Sternenlichter von Gestern

Es wurde ein gewisser Fortschritt bei der Aktivierung des Exoschreiters erzielt ...

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Geh zu Luuks Geheimem Arbeitsbereich.

Triff dich mit Luuk im geheimen Arbeitsbereich.

Luuk Herssen: Bonbon gefällig? Es ist eine neue Geschmacksrichtung. Sigrika und Lynae haben sie vorgeschlagen. Ideal, um die Stimmung zu heben.

Rover:

Rover: Also gut, Luuk. Was gibt es Neues zu diesem Exoschreiter-Plan?

Luuk Herssen: Mein Gespräch mit Lucilla verlief gut. Sie ist auf deiner Seite. Dein Auftreten während des Vorfalls mit der Dunklen Seite hat auch dazu beigetragen, die interne Überprüfung der Akademie zu beschleunigen.

Luuk Herssen: Allerdings bist du erst seit weniger als einem Jahr Student hier. Du benötigst die Zustimmung des Spacetrek-Kollektivs, um den Exoschreiter offiziell zu aktivieren.

Luuk Herssen: Ihr größter Geldgeber ist die Neue Föderation. Und natürlich sind sie einem ganzen Gremium von Investoren gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet.

Luuk Herssen: Und für diese ist der Exoschreiter definitiv ein „hochwertiger Vermögenswert“.

Luuk Herssen: Ich habe ihre Schreibtische mit Berichten überhäuft. Deine Untersuchungsakte der Akademie, deine letzten Testergebnisse vom Rabelle-Institut und eine vollständige Bewertung deiner körperlichen Eignung, die ich selbst verfasst habe …

Rover: Und? Wurden sie abgelehnt?

Luuk Herssen: Wir haben ein Treffen vereinbart. Aber wenn es um so viel Geld geht, sorgen Interessenkonflikte dafür, dass alles sehr langsam vorangeht.

Luuk Herssen: Anders als in Jinzhou oder Rinascita gibt es in dieser Küche viel zu viele „Köche“.

Rover: Ich befürchte, dass wir nicht so viel Zeit haben.

Luuk Herssen: Genau. Deshalb werden wir zuerst zuschlagen. Außerdem hat sich die Lage verändert.

Luuk Herssen: Letztlich hängt alles von diesem Typen ab.

Luuk Herssen: Das ist Chase. Leiter des Spacetrek-Kollektivs. Er ist gerade mit einem Schiff von Triumph-Avionik aus der Neuen Föderation nach Lahai-Roi zurückgekehrt.

Luuk Herssen: Präsidentin Lucilla, Professorin Mornye und ich haben alle ein gutes Wort bei ihm eingelegt. Du wirst ihn im Forschungsinstitut treffen.

Luuk Herssen: Chase begann als einfacher Angestellter bei Ashridge-Energie in der Neuen Föderation. Dann verschwand er für einige Jahre von der Bildfläche, bevor er in einer Regierungsposition wieder auftauchte.

Luuk Herssen: Danach verließ er die Regierung und begann, sich mit mehreren groß angelegten Investitionsprojekten zu beschäftigen. Einige sagen, er sei die ganze Zeit über weiterhin für Ashridge-Energie tätig gewesen, aber niemand konnte das bisher beweisen.

Luuk Herssen: Er ist scharfsinnig, diskret und sehr geschickt. In seinem Alter hat er schon alles gesehen. Sein einziges echtes Anliegen ist, ob der Pilot des Exoschreiters kontrolliert werden kann.

Luuk Herssen: Normalerweise würden sie Synchronisten der Akademie auswählen, die seit dem ersten Tag stapelweise Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnet haben. Aber –

Rover: Klingt, als hätte sich seine Einstellung geändert? Hat das etwas mit den „Veränderungen“ zu tun, die du erwähnt hast?

Luuk Herssen: Komm rein. Lass uns bei ein paar Heißgetränken darüber reden.

Betritt das Zimmer.

Luuk Herssen: Ich habe gehört, dass Lucilla dich nach der Zeremonie um Hilfe gebeten hat. Wie war es, mit ihr zusammenzuarbeiten?

Rover: Nun ja, zunächst war sie ziemlich bestimmend und hat die ganze Zeit das Gespräch gelenkt …

Rover: Aber jetzt verstehe ich es. Es liegt daran, dass ihr diese Akademie so viel bedeutet.

Setze hin und warte auf Luuk.

Luuk Herssen: Deinen Informationen zufolge wurde der Reaktorkern zurückgebracht. Idealerweise würden wir warten, bis der Exoschreiter erwacht ist, bevor wir versuchen, Aemeath zu helfen oder dem Threnodianer entgegenzutreten.

Luuk Herssen: Aber die jüngsten Messwerte der Schreitertor-Monitore des Instituts … sie sind jenseits von Gut und Böse.

Luuk Herssen: Die Reaktivität der Leerenmaterie steigt sprunghaft an. Das Spacetrek-Kollektiv wird unruhig. Wenn der Threnodianer Aleph-1 das Siegel bricht, ist nicht nur Lahai-Roi in Gefahr, sondern ganz Solaris.

Luuk Herssen: Das Kollektiv hat sich hier aber nicht ohne umfangreiche Notfallpläne für den Fall eines Threnodianer-Ereignisses niedergelassen.

Luuk Herssen: Das Problem ist nur, dass jeder dieser Pläne Jahrzehnte wissenschaftlichen Fortschritts zunichte machen würde.

Luuk Herssen: Was uns in unserem Fall tatsächlich einen gewissen Einfluss verschafft. Genug, um ein echtes Gespräch mit ihrem Leiter zu führen.

Rover: … Dann werde ich ihn überzeugen. Ich werde ihm zeigen, dass die Option mit der geringsten Zahl an Opfern die einzig sinnvolle ist. Er wird mich als Synchronisten, der den Exoschreiter steuert, akzeptieren müssen.

Rover: Luuk, du hast erwähnt, dass du Kontakte in den Schwarzen Küsten hast. Und dein Arbeitsbereich hier … Der ist sicher, oder?

Luuk Herssen: Garantiert. Was hast du vor?

Rover: Lahai-Roi ist von der Außenwelt abgeschottet. Die öffentlichen Kommunikationswege werden wahrscheinlich von Fractsidus-Spionen innerhalb der Akademie abgehört. Und im Moment … brauche ich eine direkte Verbindung zu den Schwarzen Küsten.

Luuk Herssen: Verstehe. Gib mir einen Moment. Ich werde die Verbindung herstellen und den Rest dir überlassen.

Die Küstenwächterin: Ich habe deinen Anruf erhalten, Rover.

Die Küstenwächterin: … Ist die Lage in Lahai-Roi so schlimm? Du siehst erschöpft aus.

Rover:

Rover: Mein Frequenzverlust ist weg. Aber Lahai-Roi schwebt in akuter Gefahr durch den Threnodianer. Ich brauche deine Hilfe, Küstenwächterin.

Die Küstenwächterin: Verstanden. Zu diesem Zweck … existieren sowohl ich als auch die Schwarzen Küsten.

Rover: Gibt es weitere Informationen über den Exoschreiter im Tethys-System? Ob bestätigt oder nicht, ich brauche alles, was du hast.

Rover: Ich vertraue Luuk. Du kannst frei sprechen.

Die Küstenwächterin: Aufzeichnungen bestätigen, dass Luuk Herssen den Schwarzen Küsten eine wichtige Hilfe gewesen ist und bedeutende Informationen geliefert hat. Ich vertraue deinem Urteil.

Die Küstenwächterin: Nach der Gründung der Sternenfackel-Akademie wurden die meisten Informationen unter Verschluss gehalten. In der Anfangszeit hast du jedoch bei den Verhandlungen zwischen der Akademie und den Roya vermittelt. Durch diesen Vorgang erhielten die Schwarzen Küsten teilweise Zugang zu bestimmten archivierten Erkenntnissen.

Die Küstenwächterin: Das Spacetrek-Kollektiv befürchtet, dass der Exoschreiter aufgrund der Spaltung des Exoschwarms selbst nach seinem Erwachen nicht über genügend Macht verfügen könnte, um sich dem Threnodianer zu stellen. Diese Sorge führte zur Initiative „Augmentierte Resonanz“ – den Synchronisten.

Die Küstenwächterin: Sie beobachteten, wie Hütende mit ihren Resonatoren arbeiten, und stellten die Theorie auf, dass der Exoschreiter, der Ähnlichkeiten aufweist, seine Kraft ebenfalls durch einen Resonator verstärken könnte.

Die Küstenwächterin: Angesichts deiner Verbindung zum Exoschreiter rät das Tethys-System allerdings von dieser Methode ab.

Die Küstenwächterin: Uns liegen Informationen vor, dass tief unter Lahai-Roi der Schlüsselstein liegt, den der Exoschreiter vor langer Zeit zurückgelassen hat.

Die Küstenwächterin: Er befindet sich direkt auf dem Siegel des Schreitertors. Man kann ihn sich als eine Art Schloss vorstellen.

Die Küstenwächterin: Du brauchst kein Cockpit, um den Exoschreiter zu steuern. Solange seine Aktivierungssequenz nicht behindert wird, kannst du ihn mit dem Schlüsselstein steuern.

Rover: … Liegt das daran, dass ich sein „Schiedsrichter“ bin?

Die Küstenwächterin: Ganz genau. Für eine Person, die denselben Ursprung hat, wäre ein Cockpit eher ein Hindernis.

Die Küstenwächterin: Was Aemeath betrifft … Ich halte Dr. Luuks Vorschlag für realisierbar.

Luuk Herssen: Du meinst, wir sollen die exoschwarmartige „Hülle“ verwenden, die in diesem Cockpit aufgetaucht ist, um sie zu suchen?

Die Küstenwächterin: Ja. Die Verbindung zwischen den Frequenzen wird dabei helfen. Rover, nimm „sie“ mit, wenn du den Exoschreiter aktivierst.

Rover: Wird gemacht. Während dieser Zeit müssen die Schwarzen Küsten Lahai-Roi genauer im Auge behalten.

Die Küstenwächterin: Verstanden.

Rover: … Ich verlasse mich auf dich, Küstenwächterin.

Die Küstenwächterin: Solange ich dir helfen kann, bin ich … zufrieden.

Die Küstenwächterin: Bitte kehre wohlbehalten vom Schreitertor zurück, Rover.

Rover: Werde ich. Keine Sorge.

Luuk Herssen: Ich werde Lucilla informieren. Trink dein Getränk in Ruhe aus, bevor du gehst.

Rover: Ob das wohl klappen wird? Ich will einen Mann bitten, sich auf einen verrückten Plan einzulassen, und kann ihm nicht einmal versprechen, dass er funktionieren wird.

Luuk Herssen: Niemand kann versprechen, dass ein Plan funktioniert. Wenn Chase zustimmt, dann nur, weil er davon ausgeht, dass du seine beste Option bist. Freu dich einfach über den Erfolg.

Luuk Herssen: Es kommt nur auf die Person an, Rover.

Verlasse Luuks Geheimen Arbeitsbereich.

Lies Lucillas Nachrichten.

Begib dich zum Studiendekanat.

Lucilla: Herr Chase. Das hier ist der Student, den ich erwähnt habe, Rover. Unsere größte Hoffnung für die Steuerung des Exoschreiters.

Chase: Die Vorstellung ist nicht nötig, Präsidentin Lucilla. Wir sind uns zuvor schon begegnet.

Rover: (Zuvor …? In meinem früheren Leben an der Akademie?)

Chase: Kommen wir einfach zur Sache. Die Lage hinsichtlich des Threnodianers Aleph-1 verschlechtert sich. Uns läuft die Zeit davon.

Chase: Ich wollte eigentlich warten, bis die Selbstregeneration des Exoschreiters abgeschlossen ist, aber dafür ist es nun zu spät.

Chase: Na los, Rover. Warum möchtest du den Exoschreiter steuern? Was führst du im Schilde?

Rover: Aemeath finden und den Threnodianer ausschalten.

Chase: Aemeath … Der Name sagt mir etwas. Die mit der hohen Synchronisationsrate. Ihr Verschwinden war ein großer Verlust für uns.

Rover: Sie befindet sich jenseits des Schreitertors.

Chase: … Hehe. Ich verstehe.

Chase: Aber eine Person in einem verdammten interdimensionalen Heuhaufen zu finden? Das ist kein Kinderspiel. Du verstehst unsere Lage … Der Threnodianer hat für uns oberste Priorität.

Rover: Die Threnodianer aufzuhalten hat auch für mich Priorität. Ich kümmere mich um beides.

Rover: Wir verfolgen dasselbe Ziel, also legen wir einfach los. Wenn die Leerenmaterie ausbricht, ist Lahai-Roi das Epizentrum der Katastrophe. Alle eure Projekte werden darunter leiden.

Chase: Was Aleph-1 betrifft, so sind unsere Informationen unzureichend. Wir erwägen derzeit nicht seine vollständige Zerstörung.

Chase: Vielmehr wollen wir, dass der Exoschreiter das Siegel am Schreitertor verstärkt.

Chase: Dazu brauchen wir einen qualifizierten Synchronisten. Und wir brauchen die Antriebsreplik des Instituts. Erst wenn diese in die Brusthöhle des Exoschreiters eingebaut wurde, ist seine Reparatur abgeschlossen.

Chase: Derzeit befindet sich die Replik in der letzten Entwicklungsphase. Uns fehlen noch wichtige Daten.

Rover: Eine Antriebsreplik … Ist es das, was ihr aus dem abgestürzten Reaktorantrieb gebaut habt, nachdem Helios gestartet wurde?

Chase: Hehe, exakt. Sie basiert auf dem Gerüst des Originalantriebs. Du hattest daran einen Anteil. Du hast dafür gesorgt, dass Helios gestartet wurde.

Chase: Um die Antriebsreplik fertigzustellen, benötigen wir präzise Daten des Exoschreiters, der in hohen Konzentrationen von Leerenmaterie operiert, sowie Umweltmessungen aus dem Inneren des Threnodianers.

Chase: Ohne diese Daten können wir nicht garantieren, dass der Exoschreiter der Verderbnis durch Aleph-1 widerstehen kann.

Chase: Es ist entschieden, Rover. Im Namen des Spacetrek-Kollektivs ermächtige ich dich, den Exoschreiter zu steuern.

Chase: Aber denk dran: Unser Ziel sind die Daten. Wir brauchen Messwerte aus der Zone mit hoher Konzentration, um die Replik fertigzustellen.

Chase: Für deine persönliche Mission hast du zehn Minuten Zeit. Das ist die maximale Dauer, für die unsere Leerenmaterie-Barrieren das Schreitertor schützen können.

Chase: Nach zehn Minuten kehrst du nach Lahai-Roi zurück. Unabhängig davon, ob du Aemeath gefunden hast oder nicht. Bist du einverstanden?

Rover: Einverstanden. Eine Sache noch: Ich werde kein Cockpit benutzen. Zeig mir einfach den Weg zum Schlüsselstein und halte den Exoschreiter bereit. Mehr brauche ich nicht.

Chase: Hehe. Du steckst immer noch voller Überraschungen. Du hältst immer etwas … Unkonventionelles für uns bereit.

Chase: Lucilla, führe einen Hochdruck-Synchronisationstest für Rover durch. Ich habe die körperliche Auswertung gesehen, aber ich möchte Echtzeitdaten zur Validierung.

Chase: Sobald die Zahlen im grünen Bereich sind, beginnen wir mit den Vorbereitungen für die Aktivierung des Schlüsselsteins und setzen die Leerenmaterie-Barrieren um das Schreitertor herum ein.

Rover: Da ist noch etwas. Ich brauche einen Gefallen.

Lucilla: Leg los, Rover.

Rover: Der Fractsidus hält sich bedeckt. Selbst nach ihrem Scheitern auf der Dunklen Seite könnten sie in dem Moment zuschlagen, in dem sich das Schreitertor öffnet.

Lucilla: Ah. Das beschäftigt dich also. Nun ja, ich habe Neuigkeiten. Erinnerst du dich an Sigrikas Freundin? Die … etwas lustlose?

Rover: Du meinst Denia?

Lucilla: Genau die. Sie wird vermisst. Unsere Ermittlungen deuten darauf hin, dass sie die Agentin ist, von der der Große Architekt gesprochen hat.

Lucilla: Aber lass dich davon nicht ablenken. Ich habe einen zuverlässigen Freund, der die Aktivitäten des Fractsidus im Auge behält.

Lucilla: Konzentrier du dich einfach darauf, den Giganten in Gang zu setzen. Überlass den Rest uns, Rover.

Chase: Die Schwarzen Küsten haben gerade eine formelle Kommunikationsanfrage gesendet. Sie bieten ihre volle Unterstützung für die Evakuierung von Lahai-Roi an, falls es dazu kommen sollte.

Chase: Kümmere du dich darum, Lucilla. Du hast einen besseren Überblick über die Situation als ich. Und du bist besser darin, mit diesem Rover zu reden.

Chase: Hehe … Wenn du mich noch etwas fragen möchtest, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Lucilla: Ich bin überrascht, dass du Rover so viel Vertrauen schenkst und ihn so bereitwillig bevollmächtigst. Gibt es einen bestimmten Grund dafür?

Chase: Wir sind ganz verschieden, Präsidentin. Ich bin Geschäftsmann. Und Geschäftsleute vertrauen bei guten Investitionen auf ihren Instinkt.

Chase: Der Threnodianer könnte jederzeit zuschlagen. Angesichts der Umstände muss Lahai-Roi möglicherweise abgeschrieben werden.

Chase: Und angesichts der uns zur Verfügung stehenden Zeit ist eine Verlegung des Exoschreiters unmöglich. Wenn wir ihn ohnehin verlieren, warum sollten wir Rover dann nicht noch einen letzten Versuch wagen lassen?

Lucilla: Verstanden. Wir müssen uns dennoch auf den schlimmsten Fall vorbereiten.

Chase: Natürlich. Wenn dies fehlschlägt, leiten wir den Notfallplan ein – Dämmerungsschleier.

Gehe zur Terrasse der Akademie.

Abby: Uff, dieser Kerl macht mir Angst …

Abby: Was für ein Laden ist die Neue Föderation überhaupt? Sind da alle so?

Rover: Das finden wir heraus, wenn wir dort sind, Abby.

Professorin Sakya: Du bist also Rover, was? Ich bin Sakya. Ich werde heute deine Prüfung beaufsichtigen und auswerten.

Professorin Sakya: Lucilla hat mich über alles informiert.

Professorin Sakya: Dieser Synchronisationstest ist weitaus intensiver als das Standardverfahren. Wir simulieren die neuronale Belastung einer direkten Verbindung mit dem Exoschreiter.

Professorin Sakya: Wenn du irgendetwas Ungewöhnliches spürst, sag Bescheid. Ich werde nicht zulassen, dass der Test unter Übertaktungsbedingungen fortgesetzt wird. Überprüfe und bestätige die Sicherheitsprotokolle, bevor du das Cockpit betrittst.

Rover:

Professorin Sakya: Gut. Die Kabinensysteme sind konfiguriert. Das Simulator-Cockpit ist gleich da drüben. Ich werde deine Werte die ganze Zeit genau beobachten.

Professorin Sakya: Ich hoffe … du wirst den Test problemlos bestehen.

Nimm an dem Synchronisationstest teil.

Rover: … Wie bist du denn den ganzen Weg von der Ginnungamere-Kabine bis hierher gekommen?

Professorin Sakya: Manchmal schlendert sie in die Akademie. Normalerweise bringt ihr Betreuer-Bot sie ziemlich schnell wieder zurück, aber heute war sie … ein wenig schwierig.

Rover: Wir gehen gleich zusammen zurück, okay?

„Aemeath“:

Professorin Sakya: Hmpf … Der kleine Quälgeist kann also doch ruhig sein. Hätte nie gedacht, dass ich das noch erleben würde.

Rover:

Professorin Sakya: Ja. Ich war ihre Lehrerin. Das ist jetzt über zehn Jahre her. Sie hat mich oft zur Weißglut getrieben. Mehr als einmal habe ich meine Beherrschung verloren. Das schien ihr nichts auszumachen.

Rover: (Damals beim Fan-Meeting … sprachen die Leute von einer Sakya. Sie sagten, sie sei Aemeaths Lehrerin gewesen. Und dass sie sich wirklich um sie gekümmert habe.)

Professorin Sakya: Am letzten Tag, an dem ich sie unterrichtete, schrieb sie „Die Welt retten“ als ihren Berufswunsch auf. Ich fragte sie, ob das wirklich das Ziel einer Synchronistin sein sollte, sagte ihr dann meine Meinung und forderte sie auf, es umzuschreiben.

Professorin Sakya: Sie war nicht einmal verärgert. Sie lächelte nur, nahm das Formular und ging weg. Danach hat sie dieses Cockpit nie wieder verlassen.

Professorin Sakya: Jetzt ist sie zurück, aber nicht so wirklich. Was für eine anstrengende Studentin.

„Aemeath“:

Professorin Sakya: Lucilla hat mir erzählt, dass du zu ihrer Familie gehörst. Stimmt das?

Rover: Ja.

Professorin Sakya: Und du hast vor, den Exoschreiter zu steuern und sie durch das Schreitertor zurückzuholen?

Rover: Ja.

Professorin Sakya: Das klingt nach einer absurden, gewagten und völlig irrsinnigen Idee. Niemand weiß, was sich tatsächlich hinter diesem Tor verbirgt.

Rover: In der Tat.

Professorin Sakya: … Als Aemeath verschwand, verzeichnete das Cockpit eine ungewöhnlich hohe Synchronisationsrate. Da wir dies nach ihrem Verschwinden nicht näher überprüfen konnten, wurde es nie offiziell protokolliert.

Professorin Sakya: Deine Testergebnisse liegen insgesamt knapp unter ihren. In einigen Bereichen sind sie jedoch sogar höher. Du hast bestanden, Rover.

Professorin Sakya: Ich hoffe, dass dein absurder Plan funktioniert … und dass du meine Studentin nach Hause bringst.

Rover:

Professorin Sakya: Die Ergebnisse liegen vor, aber die Vorbereitung des Exoschreiters wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Du musst etwa zwei Tage warten.

Professorin Sakya: Wir geben dir Bescheid, wenn es soweit ist.

„Aemeath“: … Kas…sette …

Warte zwei Tage.

Lies Mornyes Nachrichten.

Begib dich zum Forschungsinstitut.

Abby: Also gehen wir endlich dorthin, wo sich dieses riesige Auge versteckt?

Rover: Ja. Und Abby, wenn du denkst, dass es stärker ist als du, versuch nicht, die Heldin zu spielen, okay?

Abby: Ich schaffe das schon! Aber äh … Wir wissen nicht, wie viel Kraft es hinter diesem Tor verbirgt, hm …

Rover: Unsere Prioritäten sind die Daten und Aemeath. Eine direkte Konfrontation mit Aleph-1 kann warten, bis die Antriebsreplik fertig ist.

Begib dich zur Halle des Forschungsinstituts.

Lynae: Hey, Rover! Brichst du … jetzt auf?

Rover:

Lynae: Ich habe Professorin Mornye ein wenig bedrängt. Ich habe sie so lange genervt, bis sie nachgegeben hat.

Lynae: Ja, ich habe mir Sorgen gemacht und dachte mir, ich fange dich noch ab, bevor du losziehst.

Lynae: Rover, du wirst also den Exoschreiter steuern.

Lynae: Bist du … denn überhaupt nicht nervös?

Lynae: Ich weiß ja, du bist großartig und so, aber das hat noch niemand zuvor gemacht.

Lynae: Niemand weiß, ob sich der Exoschreiter überhaupt bewegen wird oder was sonst noch schiefgehen könnte.

Lynae: In letzter Zeit ist die Stimmung an der Akademie sehr angespannt. Die Lehrer sind überlastet. Selbst der Exoschwarm in der Nähe scheint unruhig zu sein …

Rover: Lynae, bist du vielleicht nervös?

Lynae: …Äh?! Okay, na schön. Ist das so offensichtlich?

Lynae: Hör zu, nachdem ich die Aufnahmeprüfung mit Bravour bestanden hatte, dachte ich: „Super. Das Leben wird jetzt wieder richtig ausgefüllt sein. Nonstop.“ So wie früher.

Lynae: Aber gerade als ich bereit war, endlich eine Studentin zu sein … platzte diese ganze Blase. Mein glanzvolles Studentenleben war plötzlich vorbei.

Lynae: Der Threnodianer, die Leerenmaterie, der Fractsidus … Sie sitzen uns im Nacken, und ich kann überhaupt nichts tun, um dir im Kampf zu helfen.

Lynae: Ich kann nur hier rumstehen und zusehen, wie du dich allein in Gefahr begibst. Das gibt mir das Gefühl, völlig nutzlos zu sein.

Rover: Ich würde mich noch schlechter fühlen, wenn ich alle in Lahai-Roi in Gefahr bringen würde, nur damit sie mich unterstützen.

Rover: Wenn die Lage wirklich verzweifelt wird, müssen wir uns natürlich gemeinsam der Gefahr stellen.

Rover: Aber fürs Erste? Wenn ich mir all die Studenten ansehe, die hergekommen sind, um ihre Träume zu verwirklichen … möchte ich, dass sie auch Studenten bleiben.

Rover: Denn …

Rover:

Lynae: Verdammt, was für eine schwere Bürde! … Wir sind immerhin im selben Jahrgang.

Lynae: Komm schon, du bist selbst Student … Sind wir für dich nur Kinder oder wie?

Lynae: … Aber ich verstehe schon, was du meinst.

Lynae: Dich mit so einer Motivationsrede aufzuhalten, obwohl du die Welt retten musst … ich muss wohl wirklich erwachsen werden.

Lynae: Aber ich werde nicht einfach nur herumsitzen. Ich werde bereit sein. Was auch immer die Akademie braucht, um deine Mission zu unterstützen: Ich bin dabei.

Lynae: Und wenn das alles vorbei ist, machen wir eine Spritztour!

Rover:

Lynae: Hehe, den Tag kann ich kaum erwarten.

Lynae: Professorin Mornye wartet da vorne auf dich. Viel Glück da draußen, Rover!

Triff dich mit Mornye.

Valentina: Der temporäre Durchgang ist bereit. Er führt dich direkt zum Schlüsselstein.

Valentina: Die Schwarzen Küsten werden ein Team hier im Institut in Bereitschaft halten. Wenn du unsere Unterstützung brauchst, gib einfach Bescheid.

Mornye: Vielen Dank. Ohne das Fachwissen eures Teams hätten wir die Datenstruktur nicht so schnell aufbauen können.

Valentina: Lahai-Roi hat oberste Priorität. Ein gemeinsamer Beschluss der Küstenwächterin und des Tethys-Systems … Oh. Professorin Mornye, dein Gast ist hier.

Mornye: Ah … da bist du ja.

Rover: Ist das der Weg zum Schreitertor?

Mornye: Ja. Dieser provisorische Durchgang führt dich zur Dimmr-Ebene tief im Bjartr-Wald.

Mornye: Sowohl das Schreitertor als auch der Schlüsselstein befinden sich im Solvein-Quellbaum in dessen Zentrum. Präsidentin Lucilla ist bereits mit der Vorhut aufgebrochen. Sie werden auf der anderen Seite auf dich warten.

Mornye: Und außerdem …

Besorgte Forscherin: Uiuiui – puh – S-Sie ist … zu schnell!

Mornye: Was ist passiert?

Besorgte Forscherin: Professorin Mornye, sie ist plötzlich in das Kassettenarchiv gestürmt und … und hat das hier mitgenommen.

Mornye: Das ist …

Rover: Kann ich mal sehen?

Rover: Ich gebe es dir gleich zurück. Mornye, siehst du, was daran so besonders ist?

Mornye: Diese Identifikationsnummer … Ich habe sie bei ihrer Inspektion in der Studentenakte gesehen. Das ist Aemeaths eigene Kassette. Sie wird seit ihrem Verschwinden im Archiv aufbewahrt.

Rover: Warum wolltest du sie jetzt herbringen?

„Aemeath“:

Mornye: Vielleicht ein Instinkt.

Mornye: Dr. Luuk sagte, dass diese Exoschwarm-ähnliche „Hülle“ eine Frequenzverbindung mit der echten Aemeath hat.

Mornye: Oder es könnte sich um einen Restinstinkt der „Hülle“ handeln. Kassetten sind ein Identitätsnachweis für Studenten. Vielleicht ist es aber auch ein schwaches Signal, das von der Aemeath jenseits des Tores gesendet wird. Wir können noch nicht sagen, welche Theorie richtig ist.

Mornye: In jedem Fall gilt für das Mitführen einer Kassette in eine unerforschte Leerensturmzone das Standard-Erkundungsprotokoll. Hast du deine dabei?

Rover: Ja, ich habe sie bei mir.

Rover: Dann mache ich mich also jetzt auf den Weg zur Dimmr-Ebene, Mornye.

Mornye: … Ich muss hierbleiben, um die Daten zu überwachen und sicherzustellen, dass die Antriebsreplik bereit ist. Ich wünschte, ich könnte dich begleiten.

Mornye: Aber ich werde deine Mission voll und ganz unterstützen. Mentor, bitte … pass auf dich auf.

Rover: Ich zähle darauf, dass du mir den Rücken freihältst, Mornye.

Rover: Nach dem, was wir mit Helios erreicht haben, vertraue ich darauf, dass du auch mit der Antriebsreplik zurechtkommst. Wir schaffen das wieder, Mornye.

Mornye: Ich werde dich nicht enttäuschen, Mentor. Lass dies … ein neues Versprechen zwischen uns sein.

Rover: Also los.

Gehe durch den temporären Durchgang zur Dimmr-Ebene.

Erreiche die Dimmr-Ebene.

Triff dich mit Lucilla.

Abby: Uff, hier stinkt es! Der Geruch dieses riesigen Auges wird immer stärker!

Rover: Dieser riesige leuchtende Baum … Ist das der Solvein-Quellbaum?

Rover: Diese Miko?

Lucilla: Warte. Bevor du gehst, solltest du sie grüßen.

Lucilla: Das ist Hiyuki, ich habe dir von ihr erzählt. Der einzige Grund, warum wir die Überwachungsausrüstung so schnell aufbauen konnten, ist, dass sie den Weg für uns freigemacht hat.

Lucilla: Siehst du diesen hartnäckigen Frost? Vor zehn Jahren öffnete sich in der Dimmr-Ebene ein Riss in der Leerenmaterie. Hiyuki begab sich allein dorthin und versiegelte ihn.

Lucilla: Dank ihrer Bemühungen gelang es dem Spacetrek-Kollektiv und den Roya, das Siegel erfolgreich zu verstärken.

Lucilla: Jede Aufgabe, die ihr die Akademie überträgt, erfüllt sie fehlerfrei. Ihr einziger Makel ist ihr unvergleichlicher Klingenverschleiß.

Rover:

Hiyuki: Ja. Lucilla hat mir erzählt, was das Kind geleistet hat. Sie ist ein gutes Kind. Stark … Aber ihre Stärke ändert nichts daran, dass sie eine Studentin ist.

Hiyuki: Die Tatsache, dass wir einem Kind eine solche Last zumuten, zeugt von unserem Versagen als Erwachsene.

Hiyuki: Ich habe diesen weißen Vogel in die dichteren Bereiche der Leerenmaterie geschickt. Und ich bin mir sicher, ihre Frequenz gespürt zu haben.

Hiyuki: Sie ist noch irgendwo da draußen im Leerenraum. Das Kollektiv verfolgt, was richtig ist. Doch dein Wunsch, jemanden zu retten, der dir am Herzen liegt – den verstehe ich.

Lucilla: Sehr gut –! Aber ich fürchte, mehr können wir dazu nicht sagen, okay? Im Moment wollen beide Seiten dasselbe. Mehr können wir nicht verlangen.

Lucilla: Du hast dir Sorgen wegen des Fractsidus gemacht, nicht wahr? Solange du dich jenseits des Schreitertors befindest, kümmert sie sich um die Sicherheit des Geländes.

Lucilla: Sie jagt schon seit langer Zeit sowohl den Threnodianer als auch den Fractsidus. Es gibt niemanden, der für diese Aufgabe besser geeignet wäre. Habe ich recht, Hiyuki?

Hiyuki: Ja. Diese beiden Fractsidus-Mitglieder … Ich werde sie aufspüren.

Hiyuki: Hier. Nimm das.

Hiyuki: Der weiße Vogel trägt meine Kraft in sich. Er wird dich beschützen.

Hiyuki: Solltest du dich in der Leerenmaterie verirren, wird er dich auch zurückführen.

Lucilla: Hiyuki ist Mitglied der Sondereinsatzgruppe der Sternenfackel-Akademie. Sie arbeitet im Verborgenen, ist aber für uns alle eine unglaubliche Hilfe.

Hiyuki: Falls du in deinem Kampf gegen den Threnodianer Hilfe benötigen solltest …

Hiyuki: … kannst du dir etwas von mir wünschen.

Lucilla: Wie wär’s, wenn ich anfange? Ich wünsche mir Frieden und Sicherheit in der Dimmr-Ebene.

Lucilla: Hehe, Hiyuki ist eher still und zurückhaltend. Aber je länger man mit ihr zu tun hat, desto faszinierender wird sie.

Rover: Warum hast du uns nicht schon früher vorgestellt? Warum kommt diese Enthüllung gerade jetzt?

Lucilla: Es ergibt keinen Sinn, etwas zu verbergen, was ohnehin offensichtlich ist. Außerdem seid ihr beide stark. Es ist sicherer, wenn ihr zusammenarbeitet.

Rover: Was meinte sie mit „etwas wünschen“?

Lucilla: Genau das, wonach es klingt. Aber … mach das nur, wenn es um Leben und Tod geht.

Lucilla: Wünsche zu erfüllen … hat immer seinen Preis.

Lucilla: Ich habe dir Informationen über Gebiete mit hoher Konzentration an Leerenmaterie geschickt. Sieh sie dir an, wenn du Zeit hast.

Lucilla: In Anwesenheit von Chase konnte ich das nicht sagen, aber ich denke, du verstehst mich. Für ihn ist das eine kalkulierte Investition. Für dich ist es ein Himmelfahrtskommando.

Lucilla: Du warst schon mal im Leerenraum. Du hast dich ihm gestellt. Wenn sich Aleph-1 wirklich hinter diesem Tor befindet, wird er dich in dem Moment spüren, in dem du es durchquerst … Das wird nicht einfach werden.

Lucilla: Der Exoschreiter ist noch nicht vollständig repariert. Wenn etwas schiefgeht, kann er Aleph-1 möglicherweise nicht standhalten. Und das Kollektiv wird keine Rettungsaktion riskieren, wenn ein Ausbruch von Leerenmaterie unmittelbar bevorsteht.

Lucilla: … Sobald du das Tor betrittst, bist du völlig auf dich allein gestellt. Bist du bereit, Rover?

Rover:

Rover:

Rover: Ich war schon unzählige Male in solchen Situationen.

Rover: Wenn es mir immer nur darum gegangen wäre, unbeschadet davonzukommen, wäre ich nicht so weit gekommen und stünde jetzt nicht hier.

Rover: Also … danke für deine Besorgnis, Präsidentin. Aber ich bin bereit.

Lucilla: Hehe … Sehr gut. Ich bin erleichtert, dass du dir alles genau überlegt hast.

Lucilla: Ich werde mit den anderen hierbleiben und die Leerenmaterie-Barrieren überwachen. Wenn etwas passiert, muss ich als Leiterin der Akademie sofort reagieren.

Lucilla: Wir werden wahrscheinlich einen Datenstrom aufrechterhalten können, aber basierend auf früheren Daten wird der „Zersetzungseffekt“ der Leerenmaterie das Signal destabilisieren.

Lucilla: Es wird wahrscheinlich unterbrochen werden, sobald du den Schlüsselstein erreichst. Ab diesem Zeitpunkt liegt jede Entscheidung ganz bei dir.

Rover: Verstehe.

Forscherin des Spacetrek-Kollektivs: Präsidentin Lucilla, wir haben ihren Zustand überprüft. Keine Anzeichen einer Kontamination mit Leerenmaterie. Ihr Zustand ist stabil.

Lucilla: Also gut. Dann mal los, Erstsemester des Rabelle-Instituts.

Lucilla: Die Studenten und Lehrkräfte der Sternenfackel-Akademie haben auf den Tag gewartet, an dem der Exoschreiter erwacht. Mögest du siegreich zurückkehren.

Begib dich zum Schlüsselstein.

Spacetrek-Kollektiv-Korrespondent: Die Leerenmaterie-Messwerte sind stabil. Keine ungewöhnlichen Schwankungen am Schlüsselstein.

Spacetrek-Kollektiv-Korrespondent: Die Vitalwerte von Rover liegen im erwarteten Bereich … Alle Messwerte normal …

Spacetrek-Kollektiv-Korrespondent: Frequenz … *Rauschen* … Verzögerung … *Rauschen* …

Rover: (Das Signal ist abgebrochen. Es ist so still …)

Rover: (Sind das … Solislinge?)

Solislinge: Tschululu!

Rover: (Führen mich diese kleinen Kerlchen zum Solvein-Quellbaum?)

Rover: Also gut, dann lasst uns zusammen gehen.

Begib dich weiter zum Schlüsselstein.

Rover: (Die Solislinge sind mit den Wurzeln verschmolzen.)

Rover: (Sie sind nicht über die Solisbäume zum Exoschreiter zurückgekehrt. Sie haben sich selbst zur Verstärkung des Schlüsselstein-Siegels eingesetzt …)

Gehe weiter.

Begib dich zum Schlüsselstein.

Aktiviere den Schlüsselstein.

Gehe in die Tiefe der Leere.

Rover: Mir wird langsam … schwindelig …

Rover: (Aemeath sagte einmal, dass der Leerenraum in den Tiefen des Schwarzen Lochs des Threnodianers eine höhere Dimension sei. Wie ein Kaleidoskop.)

Rover: (Zeit und Raum fließen hier nicht. Sie sind miteinander verflochten. Befindet sich das alles … innerhalb von Aleph-1?)

Verfolge die Frequenz von Aemeath.

Rover: (Diese Gestalten … Das ist die Kleidung des Spacetrek-Kollektivs und der Roya.)

Rover: (Sie greifen nach etwas. Ich kann nicht erkennen, wonach.)

Nähere dich der Frequenz von Aemeath.

Rover: (Diese Frequenz … Ist das Aemeath?)

Rover: Aemeath!

Aemeath: Das Licht des Ursprungspunkts … WirDer Exoschreiter und ich werden die Last auf uns nehmen.

Finde die Spuren von Aemeath.

Kehre nach Lahai-Roi unter dem Leerensturm zurück.

Gehe zur Dimmr-Ebene.

Rover: (Die Kontamination durch die Leerenmaterie ist schlimm … es sieht nicht gut aus für die Solislinge.)

Rover: (Dieser weiße Vogel … hat Hiyuki ihn hier zurückgelassen?)

Rover: Also gut. Führe mich zu Hiyuki.

Folge dem weißen Vogel.

Rover: (… Wohin führt er mich?)

Hol Denia ein.

Finde das Siegel, das von Hiyuki hinterlassen wurde.

Rover: Kennst du Denia?

Hiyuki: Lucilla bat mich, auf die Studenten aufzupassen. Ich beobachtete sie. Sie verhielt sich anfangs tatsächlich seltsam …

Hiyuki: Aber mit der Zeit … konnte ich ihre Bemühungen erkennen, dazuzugehören. Sie schien in der Akademie glücklich zu sein.

Rover: Hast du hier auch auf Denia aufgepasst?

Hiyuki: Ja ... Nachdem ich den Durchbruch des Threnodian gespürt hatte, schickte ich mein Shiratori aus, um seine Spur zu verfolgen. Das führte mich hierher, zu ihr, in die Dimmr-Ebene.

Hiyuki: Sie steht weiterhin unter dem Einfluss des Fractsidus, aber ihre Handlungen gerade eben verraten ihren eigenen Willen.

Hiyuki: Sie hat sich immer in den Leerenstürmen versteckt. Ich möchte ihr nichts antun … Also habe ich den richtigen Moment abgewartet, um einzugreifen.

Hiyuki: Warte hier. Dieses Siegel ist an den „Zehnten der Zukunft“ gebunden. Einfach gesagt, ich habe unzählige Versionen meines zukünftigen Selbst verbrannt, um die Leerenmaterie zu unterdrücken.

Hiyuki: Das Siegel zu brechen bedeutet, diese Versionen der Zukunft zurückzugewinnen. Diese Aufgabe obliegt allein mir.

Rover: Verstehe. Ich überlasse es dir.

Hiyuki: Da ist noch eine Sache … Wenn Aleph-1 aktiv ist, kann ich dieses Siegel möglicherweise nicht wiederherstellen, sobald es gebrochen ist.

Hiyuki: Du wählst den gefährlichsten Pfad zur gefährlichsten Zeit.

Hiyuki: Ich kenne deine Stärke. Ich kenne deine Geschichte voller Siege.

Hiyuki: Ein solches Risiko einzugehen … tust du das, weil du weiterhin zuversichtlich bist, dass du nicht scheitern wirst? Dass du nicht gegen die Threnodianer verlieren kannst?

Rover: Nein. Ich bin zuvor schon gescheitert. Ich glaube nicht, dass jemand für immer gewinnen kann.

Rover: Wenn ich noch nie verloren hätte, hätte ich vielleicht … noch meine Erinnerungen. Ich müsste nicht von vorne anfangen. Solaris wäre vom Lamento befreit.

Rover: Ich tue dies, weil es mir möglich ist. Und weil es jemand tun muss.

Hiyuki: Und was, wenn du scheiterst?

Rover:

Hiyuki: Ich meinte, was wird dann aus dir?

Rover: Vielleicht werde ich im Leerenraum verschwinden. Oder aber ich finde einen Weg, das Blatt zu wenden. Das lässt sich im Moment noch nicht sagen.

Rover: Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es nie erfahren.

Rover: Was mir Angst macht, ist nicht, dass ich scheitern könnte. Sondern der Gedanke, nicht alles gegeben zu haben.

Hiyuki: Der Preis für diesen Versuch ist hoch, und du trägst die Verantwortung für viele. Ich hätte mehr Vorsicht erwartet.

Hiyuki: Selbst ein einziges Scheitern gegen einen Threnodianer bedeutet, die Apokalypse heraufzubeschwören.

Hiyuki: Und obwohl du das weißt … würdest du es trotzdem versuchen?

Rover: Hiyuki. Lucilla hat mir erzählt, dass du in Ashinohara lange Zeit gegen einen Threnodianer gekämpft hast.

Rover: Ich weiß nicht, wie du das geschafft hast, aber ich kann mir vorstellen, wie schwer es war, an einem bereits so zerstörten Ort die Stellung zu halten. Deshalb frage ich dich …

Rover: Hast du in Ashinohara gekämpft, weil du dir sicher warst, dass du gewinnen würdest?

Hiyuki: … Nein. War ich nicht.

Hiyuki: Das war ich noch nie.

Rover: Dann verstehst du auch, warum ich das tue. An meiner Stelle würdest du die gleiche Entscheidung treffen.

Hiyuki: Verstehe.

Hiyuki: Ich werde mich um das Siegel der Flammenden Sakura kümmern. Es wird nicht lange dauern.

Hiyuki: Das Mädchen …

Der Große Architekt: Lange nicht gesehen, Miko der Flammenden Sakura. Und dich auch nicht, Rover.

Hiyuki: Meine Zukunft als Resonatorin des Threnodianers ist bereits verbrannt. Dein Plan hat jetzt keine Bedeutung mehr.

Der Große Architekt: Jeder Schritt in unserem Tanz hat seinen Zweck, Lady Miko.

Der Große Architekt: Unsere Wege haben sich schon oft gekreuzt, aber in meinem Plan ist dies unsere eigentliche erste Begegnung.

Der Große Architekt: Denn endlich habe ich ein „Meisterwerk“, das deiner Aufmerksamkeit würdig ist.

Rover: Du hast das Kollektiv für Denia und Hiyuki unterwandert. Du wolltest Leviathans Macht … um Denia und Hiyuki miteinander zu verschmelzen.

Der Große Architekt: Denia war schon immer eine Schöpfung des Fractsidus. Sie fühlt sich geehrt, wie vorgesehen eingesetzt worden zu sein.

Rover: Eine Schöpfung …?

Der Große Architekt: Die Enttäuschung mit Mya brachte mich zum Nachdenken. Wenn ich nur ein überlegenes Gefäß erschaffen könnte, eines, das durch den Geist einer Miko veredelt wurde, würde es vielleicht die volle Kraft eines Threnodianers in sich tragen.

Der Große Architekt: Was das Ergebnis betrifft … Darüber weißt du besser Bescheid als ich, Lady Miko.

Hiyuki: … Wortspielereien ändern nichts an deinem Versagen. Verschwinde, du lästiger Avatar.

Der Große Architekt: Versagen? Nein. Hört mir zu, ihr beiden, ich zeige Solaris nur eine weitere „Möglichkeit“ auf.

Der Große Architekt: Wenn wir eine Denia erschaffen konnten, können wir auch eine weitere erschaffen. Und noch eine. Bis wir einen vollständigen, gehorsamen Resonator des Threnodianers in unseren Händen halten.

Der Große Architekt: Deine eigene geborgte Zukunft hat dir das gezeigt. Es wird ein wahrer Resonator des Threnodianers existieren.

Denia: Hilfe … helft mir …

Der Große Architekt: Tss, tss. Du hast so verzweifelt im Hamsterrad gestrampelt – und trotzdem bist du gescheitert. Dann muss ich dich wohl entsorgen.

Denia:

Der Große Architekt: Sie kann es leugnen, so viel sie will, doch die Leere in ihrem Herzen ist dieselbe wie bei Aleph-1. Diese Leere … sie wird sie immer wieder zur Macht des Threnodianers ziehen.

Der Große Architekt: Jag ihr ruhig nach, wenn du musst. Du spielst doch so gern den „Retter“, Rover.

Der Große Architekt: Und was diesen Avatar angeht … kannst du dir die Mühe sparen.

Rover: Es ist sinnlos, Zeit mit einem ihrer Avatare zu verschwenden …

Rover: Komm schon, Hiyuki. Das Siegel ist geöffnet. Wir haben eine Aufgabe zu erledigen … Denia braucht uns.

Hiyuki: Wenn du möchtest, kann ich dir von meiner Geschichte mit dem Fractsidus erzählen. Aber natürlich ist Denia im Moment wichtiger.

Rover: Es ist nicht schwer zu erraten … Der Große Architekt wollte deine Macht als Miko der Flammenden Sakura, nicht wahr?

Rover: Aber wie du selbst gesagt hast, hast du diese eine Zukunft als Resonatorin des Threnodianers verbrannt. Damit ist es vorbei zwischen euch.

Rover: Derzeit bereitet mir Denias Zustand Sorgen.

Hiyuki: Ich fürchte … dass dieses Kind vielleicht schon …

Finde Denia.

Denia: Geh … nicht hinein …

Hiyuki: Ruh dich jetzt aus.

Hiyuki: Keine Sorge. Die Frequenz der Leerenmaterie in ihr hat nachgelassen. Sie wird sich erholen.

Rover:

Hiyuki: Verzeih, aber ich glaube, darauf zu warten, dass sich die Leerenmaterie ausbreitet, würde zu lange dauern. So geht es schneller.

Hiyuki: Ich kümmere mich darum. Die mit Chase vereinbarte Frist läuft bald ab.

Hiyuki: Mein Shiratori kann dich durch die Leerenmaterie führen, aber die Konzentrationen hier übersteigen seine Kräfte.

Hiyuki: Deshalb werde ich auf eine Zukunft zugreifen, in der ich gelernt habe, seine Kraft vollständig zu kanalisieren.

Hiyuki: Es wird dich beschützen und dir helfen, den Weg zu finden, den du suchst.

Hiyuki: Der Rest … liegt in deiner Hand.

Rover: Danke, Hiyuki.

Hiyuki: Rover, ich habe den Bericht des Spacetrek-Kollektivs über Aemeath gelesen.

Hiyuki: Sie schrieb, dass es ihre Absicht sei, „die Welt zu retten“.

Hiyuki: Lucilla sagte, du gehörst zu ihrer Familie. Ich nehme an, du bist der Grund, warum sie diese Vision hatte.

Hiyuki: Bereust du es? Sie auf den Pfad der „Retterin“geführt zu haben? In ein Leben voller Schmerz und Mühen?

Hiyuki: Man muss diesen Pfad alleine beschreiten, um andere zu beschützen.

Hiyuki: Und wer ihn aus Bewunderung beschreitet, versinkt im Sumpf …

Rover: Nein, Hiyuki. Ich suche nicht nach Aemeath, um meine Reue zu bekennen.

Rover: Ich möchte sie finden, damit ich ihr sagen kann …

Stimme aus der Stille: Ich hoffe, ich mache dich stolz. Ich hoffe, ich habe dich nicht enttäuscht …

Rover: Ich war schon immer stolz auf sie.

Rover: Sie hat sich entschieden, diesen Weg gemeinsam mit mir zu gehen, so weiß ich, dass ich nicht allein bin und dass es jemanden geben wird, der Solaris weiter beschützt, wenn ich versage.

Hiyuki: Dank deiner außergewöhnlichen Stärke ist es in der Tat möglich.

Hiyuki: Aber auf diejenigen, die zu schwach sind, um andere zu retten, wartet am Ende nur Sinnlosigkeit.

Hiyuki: … Wie ich selbst erfahren habe, als ich Ashinohara nicht retten konnte.

Hiyuki: Nun kann ich nur noch meine Suzu fest umklammern, um sicherzustellen, dass es nach Hiyuki … keine Miko der Flammenden Sakura mehr geben wird.

Hiyuki: Das … ist alles, was mir bleibt.

Rover: Von Lahai-Roi bis zu den fernen Ländern Jinzhou und Rinascita erheben sich die Leute, um gegen die Threnodianer zu kämpfen.

Rover: Ich selbst habe an diesem Kampf teilgenommen. Aber so zu tun, als stünden sie nur wegen mir noch aufrecht? Als würde alles scheitern, wenn ich es tue? Das ist Arroganz. Und eine Beleidigung für all jene, die sich entschieden haben, selbst standzuhalten.

Rover: Meine Siege gehörten nie mir allein.

Rover: Wenn auch nur eine Person unser Ziel erreicht, sind wir immer noch siegreich.

Rover: Hiyuki. Wenn du deinen Weg allein beschreitest und deine Bürde spürst … Halte einfach einen Moment inne. Schau dich um.

Hiyuki: Hör auf …

Rover: Dann wirst du sehen, dass es Leute gibt, die Kraft aus dir schöpfen. Leute draußen, die stolz auf dich sind.

Rover: Und wenn du schließlich das Ende deiner Reise erreichst, wirst du wissen, dass sie niemals sinnlos war.

Hiyuki: … Wie beneidenswert brillant.

Rover:

Hiyuki: Nichts. Ich sage es dir, wenn du zurückkommst.

Rover: In Ordnung. Ich bin bald wieder da.

Hiyuki: Ich werde hier die Stellung halten, bis der Dämmerungsschleier startet. Ich werde auf dich warten … gemeinsam mit allen anderen.

Stelle dich Aleph-1.

Aleph-1 (Stimme des Kosmos): Suche … Grenze … Zerstörung … Seufzer.

Aleph-1 (Stimme des Kosmos): Beweise … Existenz … Du …

Aleph-1 (Stimme des Kosmos): Das Ende … Still …

Exoschreiter: Alarm: Schiedsrichter. Mecha-Status auf Höchstleistung. Einsatzbereit.

Aemeath: Exoschreiter … bist du erwacht?

Exoschreiter: Einschätzung: In mir wirkt nun ein „menschliches Herz“. Ich kann mit ihrer Stimme sprechen.

Exoschreiter: In den Frostlanden, wo die Zivilisation eigentlich keine Wurzeln schlagen sollte, entstand ein kollektiver Wille. Der Wille, zu erforschen, was jenseits der Grenzen liegt.

Exoschreiter: Sie … haben mich ausgewählt.

Aleph-1 (Stimme des Kosmos): Lamento. Lamento. Lamento.

Aleph-1 (Stimme des Kosmos): Vernichtung … Sicher. Reise … Sinnlos. Anfang … Wille?

Exoschreiter: Direktive: Ich bin hergereist, um meine Mission zu erfüllen. Das Leben auf diesem Planeten hat das Recht, die Weiten des Kosmos zu erforschen.

Exoschreiter: Du betrachtest die Zivilisationen jenseits der Sterne nur als Nahrung, um deinen Hunger zu stillen. Du kannst den Willen, der sie antreibt, nicht begreifen.

Aleph-1 (Stimme des Kosmos): Das Ende … Leere. Bedeutung … Leiden …

Exoschreiter: Meinung: Selbst wenn die letzte Grenze der Menschheit eine endlose Leere ist, ist dies kein Beweis für ein sinnloses Streben, Aleph-1 Meinung: Selbst eine grenzenlose Leere am Ende ihrer Reise, Aleph-1, macht ihr Streben nicht sinnlos.

Exoschreiter: Bestätigung: Kampf beendet. Die Reaktionen der Leerenmaterie in diesem Sektor haben sich aufgelöst.

Aemeath: Aber … der Threnodianer Aleph-1 wurde nicht zerstört.

Exoschreiter: Analyse: Resonatorin Aemeath. Unter den aktuellen Parametern ist eine dauerhafte Zerstörung von Aleph-1 unmöglich.

Exoschreiter: Daher habe ich eigenständig entschieden, ihn an den äußersten Rand dieses Universums zu verbannen.

Exoschreiter: Anfrage: Schiedsrichter, bitte um Erlaubnis zum Verbleib. Bevor du dein endgültiges Urteil fällst, möchte ich dir einen Bericht über meine Erfahrungen in Lahai-Roi vorlegen.

Rover:

Exoschreiter: Protokollabruf: Bei mehreren Rücktransitflügen wurde ich von Aleph-1 entdeckt. Er verfolgte mich mit dem Ziel, durch das Schreitertor nach Solaris zu gelangen.

Exoschreiter: Er griff an. Ich fiel … aber Resonatorin Aemeath reagierte mit ihrer Kraft, und ich konnte einen Teil von Aleph-1 verbannen.

Exoschreiter: Ich hätte eine vollständige Systemversiegelung einleiten sollen, um auf Reparaturen zu warten. Aber ich sah unzählige Paare verängstigter Augen.

Exoschreiter: Entdeckung: Die Roya in den Frostlanden standen dem Leerenmaterie-Unheil des Threnodianers hilflos gegenüber.

Exoschreiter: Ich sah Panik und Angst. Gemäß dem mit den Hütenden vereinbarten Protokoll entnahm ich meinen Reaktorantrieb und versenkte ihn tief im Eis. Dann schaltete ich mich aus, um in einen Schlummer zu verfallen.

Exoschreiter: Ausnahme: Es kam zu einer vorübergehenden Reaktivierung. Resonatorin Aemeath resonierte ein zweites Mal mit mir.

Exoschreiter: Sie benötigte meine Kraft, um den Riss im Schreitertor zu reparieren. Ich kam ihrer Bitte nach.

Aemeath: In diesem Moment wurde ich zu einem Digitalgeist. Aber war das denn das „zweite Mal“, dass wir in Resonanz traten … oder das „erste Mal“?

Exoschreiter: Erste Einschätzung: Nach der Reaktivierung war es das Standardverfahren, deinen Rückzug zu verlangen. Die direkte Konfrontation mit Aleph-1 war aus taktischer Sicht irrational.

Exoschreiter: Aber das „menschliche Herz“ verlieh mir eine Stimme. Der Wille dieser Zivilisation gab mir die Kraft, dir beizustehen.

Exoschreiter: Komponentenanalyse: Diese von Menschen geschaffene Antriebsreplik ist im Vergleich zu meinem Originalantrieb primitiv und zerbrechlich.

Exoschreiter: Ich kann jeden einzelnen ihrer Pulszyklen spüren. Gewalttätig, sich mit jedem Schlag selbst zersetzend.

Exoschreiter: Das schrille, quietschende Reiben des Verschleißes … Das ist das erste Mal, dass ich „mich selbst“ höre. Ein Herzschlag, den „sie“ mir gewährt haben.

Exoschreiter: Mit diesem Herz habe ich Fähigkeiten erworben, die außerhalb der Mecha-Reihe der Hütenden bislang unbekannt waren.

Exoschreiter: Prognose: Angesichts der Fähigkeiten des Threnodianers Aleph-1 müssen wir davon ausgehen, dass er weiterhin die Fähigkeit besitzt, zurückzukehren.

Exoschreiter: Sobald das Schreitertor vollständig versiegelt ist, werde ich als sein Wächter auf dieser Seite bleiben. Ich werde seine Rückkehr nach Solaris verhindern.

Exoschreiter: Anfrage: Schiedsrichter. Ich wurde aus der Hoffnung der Menschheit geboren. Bitte erlaube mir, hierzubleiben und sie zu beschützen, bis dieses Herz aufhört zu schlagen.

Rover:

Exoschreiter: Frage: Resonatorin Aemeath. Bist du bereit, einen Teil meiner Kraft zu akzeptieren?

Exoschreiter: Als ich ursprünglich in Lahai-Roi ankam, hast du mir geholfen, den Threnodianer hinter dem Schreitertor zu versiegeln.

Exoschreiter: Dein derzeitiger Zustand ist eine Konsequenz, für die ich die Verantwortung trage. Während ich schlummerte, hast du Lahai-Roi an meiner Stelle beschützt.

Exoschreiter: Nun ist der Tod, der einst nah war, abgewendet. Von nun an wird dein Begleiter ein dauerhaftes „Leben“ sein.

Exoschreiter: Zusammenfassung: Ich erlebe den Zustand, der als „Schuld“ definiert wird.

Aemeath: Haha! Ach, Exoschreiter, du trägst dein „Herz“ wirklich auf der Zunge, nicht wahr?

Aemeath: Aber ich habe diesen Weg selbst gewählt. Ich habe schon vor langer Zeit meinen Frieden damit geschlossen.

Aemeath: Was deine Frage angeht … Ich muss meine Karriere als Retterin vorantreiben. Ich muss mich weiterentwickeln, wenn ich weiterhin Bösewichte vermöbeln will, richtig?

Aemeath: Was also deine Kraft angeht? Klar doch, ich nehme sie!

Exoschreiter: Autorisierung: Zustimmung von Resonatorin Aemeath bestätigt. Synchronisationslimit entfernt. Resonanz wird eingeleitet.

Aemeath: Vorschlag: Wage es ja nicht, dich „schuldig“ zu fühlen. Danke dir, dass du meine Hoffnungen erfüllt hast. Also … machen wir unseren Abschied zu einem freudigen, okay?

Exoschreiter: Entdeckung: Schiedsrichter. Du hast deine Kassette mitgebracht.

Exoschreiter: Vorschlag: Bitte, gib sie mir. Ich möchte eine Frequenz in das Band brennen, damit du sie nach Lahai-Roi zurückbringst.

Rover:

Exoschreiter: Einweisung: Während ich mit hoher Geschwindigkeit an den Sternen vorbeiflog, kreuzte meine Flugbahn einmal die einer langsam fliegenden Sonde.

Exoschreiter: Ihr Rumpf war mit Solaris-Schriftzeichen markiert. Ihr Startdatum liegt vermutlich schon lange zurück.

Exoschreiter: Ich habe das Signal, das sie kontinuierlich an Solaris sendet, abgefangen und aufgezeichnet. Ihr Name ist „Der Fernbeobachter“.

Exoschreiter: Ziel: Ich möchte diese Aufzeichnung den Menschen von Lahai-Roi als Geschenk überreichen.

Exoschreiter: Status: Schließung des Schreitertors steht kurz bevor. Vorbereitung auf Rücktransport des Schiedsrichters und der Resonatorin nach Lahai-Roi.

Exoschreiter: Frage: Eine letzte Sache noch, Schiedsrichter. Würdest du mir erlauben, meine Bezeichnung zu ändern und den Namen „Lahai-Roi“ zu tragen?

Rover:

„Lahai Roi“: Ändern der Bezeichnung abgeschlossen. Danke, Schiedsrichter.

Exoschreiter: Ziel: Ich möchte immer an den Ursprung meines Herzens erinnert werden.

Rover: Wie du willst.

„Lahai Roi“: Ändern der Bezeichnung abgeschlossen. Danke, Schiedsrichter.

„Lahai Roi“: Abschiedsworte: Lebewohl, Schiedsrichter. Bitte richte meinen vorläufigen Abschiedsgruß den Leuten aus, die dieses Herz geschmiedet haben.

„Lahai Roi“: Vorhersage – Wir werden uns im grenzenlosen Sternenmeer wiedersehen.

Rover:

Aemeath: Ich habe Solaris schon so lange nicht mehr gesehen. Es fühlt sich seltsam nostalgisch an.

Aemeath: Nachdem Aleph-1 jetzt in die kosmische Wüste geschickt wurde, kann Lahai-Roi endlich aufatmen.

Aemeath: Ich wollte eigentlich sagen, dass wir diesmal die Welt gerettet haben. Aber ganz ehrlich …

Aemeath: Es waren die Forscher, die in die Leerenmaterie gestürzt sind. Sie waren es, die diese Daten über mich und den Exoschreiter im Schwarzen Loch des Threnodianers erfasst haben. Ich habe lediglich ihre Ergebnisse für dich auf Kassette gebannt.

Rover: Und es waren die Menschen von Lahai-Roi, die die Kassette entschlüsselt und die Antriebsreplik hergestellt haben. Dadurch konnte der Exoschreiter den Threnodianer letztlich vertreiben.

Aemeath: Also … war dies gar keine Geschichte über Helden, die die Welt retten. Es war die Welt, die ihre Helden gerettet hat. Oder?

Rover: Ja. Und jetzt … sind wir zu Hause.

Hiyuki: Du bist zurückgekehrt?

Rover: Ja, ich bin jetzt wieder da.

Aemeath: Du hast es geschafft!

Aemeath: Wie sich herausstellte, war es viel schwieriger als vom Institut angenommen, die vom Exoschreiter in deine Kassette eingebrannten Daten zu entschlüsseln. Sie sind erst heute damit fertig geworden!

Lynae: Hier drüben, Rover! Alle warten auf dich!

Sigrika: Was könnte es bloß sein … Oh, ich kann es kaum erwarten, es herauszufinden.

Lucilla: Der Fernbeobachter.

Lucilla: Ich muss schon zugeben, Rover, ich war wirklich überrascht, als du mir diese Kassette gegeben und diesen Namen genannt hast.

Rover: Du hast gesagt, es sei eine der neun interstellaren Raumsonden, die gestartet wurden, bevor das Ätherische Meer Solaris verschlang.

Lucilla: Richtig. Die neun Sterne auf dem Emblem des Spacetrek-Kollektivs stehen für diese Sonden.

Mornye: Seitdem hat Solaris kein weiteres Signal von ihnen empfangen. Kein einziges.

Mornye: … Bis heute.

Lucilla: Professorin Mornye, du kannst mit der Wiedergabe beginnen.

Lynae: Das … klingt wie einfaches Rauschen …

Mornye: Den Daten der Kassette nach zu urteilen, handelt es sich um Geräusche, die der Fernbeobachter während seiner Reise durch verschiedene Galaxien aufgenommen hat.

Lucilla: Geräusche, die wir seit Jahrhunderten nicht mehr hören konnten, weil sie durch das Ätherische Meer verstummten.

Rover: Deshalb also … wollte der Exoschreiter diese Aufnahmen heute den Forschern von Lahai-Roi übergeben.

Aemeath: Weil dies ein Geschenk aus Lichtjahren Entfernung ist. Gesandt von den Forschern aus der Vergangenheit von Lahai-Roi …

Aemeath: … Wiederhall aus dem Sternenmeer.

Cristoforo: Das Spacetrek-Kollektiv hat diese Denia aufgenommen. Genau wie von dir gewünscht, Großer Architekt.

Der Große Architekt: Gut. Sollen sie sich vorerst um dieses kleine Püppchen kümmern. Was für eine außergewöhnliche Darbietung. Ich bin sicher, dass ich später noch eine andere Rolle für sie finden werde.

Stimme: Alle abgerufenen Daten wurden verarbeitet. Ich warte auf deine Überprüfung, wann immer du Zeit hast.

Stimme: Darf ich fragen, was du als Nächstes vorhast?

Der Große Architekt: Die Pläne scheinen überall voranzukommen. Ich habe lange genug in Lahai-Roi herumgetrödelt. Zeit, wieder in Bewegung zu kommen.

Der Große Architekt: Cristoforo, sei doch so lieb und bring Eris in der Neuen Föderation eine Nachricht von mir.

Cristoforo: Verstanden. Ich vermute allerdings, dass die Vize-Architektin es dir wieder einmal übel nehmen wird, dass du mich schickst, um ihre kostbare Ruhe zu stören.

Cristoforo: Ach … und möchtest du, dass ich einen Prolog für deine Figuren entwerfe?

Der Große Architekt: Nicht nötig. Ich werde Phrolova zuerst selbst einen Besuch abstatten. Das wäre alles für den Moment. Dieser Körper ermüdet so schnell. Denk daran, ihr ein stilles Ende zu bereiten …

Stimme: Großer Architekt, da diese Phase der Überprüfung nun abgeschlossen und die Produktion in vollem Gange ist … brauchen wir diese Miko noch?

Der Große Architekt: Das wird nicht notwendig sein. Ihre Zukunft als Resonatorin des Threnodianers wurde bereits vorweggenommen. Sie bedarf unserer Aufmerksamkeit nicht mehr.

Der Große Architekt: Außerdem hat sie zu oft versagt. Sie hat sich zu oft ihre eigene Zukunft geborgt. Und dennoch besteht sie darauf, den Pfad der Rettung Ashinoharas alleine zu beschreiten, ohne die Absicht, damit aufzuhören.

Der Große Architekt: Mit jedem Schritt vertieft sich diese Besessenheit nur noch mehr.

Der Große Architekt: Nach unzähligen Zyklen des Scheiterns wird auch sie durch ihr eigenes Gelübde zu Asche werden. Genau wie ihre Schwester.

Der Große Architekt: Ah … da fällt mir etwas ein. Zashiki-warashi hat uns einige ziemlich interessante Neuigkeiten mitgebracht.