kurz FKR, warnt dich, wenn ein Leerensturm aufzieht. Er reduziert auch die Auswirkungen des Sturms und stabilisiert deine Existenz hier in Lahai-Roi.
Mornye: Trage ihn deshalb immer bei dir.
Rover:
Mornye: Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen kann er dich jedoch nicht vollständig schützen. Viele Beobachter und Studenten haben ihre Frequenzen bereits im Sturm verloren.
Rover: Frau Professor Mornye, was meine Frequenz angeht …
Mornye: … Mm, ich habe deinen Bericht gelesen. Im Moment bist du stabil. Gegenüber der Untersuchung bei deiner Einschreibung hat sich deine Rabelle-Kurve stabilisiert. Aber ja, deine Frequenz weist immer noch Anzeichen eines früheren Verlusts auf.
Mornye: Was den Leerenwurm angeht, gibt es keinen Präzedenzfall … Bisher hat nie jemand überlebt, dessen Frequenz verschlungen wurde. Deshalb wissen wir nicht, ob deine wiederhergestellt werden kann.
Mornye: Geh also besser keine unnötigen Risiken ein. Das ist erst mal das Wichtigste.
Rover:
Mornye: Ich verstehe. Ich werde nach allem Ausschau halten, was dir helfen könnte.
Mornye: Du kannst mich alles fragen, was du wissen willst.
Sprich mit Mornye.
Besorgter Forscher: Frau Professor Mornye! Wo bist du? Komm bitte sofort zurück, wenn du kannst! Ahhh, Dr. Anslem, bitte beruhige dich!
Mornye: Was ist los?
Besorgter Forscher: Es geht um den Abschuss der künstlichen Sonne. Die Professoren streiten sich wieder …
Mornye: … Das ist schon das zweite Mal diesen Monat.
Besorgter Forscher: Wir kommen nicht zu Wort. Wir brauchen dich hier …
Mornye: … Nicht, dass meine Anwesenheit etwas ändern würde.
Mornye: Ich bin gleich da. Und du … Vergiss nicht zu atmen.
Mornye: … Tut mir leid. Eine dringende Angelegenheit, um die ich mich kümmern muss.
Rover:
Mornye: Oh, kein Grund, schüchtern zu sein. Wenn du Zeit hast, kannst du mich gerne begleiten.
Mornye: Das Forschungsinstitut steht allen Studierenden der Sternenfackel-Akademie offen. Vielleicht bekommst du ein paar nützliche Einblicke, wenn du dich dort umsiehst.
Gehe zum Labor der künstlichen Sonne.
Rover: Diese künstliche Sonne, von der die Rede war …
Mornye: Einfach gesagt, ist es unser Plan, die „Sonne“, die du am Himmel siehst, zu ersetzen.
Rover: Habt ihr vor, den Antrieb des Exoschreiters zu ersetzen? Geht es darum bei der Sonnenwendzeremonie?
Mornye: Du erinnerst dich … Haben die Schwarzen Küsten dir davon erzählt?
Rover: Die ganze Akademie spricht von nichts anderem.
Mornye: Verstehe. Der Austausch ist unerlässlich, wenn wir den Exoschreiter reaktivieren wollen. Er hat uns so lange geschützt, aber jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen.
Rover: Wie weit ist die Forschung zum Exoschreiter fortgeschritten? Wie viel wissen wir wirklich?
Mornye: …
Mornye: Mehr als du denkst …
Mornye: Ich zeige dir alles, wenn wir im Labor sind.
Höre dem Streit zwischen den Forschern zu.
Nervöser Assistent: Frau Professor Mornye! Wie gut, dass du da bist –
Mornye: Eigentlich –
Mornye: Na gut …
????: Ich verstehe deinen Standpunkt, Professor Anslem.
????: Aber den Berechnungen der Roya zufolge ist dieses Startfenster das beste, das wir seit Jahrzehnten hatten.
Anslem: Wie kannst du dir so sicher sein, Warren? Ihr „optimales Zeitfenster“ basiert auf unverständlichen Runen. Sie haben nicht mal ihre Methode offengelegt. Selbst unsere modernsten Computer konnten ihren Prozess nicht entschlüsseln!
Warren: Die Roya sind unsere Partner, Professor.
Warren: Ihre Berechnungen sind zuverlässig. Wir müssen uns lediglich an unseren Teil der Abmachung halten und dafür sorgen, dass die Sonnenwendzeremonie reibungslos verläuft.
Warren: Nun gut … Ich glaube, dass wir in dieser Situation gut beraten wären, eine dritte Meinung einzuholen.
Mornye: Ich bin geneigt, mit dem ursprünglichen Plan fortzufahren.
Mornye: Aber angesichts der unbefriedigenden Ergebnisse der letzten Simulation verstehe ich die Bedenken von Professor Anslem. Ich werde in den Bjartr-Wald gehen, um mich mit den Heliodischen Sechs zu beraten und die Parameter erneut zu überprüfen.
Warren: Das Wichtigste ist jetzt sicherzustellen, dass das Institut die Daten des Reaktorantriebs rechtzeitig für den Abschuss der neuen Sonne berechnen und kalibrieren kann.
Warren: Wir alle wissen, wie wichtig Hyvatia für diesen Prozess ist, und ich hoffe sehr, dass du mehr Vertrauen in ihn setzt, Anslem.
Warren: Dieses Projekt ist eine gemeinsame Leistung des Kollektivs und der Roya, und die ganze Zukunft von Lahai-Roi hängt davon ab. Ich weiß deine Vorsicht und deinen Stolz auf deine Arbeit zu schätzen, aber bitte fokussiere dich jetzt nicht nur auf die früheren Fehlschläge.
Anslem: Hmpf, das klingt ja alles schön und gut … Aber vergiss nicht, dass ich dich gewarnt habe.
Warren: Bitte verzeih mir meine Direktheit. Ich bin mir sicher, dass Frau Mornye ihre Gründe hat, wenn sie jemanden ins Labor mitbringt.
Warren: Aber ich kenne hier alle außer dir. Würdest du mir sagen, wer du bist?
Rover:
Warren: Ah, du bist also hier, um deine Kassette aufzunehmen? Wobei … angesichts des tobenden Leerensturms …
Mornye: Er wurde von den Schwarzen Küsten empfohlen.
Warren: Die Schwarzen Küsten … Ich verstehe.
Warren: Dann bist du auf die gleiche Weise hergekommen wie Fräulein Chisa?
Warren: Ihr plötzliches Auftauchen in der Akademie hat für ganz schön viel Aufregung gesorgt … Würdest du mir verraten, wie genau ihr hierhergekommen seid?
Warren: Ich habe nicht viel mit der Akademie zu tun. Aber natürlich habe ich gehört, dass jemand wie aus dem Nichts vor dem Tor aufgetaucht ist …
Mornye: Das ist wohl nicht der richtige Zeitpunkt für solche Fragen, Professor Warren.
Warren: Oh … entschuldige bitte. Neugier war schon immer meine zweite Natur.
Warren: Nun, wenn du von den Schwarzen Küsten empfohlen wurdest, bist du sicherlich ein Student.
Warren: Darf ich mich vorstellen? Ich bin Warren, der Leiter dieses Labors.
Warren: Mit Ausnahme der mit „Zutritt verboten“ beschilderten Räume steht Studierenden die gesamte Einrichtung offen.
Warren: Ich bin sicher, Frau Mornye wird dir alles zeigen, aber bitte lasst euch nicht zu viel Zeit. Eine so essenzielle Mitarbeiterin wie sie muss sich auf unser Projekt konzentrieren.
Warren: Meine Arbeit ruft. Ich lasse euch mal allein.
Mornye: Tut mir leid, dass du Zeuge dieses Streits geworden bist …
Mornye: Wie Herr Warren schon gesagt hat, kannst du dich gerne in aller Ruhe umsehen.
Besorgter Forscher: Der letzte Vorschlag ... schaffen wir es überhaupt noch, das finale Testfenster einzuhalten? Ist das nicht ein bisschen zu vorsichtig?
Vorsichtiger Forscher: Aber Professor Anslem hat gerade gesagt, dass es zu radikal ist. Er hat mir gesagt, ich soll es nochmal überarbeiten.
Besorgter Forscher: Ugh ... Na gut. Ich werde den Backup-Plan hier verfeinern. Es gibt noch ein paar Datenpunkte, die ich neu berechnen muss.
Sieh dich im Labor der künstlichen Sonne um.
Rover: Massive Kultivierungstanks beherbergen viele antike Pflanzenarten, die du an der Oberfläche noch nie gesehen hast. Leben war einst selten in diesen unterirdischen Höhlen, bis der Reaktorantrieb hier zündete. Doch im endlosen Streben nach Fortschritt hat das Spacetrek-Kollektiv nicht vergessen, die schlafenden Samen unter den Roya-Frostlanden zu bergen.
Rover: „Aus einem einzigen Tropfen Wasser, einem einzigen Samen, einer einzigen Fackel ... wird das Leben seinen Weg finden.“
Kehre in die Halle des Labors zurück
Mornye: Jetzt, wo du alles über diesen Ort weißt, darf ich dir eine Frage stellen?
Rover:
Mornye: … Möchtest du an der Sonnenwendzeremonie teilnehmen?
Rover: Ich? Aber … ich bin doch erst im ersten Semester.
Mornye: Betrachte es als meine ganz persönliche Einladung.
Mornye: Ich … Ich würde mich freuen, diesen Moment mit dir gemeinsam zu erleben. Den Aufgang der neuen Sonne. Und die Menschheit, wie sie den ersten Schritt in eine neue Zukunft macht, die sie selbst erschaffen und möglich gemacht hat.
Rover:
Rover: Es wäre mir eine Ehre, den Aufgang der neuen Sonne von Lahai-Roi mitzuerleben.
Mornye: Dann ist es abgemacht.
Labor-Forscher: Leerensturm in der Nähe vom Spaltsee entdeckt … Die Messwerte steigen rapide an!
Labor-Forscher: Die Quelle ist … der Hyvatia-Detektor?!
Mornye: Ich möchte einen vollständigen Bericht.
Labor-Forscher: Ja, Professorin. Hyvatia wurde durch den Leerensturm beschädigt. Er ist außer Kontrolle geraten. Die Verteidigungsanlage wurde aktiviert …
Labor-Forscher: Sein Ziel ist … das Institut selbst.
Rover:
Mornye: Der Leerensturm hat den Hyvatia-Detektor beschädigt, einen essenziellen Sensor für den Reaktorantrieb. Er ist von seinem Kurs abgekommen und bewegt sich jetzt auf uns zu.
Mornye: Dieser Oberflächendetektor wurde vom Spacetrek-Kollektiv für die Inspektion und Wartung des Reaktorantriebs gebaut. Er ist unerlässlich für die Datenkalibrierung der Zeremonie. Und jetzt, zum ungünstigsten Zeitpunkt …
Labor-Forscher: Warte … da ist jemand in der Nähe des Detektors! Ist das … eine Studentin?
Labor-Forscher: Was?! Ich habe diesen Befehl nie autorisiert … Mist, ich kann ihn nicht aufheben!
Rover: Wie ist jetzt die Lage?
Mornye: Die Kontamination von Hyvatia hat das höchstmögliche Sicherheitsprotokoll ausgelöst. Bis die Gefahr vorüber ist, sitzen wir alle hier fest.
Mornye: Ich habe versucht, das zu verhindern … aber ich habe keinen Zugriff mehr.
Rover: Dann müssen wir einen Weg finden, um da rauszukommen.
Labor-Forscher: Moment mal … der Hauptzug ist wegen der Abriegelung außer Betrieb!
Rover: Frau Professor Mornye, ich brauche ein Fahrzeug des Instituts.
Mornye: Wir haben Ersatzfahrzeuge am Transfertor. Aber wie willst du dorthin kommen?
Rover: Auf demselben Weg, wie ich reingekommen bin!
Lynae: (Er sollte inzwischen im Institut angekommen sein. Dort besteht keine Gefahr … Ich kümmere mich darum, ohne ihn da mit reinzuziehen.)
Lynae: (Die Nachricht, die ich gerade bekommen habe … Sie ist von der „Kontaktperson“ des Fractsidus.)
Lynae: (Der Leerensturm hätte ihn töten müssen … Und trotzdem empfange ich eine Nachricht von einem „toten“ Mann.)
Lynae: (Jemand anders benutzt seine Kommunikations-ID. Die wissen, was ich getan habe, haben aber meine Tarnung noch nicht auffliegen lassen. Eine Drohung? Oder etwas anderes?)
Lynae: (Das letzte Signal kam aus dieser Gegend.)
Lynae: (Kontaminierte Exoschwärme?)
Lynae: (Besser, ich kümmer mich erst mal um die.)
Besiege die kontaminierten Exoschwärme.
Gehe weiter zur Untersuchung.
Untersuche das seltsame Gerät.
Kontaktperson: Du bist schneller gekommen, als ich erwartet hatte. Keine Eile. Bis zum großen Finale ist noch Zeit.
Lynae: Du …
Lynae: Unmöglich. Wer bist du wirklich?
Kontaktperson: Die arme Kontaktperson des Fractsidus, die du … „erledigt“ hast?
Kontaktperson: Oder … nur ein unschuldiger Forscher?
Kontaktperson: Das liegt ganz bei dir, Lynae – wer du sein willst und was du bereit bist zu verlieren.
Lynae: …
Kontaktperson: Dieser Blick … Wie ich sehe, bist du dir immer noch nicht sicher. Ich könnte dir weiterhelfen.
Lynae: Verschone mich. Was auch immer du vorhast, ich werde es verhindern.
Kontaktperson: Ach so? Die „namenlose Flüchtige“ ist jetzt also die „unsichtbare Wächterin“?
Kontaktperson: Wenn du mich verrätst, wird das Spacetrek-Kollektiv auch hinter dir her sein. Sag mir, Lynae, bist du wirklich so entschlossen, wie du denkst?
Kontaktperson: So oder so, du bist ein Problem. Deshalb habe ich hier ein kleines Abschiedsgeschenk für dich … eines, das zu deiner neuen Rolle passt.
Kontaktperson: Das gleiche Geschenk, das du schon immer bekommen hast – „Zweifel“ und „Isolation“.
Lynae: … Pass auf! Du musst hier weg!
Halte Hyvatia zurück, die die Kontrolle verloren hat
Dozentin: Die Akademie hat den Vorfall untersucht, Professor Warren. Wir teilen zwar deine Besorgnis über den Verlust des Instituts, aber eine einzelne Studentin dafür verantwortlich zu machen –
Warren: Was hast du gemacht, als Hyvatia außer Kontrolle geraten ist, Lynae? Warum warst du während des Unterrichts am Institut?
Lynae: … Ich habe Rover zum Institut begleitet, um seine Kassette zu brennen.
Lynae: Auf dem Rückweg zur Akademie habe ich dann ungewöhnliche Frequenzausschläge und kontaminierte Exoschwärme in der Nähe des Spaltsees bemerkt.
Lynae: Noch bevor ich reagieren konnte, war ich umzingelt. Ich habe versucht, die Akademie zu erreichen, aber der Leerensturm hat die Kommunikation blockiert.
Lynae: Die Überreste der Exoschwärme sollten noch da sein. Ich nehme an, die Akademie untersucht sie bereits?
Warren: Es wurden keine solchen Überreste gefunden, Lynae. Es wird dir nicht helfen, wenn du dir Geschichten ausdenkst.
Lynae: … Das ging schnell.
Lynae: Was ist mit den Überwachungskameras? Die sollten trotz der Interferenzen durch den Leerensturm funktionieren. Die müssten die Exoschwärme aufgezeichnet haben, bevor die Lage eskaliert ist.
Warren: Das haben sie nicht. Und auch du bist auf den Aufnahmen nicht zu sehen. Ich frage mich, was du zu diesem Zeitpunkt gemacht hast. Vielleicht hast du versucht, die Kameras zu umgehen?
Rover: Wenn jemand die Aufzeichnungen manipuliert hat, könnte es sein, dass sie rausgeschnitten wurde.
Warren: Möglich. Aber das setzt voraus, dass sie und die Exoschwärme wirklich dort waren.
Dozentin: Da niemand das bestätigen kann, sollten wir erst mal überprüfen, ob an den Aufzeichnungen herumgepfuscht wurde.
Warren: Ich schlage vor, dass wir die Untersuchung ausweiten. Erinnert ihr euch an die Sicherheitslücke in der Datenbank? Vielleicht sind mehr Aufzeichnungen betroffen als nur die von heute.
Dozentin: Du meinst die Sicherheitslücke, die einen Fehler im System aufgedeckt hat? Möglich.
Frau Voss: Hast du noch irgendwas zu ergänzen, Lynae? Keine Sorge, wir wollen dir helfen.
Lynae: … Nein.
Dozentin: Dann verlass bitte bis zum Abschluss der Untersuchung nicht das Gelände der Akademie.
Warren: Übrigens, Lynae. Du kommst aus der Neuen Föderation, oder?
Lynae: Ja, und?
Warren: Ach nichts. Mir ist nur aufgefallen, dass du auch in den Semesterferien an der Akademie bleibst. Wolltest du gar nicht nach Hause?
Lynae: Danke der Nachfrage, Professor. Ich melde mich bei meinen Eltern, so oft ich kann. Wenn du darauf hinauswillst, dass ich irgendwelche geheimen Pläne habe, muss ich dich leider enttäuschen.
Warren: Ganz und gar nicht. Ich frage mich nur, ob du vielleicht gar nicht zurück möchtest.
Lynae: Ich glaube, das geht nur mich etwas an, Professor.
Frau Voss: Vergeuden wir keine Zeit mehr, Professor Warren.
Lynae: … Puh.
Lynae: Danke … dass du für mich eingestanden bist.
Rover:
Rover: Was war das für ein Gerät, das du in der Hand hattest, als Hyvatia außer Kontrolle geraten ist?
Lynae: Du kommst direkt zur Sache, hm? Ich dachte, du würdest es wie die anderen einfach durchgehen lassen.
Rover: Eher unwahrscheinlich.
Lynae: Gut … du bist immer noch du selbst.
Rover: Was hast du wirklich vor?
Lynae: … Lass uns woanders reden. Hier fühle ich mich so eingeengt.
Gehe zur Terrasse.
Folge Lynae.
Rover: Du bist keine normale Studentin, oder?
Lynae: Ich hab mir immer gewünscht, eine normale Studentin zu sein. Aber … tja.
Lynae: Hast du schon mal darüber nachgedacht, alles hinter dir zu lassen? Die Verantwortung, die Geheimnisse, die du mit niemandem teilen kannst, die ständige Last auf deinen Schultern … einfach zu verschwinden und ein unbeschwertes Leben zu führen wie alle anderen?
Rover: …
Lynae: Ach, das war nur so ein Gedanke. Ich weiß, dass du das nie zugeben würdest, selbst wenn du es dir schon mal gewünscht hast. Nicht jemand wie du.
Lynae: Aber ich bin nicht wie du. Ich … möchte einfach nur so sein wie die anderen Studierenden hier.
Frage Lynae.
Lynae: Ha … hier komme ich immer hin, wenn ich ein bisschen Ruhe brauche.
Lynae: … Du willst wissen, wer ich wirklich bin, damit du verstehst, was es mit dem Zwischenfall auf sich hat, oder?
Lynae: Ich werde es dir verraten … unter einer Bedingung: Du musst mir versprechen, dass ich hierbleiben darf. An der Akademie. Als Studentin.
Rover: Ist dir das wirklich so wichtig?
Lynae: … Ja. Mehr als ich in Worte fassen kann.
Rover: …
Lynae: Ich deute dein Schweigen mal als Ja.
Lynae: Also, du kennst doch sicher die alten Geschichten über „Rollentausche“, oder?
???: Hauptquartier … hier ist Lynae …
???: Tut mir leid … Aufseher … wir sind … in einen Hinterhalt geraten …
???: Keine Sorge … ich werde es rechtzeitig zur Sternenfackel-Akademie in Lahai-Roi schaffen …
???: Ich werde die Mission erfüllen … die mir vom Großen Architekten anvertraut wurde …
Lynae: Spoileralarm: Sie haben ihre Mission nicht erfüllt.
Rover:
Lynae: Professor Warren weiß, dass ich aus der Neuen Föderation komme, aber er weiß nicht, aus welchem Teil.
Lynae: Man nennt ihn die „Gesetzlose Zone“. Sagen wir einfach … da wird im Durchschnitt alle drei Tage Blut vergossen. Und da bin ich aufgewachsen.
Lynae: Ich hatte Talent, und die Neue Föderation hat es erkannt. Sie hat mich eingesetzt. Inoffiziell. Für ihre Drecksarbeit.
Lynae: Und dann passierte es … Es war ein glücklicher Zufall, aber ich witterte meine Chance.
Lynae: … Ein Zulassungsbescheid für die Sternenfackel-Akademie in Lahai-Roi.
Rover:
Lynae: Die Aufnahme von der Kontaktperson der echten Lynae, die ich dir vorgespielt habe, habe ich an der Akademie gefunden.
Lynae: So habe ich schnell herausgefunden, dass sie von Anfang an keine normale Studentin war.
Lynae: Ich bin trotzdem nach Lahai-Roi gekommen.
Lynae: Alles hier … ist so anders als in der Neuen Föderation. Wenn die Leute hier aufwachen, sich die Zähne putzen und in den Spiegel schauen, fragen sie sich nicht, wer sie sind. Sie wissen es einfach.
Rover: Und du willst dazugehören.
Lynae: Hör mal, der Fractsidus ist eine Gefahr für mein Leben hier an der Akademie. Und er ist auch dein Feind.
Lynae: So wie ich das sehe, haben wir etwas gemeinsam. Wir sollten zusammenarbeiten.
Rover: … Eine „Studentin“ würde so aber nicht reden.
Rover: Nehmen wir an, wir lösen das Problem. Glaubst du, du wirst danach dein wahres „Ich“ im Spiegel sehen können?
Lynae: …
Rover: Nichtsdestotrotz weiß ich, worauf es ankommt.
Rover: Ich habe mich vor Warren für dich eingesetzt, weil ich entschieden habe, dir zu vertrauen. Und dazu stehe ich.
Lynae: Ha … weißt du, manchmal klingst du echt wie ein Lehrer.
Lynae: Na gut, dann lass es mich anders formulieren.
Lynae: Ich mag diese Schule. Ich hab hier nette Leute kennengelernt, die mich wie eine Freundin behandeln. Leute, die es wert sind, beschützt zu werden.
Lynae: Deshalb hoffe ich, dass du mir hilfst, herauszufinden, was der Fractsidus hier in Lahai-Roi will, Rover.
Rover: Packen wirʼs an. Gemeinsam.
Lynae: Puh … Diese Worte habe ich viel zu lang mit mir herumgetragen. Es fühlt sich gut an, sie endlich mal auszusprechen.
Lynae: Was unsere erste Spur angeht …
Rover:
Lynae: Hmm … Wir wissen, dass Hyvatias Fehlfunktion und die kontaminierten Exoschwärme mit dem Gerät zusammenhängen, das ich gefunden habe.
Lynae: Die Technologie sieht aus, als stamme sie von der Akademie … Vielleicht finden wir im Labor der Ingenieurabteilung etwas heraus.
Rover: Aber warum sollte die Akademie zulassen, dass so etwas Gefährliches im Umlauf ist?
Lynae: Vielleicht ist es getarnt. Oder vielleicht hatte sein Hersteller freien Zugang zu den Ressourcen der Abteilung.
Lynae: Immerhin könnte diese „Kontaktperson“, die mir meine Aufträge erteilt hat, immer noch in der Akademie sein.
Rover:
Lynae: Bist du bereit? Ich kenne eine Abkürzung.
Rover:
Lynae: Hier entlang!
Untersuche die Aufzeichungen der Ingenieurabteilung.
Lynae: … Gefunden. Das war ziemlich gut versteckt.
Lynae: Wie ich schon dachte, ist die Aufzeichnung nicht im üblichen Verzeichnis gespeichert. Sie ist dreifach verschlüsselt und als normale Systemdatei getarnt.
Rover: Das heißt … dass jemand dieses Gerät mithilfe der Ausrüstung dieser Abteilung hergestellt hat?
Lynae: Korrekt. Ich habe das Gerät gescannt. Von außen sieht es wie ein gewöhnlicher Kalibrator aus, aber innen ist es etwas völlig anderes.
Lynae: Kurz gesagt, es speichert und verstärkt einen winzigen Teil der Leerensturmfrequenz, gerade genug, um Geräte, die mit Exoschreiter-Technologie entwickelt wurden, durcheinanderzubringen.
Rover: Geräte, die mit Exoschreiter-Technologie entwickelt wurden …
Lynae: Und hier kommt der Knackpunkt. Wer auch immer dieses Gerät hergestellt hat, kann es aus der Ferne steuern.
Rover: Es kann also jederzeit wieder aktiviert werden.
Lynae: Ganz genau. Es ist buchstäblich eine tickende Zeitbombe.
Lynae: Du fragst dich sicher, warum ich es nicht der Akademie übergeben habe, oder? Bevor wir die „Kontaktperson“ des Fractsidus identifiziert haben, werde ich es nicht aus den Augen lassen.
Lynae: Zuerst müssen wir die Bedrohung neutralisieren. Mit den Informationen zu seinem Herstellungsprozess und den Gerätedaten kann ich versuchen, die Berechtigungen des Geräts zu überschreiben. Vielleicht kann ich es so einstellen, dass es nur aktiviert wird, wenn es mit mir resoniert.
Lynae: Allerdings muss es während des Vorgangs neu starten … und, äh, es könnte ziemlich laut hier werden.
Rover: Du meinst, das wird sich auf die Mechas hier auswirken?
Lynae: Ja. Deshalb musst du sie während des Vorgangs … in Schach halten.
Rover: Klar, ich halte dir den Rücken frei.
Lynae: Okay – los gehtʼs!
Lynae: Hm, jemanden zu haben, der mir den Rücken freihält … Gar nicht schlecht.
Halte die Exoschreiter-Mechas zurück, die die Kontrolle verloren haben.
Lynae: Schnell und sauber.
Lynae: Ich habe die Berechtigungen überschrieben. Jetzt müssen wir uns keine Sorgen mehr machen, dass es ferngesteuert werden könnte. Gut, dass wir das noch rechtzeitig geschafft haben …
Rover:
Lynae: Ha, du hast mich erwischt. Es ist eine Weile her, dass ich so was gemacht habe. Ich bin ein bisschen aus der Übung.
Lynae: Wenn man zu lange in seiner Komfortzone bleibt, wird man irgendwann nachlässig, und man merkt es nicht mal … Früher hätte ich das in 28 Sekunden erledigt.
Rover:
Lynae: Ja … der Neustart der automatischen Verteidigungsanlage dauert maximal 28 Sekunden.
Lynae: … Meinst du?
Lynae: Ähm … Entschuldige, zurück zum Thema. Beim Stöbern in der Datenbank ist mir was aufgefallen.
Lynae: Die Sicherheitsprotokolle der Maschinen der Akademie und der Leerenmaterie-Barriere haben ungewöhnliche Zugriffe aufgezeichnet. Jemand hat die Protokolle als Administrator ausgeführt.
Lynae: Außerdem … enthalten die Daten des Geräts drei Frequenz-Wellenformen. Eine ist die von Hyvatia. Die anderen beiden … kann ich nicht zuordnen.
Rover:
Lynae: Ähm … Haha, ich, äh … stöbere nur manchmal gerne im Forum der Akademie …
Lynae: Ähem … na gut. Ich wurde mal damit beauftragt, mich in die Datenbank des Instituts zu hacken und Hyvatias Kalibrierungsdaten zu manipulieren.
Lynae: Aber ich hab nichts geändert. Ich hab nur ein paar Emojis eingefügt und eine Notiz hinterlassen, in der ich ihnen geraten hab, ihre Verschlüsselung zu aktualisieren.
Lynae: … Das ist aber ziemlich nach hinten losgegangen. Ich wurde gemeldet.
Rover:
Rover: Zurück zu den Wellenformen … Wenn eine davon Hyvatias ist, sind die anderen beiden doch sicher die Ziele für das nächste „Experiment“.
Lynae: Ich glaube, du hast recht. Dann müssen wir herausfinden, wozu diese Wellenformen gehören. Vielleicht finden wir etwas dazu in den ökologischen Studien von Lahai-Roi.
Lynae: Dann lass uns zum Spacetrek-Archiv gehen.
Begib dich zum Spacetrek-Archiv.
Lynae: Ähm, ich möchte dir I.R.I.S. vorstellen. Sie ist –
Rover:
Lynae: So ist es! Sie ist die Administratorin des Archivs und dafür zuständig, alle Daten hier zu indexieren. Man könnte sagen, sie ist eine sehr verlässliche Archivarin.
I.R.I.S.: Hallo, ich bin I.R.I.S., die Recherche-KI des Spacetrek-Archivs.
I.R.I.S.: Fräulein Lynae und … Rover, wie kann ich euch heute helfen?
Lynae: Du siehst erschöpft aus. Ist alles in Ordnung, I.R.I.S.?
I.R.I.S.: Das Archiv hat kürzlich einen Datenverlust erlitten, deshalb führe ich im Hintergrund eine Systemwartung durch. Aber keine Sorge, Routineabfragen sind weiterhin möglich.
Lynae: … Wir sind auf der Suche nach Informationen zu diesen Wellenformdaten.
I.R.I.S.: Suche läuft … 3.281 passende Einträge gefunden. Soll ich sie alle auflisten?
Lynae: Das sind ganz schön viele … Bitte füge die folgenden Stichwörter hinzu: „Leerensturm“ und „Exoschwarm-Kontamination“.
I.R.I.S.: Verstanden … Ergebnis wurde auf 324 passende Einträge eingegrenzt.
Rover:
I.R.I.S.: … Jetzt sind es nur noch 3 Ergebnisse.
Lynae: Viel besser. Wir sollten sie aufteilen und durchsehen.
I.R.I.S.: Die Speicherorte dieser Dateien wurden markiert. Braucht ihr sonst noch etwas? Vielleicht … ein paar Tipps für euren Akademiealltag?
Rover:
I.R.I.S.: Nennt Herrn S.I.G.M.A. niemals „Traffic Illuminator“, wenn ihr keine Lust auf eine 10-minütige rasante Verfolgungsjagd habt.
I.R.I.S.: … Hm, schade.
Sammle Informationen über den Leerensturm.
Rover: „Bestimmung der Kontaminationsschwellenwerte für Exoschwärme mittels Synchronbeschleunigern: Tensorrenormierung der Frequenz des Leerensturms“ …
Rover: Sieht aus wie eine Abhandlung über die Auswirkungen des Leerensturms auf Exoschwärme.
Rover: … Ich verstehe kein Wort.
Rover: Aber wenn ich die Wellenform, die Lynae gefunden hat, mit den Daten in der Abhandlung vergleiche …
Rover: … Dann gehört sie einem Leerenwurm.
Sammle Informationen über das Gerät.
Rover: „Fertigungshandbuch für das Verstärkungsmodul des Leerenmaterie-Sturmbeobachters (v3.12)“ …
Rover: … Das ist das Originalhandbuch für das Gerät, das Lynae gefunden hat.
Rover: Könnte nützlich sein.
Diskutiere über die Ergebnisse mit Lynae.
Lynae: Wie läuftʼs bei dir?
Lynae: Ich hab fast nur Informationen gefunden, die wir schon wussten: ungewöhnliche Leerensturmzyklen und Geräte des Instituts, die ohne Grund verrückt spielen …
Rover:
Lynae: Ein Leerenwurm? Könnte es sein …
Lynae: … Dass sie vorhaben, mit dem Gerät einen Angriff eines Leerenwurms zu provozieren? Wenn ja, dann ist ihr Ziel …
Rover: Das Forschungsinstitut.
Lynae: Das ist das wahrscheinlichste Ziel. Mit dem Großschwert dort halten sich Leerenwürmer normalerweise vom Institut fern. Aber bevor Hyvatia außer Kontrolle geraten ist, habe ich in der Nähe etliche Überreste von kontaminierten Exoschwärmen gesehen.
Lynae: Sieht aus, als wären die kontaminierten Exoschwärme und Hyvatia nur Tests für den eigentlichen Plan gewesen.
Lynae: Wie dem auch sei, ihr wahres Ziel ist es, einen Leerenwurm zu kontrollieren, um das Institut anzugreifen.
Lynae: Leerenwürmer entstehen unter dem Einfluss der Energie des Threnodianers. Mit anderen Worten: Solange der Leerensturm und der Threnodianer existieren, können sie nicht wirklich vernichtet werden …
Lynae: Das ist kein Problem, das wir mit einer schnellen Lösung beheben können.
Rover:
Lynae: Das überlasse ich dir. Was mich betrifft … ich habe noch eine andere Sache zu erledigen.
Rover:
Lynae: Die Herstellungsplattform der Ingenieurabteilung verfügt über eine Fertigungsstraße. Der Fractsidus muss noch mehr von diesen Geräten haben.
Lynae: Wenn sie sie aktivieren, um einen Leerenwurm zum Institut zu locken … brauchen wir einen Plan B.
Lynae: Mit dem Fertigungshandbuch, das du gerade gefunden hast, kann ich die Leistung unseres Geräts um das Zwei- bis Dreifache erhöhen. Dann haben wir einen stärkeren Köder, falls ein Leerenwurm hier auftaucht.
Lynae: Das Spacetrek-Kollektiv hat in aktiven Leerenwurmzonen spezielle Fallen und Verteidigungssysteme eingerichtet. Wenn wir ihn dorthin locken, können wir ihn davon abhalten, das Institut anzugreifen.
Rover:
Lynae: Wie gesagt, das ist auch nur Plan B. Wenn du das Rektorat warnst, werden sie Gegenmaßnahmen parat haben.
Lynae: Außerdem bin ich die Einzige, die das Gerät steuern kann, da ich die Berechtigungen überschrieben habe … was mich direkt mit der Fehlfunktion von Hyvatia in Verbindung bringt. Also ja, ich würde es lieber nicht benutzen.
Lynae: Hmm, ist es schon so weit …? Wir sollten uns auf Ärger gefasst machen.
Rover:
Lynae: Mittlerweile haben sie sicher gemerkt, dass ich die Berechtigungen des Geräts überschrieben habe.
Lynae: Unsere „Kontaktperson“ wird das nicht einfach so hinnehmen.
Verlasse das Spacetrek-Archiv.
Dozent: Lynae, die Akademie leitet weitere Untersuchungen bezüglich der Fehlfunktion von Hyvatia ein und bittet um deine Anwesenheit.
Dozent: Darüber hinaus haben wir eine anonyme Meldung erhalten, der zufolge eine Vorstrafe und eine Gefängnisstrafe für eine Person namens „Lynae“ vorliegen, die weitgehend mit deiner Identität übereinstimmt. Das gibt Anlass zur Sorge, dass du deine Zulassungsunterlagen gefälscht haben könntest.
Rover: …
Dozent: Bitte kooperiere mit uns.
Lynae: Ich werde alle eure Fragen beantworten, aber Rover hat nichts mit alledem zu tun. Er hat sich heute erst eingeschrieben.
Dozent: … Also gut. Bitte kehre in dein Wohnheim zurück und warte dort auf weitere Anweisungen. Solltest du das Wohnheim in dieser Zeit ohne Erlaubnis verlassen, wird das als Verstoß gegen die Vorschriften der Akademie gewertet.
Lynae: (Tut mir leid … Ich zähle für den Rest auf dich.)
Begib dich zur Krankenstation und rede mit Dr. Herssen.
Luuk Herssen: Ah, was für ein seltener Gast. Ich hatte angenommen, dass du mit dem Leerensturm, den Leerenwürmern und deiner Zulassung zu beschäftigt sein würdest, um vorbeizuschauen.
Rover: Der Fractsidus hat Kontakte innerhalb der Akademie. Die planen einen Angriff auf das Forschungsinstitut.
Luuk Herssen: Das sind … überraschende Neuigkeiten.
Luuk Herssen: Und was brauchst du von einem Campus-Doktor wie mir? Oder … sollte ich fragen, warum kommst du damit zu mir?
Rover: … Weil ich neu an der Akademie bin. Frau Professor Mornye ist nicht da, und ich weiß nicht, ob ich die Nachricht an jemanden weitergebe, dem ich vertrauen kann.
Luuk Herssen: Und du vertraust mir?
Rover: Du hast mir bei unserem ersten Treffen ein Zeichen gegeben, oder? Du hast „Willkommen zurück“ gesagt und mich als Blütenträger der Schwarzen Küsten erkannt – das steht nicht in meinen offiziellen Unterlagen. Du weißt mehr über mich, als aus den Unterlagen hervorgeht.
Rover: Und Chisa hat erwähnt, dass ich die Akademie damals überstürzt verlassen habe … Also muss mir jemand geholfen haben, meine Spuren zu verwischen.
Rover: Außerdem hast du dich mir gegenüber nicht so verhalten, als hätten wir uns zum ersten Mal getroffen.
Luuk Herssen: Hm, eine interessante Theorie. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich folgen kann. Was ich wissen möchte, ist … Was brauchst du von mir?
Rover: (Du gibst es also nicht zu … Na schön, wir haben gerade keine Zeit für Spielchen.)
Rover:
Luuk Herssen: Ich verstehe … also gibt es Schwindler in der Akademie.
Luuk Herssen: Ein Angriff des Leerenwurms auf das Forschungsinstitut … Das muss Teil eines größeren Plans sein. Die Fehlfunktion von Hyvatia, die ungewöhnlichen Leerenstürme … Ich fürchte, das hängt alles zusammen.
Luuk Herssen: Keine Sorge, ich kümmere mich um das Institut. Was auch immer du herausfindest oder unternimmst, ich werde mich nicht einmischen.
Luuk Herssen: Ich unterstütze dich, wenn es soweit ist.
Luuk Herssen: … Jetzt geh und tu, was du tun musst.
Rover: Falls Lynae recht hat und der Fractsidus die Akademie infiltriert hat, muss ich aufpassen, wen im Institut ich warne.
Rover: Ich brauche jemanden … dem ich vertrauen kann.
Rover: … Sieht aus, als müsste ich noch mal zur Krankenstation.
Lies Lynaes Nachricht.
Besuche Lynae im Studentenwohnheim.
Frage die Wohnheimverwalterin.
Wohnheimverwalterin: Hallo. Kann ich dir irgendwie weiterhelfen?
Rover:
Wohnheimverwalterin: Lynae? Sie ist gerade nicht im Wohnheim. Möchtest du eine Nachricht hinterlassen?
Wohnheimverwalterin: Moment mal … bist du Rover?
Rover:
Wohnheimverwalterin: Lynae hat mich gebeten, dir zu sagen, dass du in ihrem Zimmer warten sollst, falls du sie besuchen kommst.
Rover:
Wohnheimverwalterin: Nein … Sie hat eine dringende Nachricht von der Akademie bekommen und nicht viel gesagt, als sie gegangen ist.
Wohnheimverwalterin: Es ist ungewöhnlich, sie so niedergeschlagen zu sehen. Ich hoffe, dass sich alles für sie zum Guten wendet.
Wohnheimverwalterin: Hier ist übrigens ihre Zimmernummer.
Rover:
Gehe ins Lynaes Zimmer.
Betritt Lynaes Zimmer.
Warte auf Lynae.
Lynae: … Hey, sieh mal an, wer da ist! Wie ist die Lage?
Rover: Ich habe Dr. Herssen und Professorin Mornye über die Situation informiert. Sobald das Institut die Warnung erhält, werden entsprechende Vorbereitungen getroffen.
Rover: Was der Fractsidus vorhat, ist noch unklar, also sollten wir nichts überstürzen. Falls wir weitere Nachforschungen anstellen wollen, werde ich mich darum kümmern.
Lynae: Mm, im Moment fällt mir nichts ein. Aber da du schon mal da bist, könnten wir vielleicht ein bisschen reden.
Lynae: … Entschuldige die Unordnung. Ich hätte wirklich noch aufräumen sollen.
Lynae: Weißt du, damals in der Neuen Föderation bestand mein Zimmer nur aus einem Bett, einem Stuhl, einem Schreibtisch … und meinen Waffen.
Lynae: Wir Söldner? Wir haben keine Ahnung, wie ein „normales Leben“ aussieht. Wir wissen nur, wie man überlebt. Deshalb lassen wir uns nie irgendwo nieder. Was keine Ausrüstung oder Waffe ist, ist für uns nur Ballast.
Lynae: Aber … je mehr „Ballast“ ich hier ansammle, desto mehr wird mir klar, wie viel mir dieser Ort bedeutet.
Lynae: Anfangs war die Akademie für mich nur ein Weg, meine Vergangenheit als Söldnerin hinter mir zu lassen. Der Preis war mir egal. Deshalb hab ich die Gelegenheit ohne zu zögern genutzt.
Rover: Die Sternenfackel-Akademie … Sie ist dir wirklich wichtig, oder?
Lynae: Mm-hmm. Jeder Tag hier ist ein Geschenk! Ich kann meine Welt selbst gestalten, mit meinem Motorrad unter der Sonne herumdüsen, Dinge lernen, die ich nie für möglich gehalten hätte …
Lynae: Dieser Ort mag unter dem Eis liegen, aber er fühlt sich heller und freier an als jeder andere Ort, an dem ich je war.
Rover: Was diese anonyme Meldung zu „Lynaes“ Vor- und Gefängnisstrafen angeht … Um wen geht es da wirklich?
Lynae: Die „Lynae“ des Fractsidus.
Lynae: Die Söldner der Neuen Föderation arbeiten größtenteils für die Regierung. Nachdem ich ihre Identität angenommen und meinen Tod vorgetäuscht hatte, wurden alle meine Söldnerakten vernichtet.
Lynae: Wenn ich so darüber nachdenke, ist es irgendwie lustig … Ich kann nicht mal mehr beweisen, wer ich wirklich bin.
Lynae: … Aber welche „Lynae“ ich auch bin, ich gehöre nicht hierher.
Lynae: Trotzdem … weiß ich sehr zu schätzen, was du für mich getan hast.
Lynae: Danke. Dass du dich für mich eingesetzt hast, und das gleich zweimal. Und … danke, dass du mir vertraut hast.
Lynae: Es ist selten, dass Vertrauen nicht an Verträge gebunden ist.
Rover:
Lynae: Ich bin keine Studentin mehr.
Lynae: Die Akademie hat mir gerade das Ergebnis der Untersuchung mitgeteilt.
Lynae: Sie werfen mich raus und schicken mich zurück zur Neuen Föderation. Wenn ich die Entscheidung akzeptiere, muss ich entweder meine alte Arbeit wieder aufnehmen … oder den Rest meines Lebens hinter Gittern verbringen.
Lynae: Mir gefällt keine dieser Optionen.
Lynae: Deshalb … ist das jetzt meine letzte Chance zu verschwinden, bevor die Akademie mich endgültig einsperrt.
Lynae: Ich habe nie hierhergehört. Dieses gestohlene Leben an der Akademie musste früher oder später enden.
Rover: … Glaubst du das wirklich?
Lynae: … Tut mir leid, aber ich muss los.
Rover: … Der Leerenwurm. Und das Ziel ist … Nein, nicht das Forschungsinstitut. Er steuert auf die Akademie zu.
Rover: … Lynae?
„Will ich wirklich … einfach weglaufen?“
Verlasse das Studentenwohnheim.
Übertragung: Achtung an alle Fakultätsmitglieder und Studierenden: Krisenprotokoll Drei ist jetzt in Kraft! Der Leerensturm hat das Gelände der Akademie erreicht. Die Schutzbarriere wird in 100 Sekunden vollständig aktiviert.
Übertragung: Sämtliches Personal wird gebeten, der nächstgelegenen Evakuierungsroute zu folgen. Begebt euch umgehend zu euren zugewiesenen Bunkern. Ich wiederhole: Begebt euch umgehend zu den Bunkern!
Rover: (Lynae … Ist sie wirklich gegangen?)
Rover: (… So oder so, jetzt geht es nur darum, zu verhindern, dass die Lage weiter eskaliert. Sie hat gesagt, dass der Fractsidus sich nicht nur auf ein Gerät verlassen würde.)
Rover: (Da sie den Köder fernsteuern kann, ist die Person, die den Leerenwurm lenkt, womöglich gar nicht auf dem Campus.)
Rover: (Und dass ich sie in diesem Chaos aufspüren kann, ist eher unwahrscheinlich. Den Leerenwurm wegzulocken, ist wohl immer noch die beste Option.)
Rover: (… Er hat meine Frequenz schon einmal absorbiert. Vielleicht kann ich seine Wellenlänge nutzen, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.)
Mornye: Ich binʼs, Rover. Dr. Herssen hat mich über die aktuelle Lage informiert –
Rover: Tut mir leid, Frau Professor Mornye, dafür ist jetzt keine Zeit. Ich brauche die Position der Verteidigungssysteme des Instituts gegen Leerenwürmer. Ich werde ihn dahinlocken.
Mornye: Woher weißt du –
Mornye: … Verstanden. Ich schicke dir die Koordinaten auf dein Terminal. Aber hör mal, die meisten Institutssysteme sind ausgefallen. Durch den Leerensturm haben wir den Fernzugriff von mehreren Standorten aus verloren. Es wird eine Weile dauern, sie neu zu starten.
Mornye: Im Moment können die Anlagen nur durch eine manuelle Kalibrierung vor Ort aktiviert werden.
Rover: Verstanden. Ich werde einen Weg finden, den Leerenwurm dahin zu locken.
Mornye: Es gibt drei Anlagen. Sobald du alle kalibriert hast, werden sie sich synchronisieren und den Leerenwurm fixieren.
Rover: Verstanden.
Mornye: Bitte … sei vorsichtig.
Locke den Leerenwurm zur Verteidigungsanlage.
Bezwinge den Leerenwurm.
Kehre zur Akademie zurück.
Lynae: Puh … Die Akademie ist in Sicherheit. Gott sei Dank.
Überraschende Studentin: Es sind sie! Sie sind zurück!
Lynae: Wow... so viele Leute hier.
Journalistin: Es ist also wahr. Der Dunkle Blitz ist an der Sternenfackel-Akademie! Kannst du uns von deinem epischen Kampf mit dem Leerenwurm erzählen?
Lynae: Dunkler … Blitz?
Rover:
Journalistin: Jedenfalls waren eure Taten legendär!
Lynae: …
Lynae: Tut mir leid, Leute. Ich muss den Vorfall mit dem Leerenwurm erst mal der Akademie melden.
Lynae: … Wenn das erledigt ist, erzähle ich euch alles, was ihr wissen wollt. Versprochen.
Mitarbeiterin des Studiendekanats: … Du weißt sicher, warum wir hier sind, Lynae.
Lynae: Ja, ich weiß. Ich studiere nicht mehr an der Sternenfackel-Akademie. Regeln sind Regeln, und ich muss zur Neuen Föderation zurückkehren.
Lynae: Das ist es doch, oder?
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Wir haben uns die ganze Sache noch mal angesehen. Was auch immer passiert ist … die Akademie weiß deine Tapferkeit sehr zu schätzen. Tatsache ist, dass wir unsere Studierenden niemals einer solchen Gefahr hätten aussetzen dürfen.
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Es ist unsere Pflicht, euch nicht ins kalte Wasser zu werfen, sondern euch zu beschützen, während ihr lernt, euch selbst zu verteidigen.
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Wie du gesagt hast, Lynae, du studierst nicht mehr an der Sternenfackel-Akademie.
Lynae: … Ja, ich weiß.
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Wenn du also hier studieren möchtest, musst du die Aufnahmeprüfung bestehen.
Lynae: … Was?
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Natürlich musst du dich dieses Mal unter deinem echten Namen einschreiben.
Rover: Das heißt … du kommst zurück an die Akademie.
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Allerdings. Aber vor der Zulassung müssen wir noch eine weitere Untersuchung durchführen.
Lynae: Ich bin bereit für die Untersuchung! Und für die Aufnahmeprüfung auch!
Mitarbeiterin des Studiendekanats: Also gut, Lynae. Bitte komm mit mir.
Lynae: … Danke.
Rover:
Lynae: Ja, bis dann!
Lynae: Puh … Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal so über eine verdammte Prüfung freuen würde.
Lynae: Die Spezialitäten im Laden der Akademie sind unglaublich lecker.
Lynae: Wenn ich offiziell ein „Erstsemester“ an der Sternenfackel-Akademie bin, gehen wir zusammen was essen, okay?
???: … Beschütze die Sonne.
Lies Lynaes Nachricht.
Lynae: … Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so erfrischt gefühlt habe. Hast du Lust, noch ein bisschen zu bleiben, bevor du dich in die nächste Krise stürzt?
Rover:
Lynae: Hehe, gut! Ich hab gerade Lust zu plaudern.
Lynae: Was willst du wissen? Schieß los!
Rover:
Lynae: Die Akademie hat die Trümmer des Leerenwurms recycelt. Das Forschungsinstitut zerlegt gerade das Metallstück, damit es nicht wieder von einem Leerensturm verschlungen wird.
Lynae: Und das Spacetrek-Kollektiv entwickelt Pläne für bessere Verteidigungsmaßnahmen. Denn solange es den Threnodianer und den Leerensturm gibt, sind auch die Leerenwürmer eine Gefahr.
Lynae: Apropos … Du hast gesagt, dein Frequenzverlust könnte mit den Leerenwürmern zusammenhängen? Wie geht es dir jetzt? Hast du dich noch mal untersuchen lassen?
Rover:
Rover:
Lynae: Ich verstehe … Ich hoffe, du findest bald die Ursache für deine Symptome.
Rover:
Lynae: Na ja, das war mehr ein „psychologisches Beratungsgespräch“ als eine Untersuchung. Die Mitarbeiter waren sehr fürsorglich … was mich überrascht hat.
Lynae: Meine Vergangenheit als Söldnerin, die ganze Nummer als vermeintliche Fractsidus-Agentin … Diesmal hab ich alles erzählt. Es hat keinen Sinn mehr, sich zu verstecken.
Rover:
Lynae: Da es ein entscheidendes Beweisstück war, musste ich es der Akademie übergeben. Aber wer dieses Gerät gebaut und die Leerenmaterie-Barriere durchbrochen hat, ist weiter unklar. Es könnten immer noch Spione des Fractsidus in der Akademie sein.
Lynae: Und diese „Kontaktperson“ … Der Fractsidus wird nicht einfach aufgeben und verschwinden. Wir dürfen nicht nachlässig werden. Ich werde meine Augen weiter offen halten.
Rover:
Lynae: Meine Zukunftspläne? Hmm … Nun, ganz oben auf meiner Liste steht, die Aufnahmeprüfung zu bestehen und offiziell als Studentin an der Sternenfackel-Akademie aufgenommen zu werden.
Lynae: Was danach kommt …
Lynae: So weit habe ich noch nicht geplant. Ich habe mich nie so gefühlt, als gehöre ich hierher. Deshalb habe ich jeden Tag immer so genommen, wie er kam …
Lynae: Aber jetzt … scheint es, als könnte ich meine Zukunft selbst gestalten. Ich denke noch über all die Möglichkeiten nach, die mir jetzt offenstehen.
Rover:
Lynae: Danke!
Rover:
Lynae: Danke, dass du immer für mich da warst …
Lynae: Ich wünsche dir alles Gute! Wenn wir uns das nächste Mal sehen, sind wir Kommilitonen!