Fremdling in einem fremden Land
In diesem Kampf, der über das Schicksal von Rinascita entschied, erhoben sich seine Bewohner zum Widerstand. Unter ihnen stand auch ein Schwertkämpfer aus Huanglong, der von Huanglong Mingting über die Meere geführt wurde, um dir seine Stärke zu leihen. Er kämpfte als einer unter den zahllosen Seelen, die zu dieser Stunde zusammenströmten, doch die Geschichte seiner eigenen Reise und die Schatten seiner Vergangenheit sind nur wenigen bekannt ...
Kehre nach Ragunna zurück
Ciaccona: Willkommen zurück. Wollen wir mit der Story weitermachen?
Rover:
Finde Ciaccona in Plaza-Viertel
Ciaccona: Es war eine heftige und grausame Schlacht. Der Lorbeerträger wurde vom Schlamm verschlungen und zu Fall gebracht.
Ciaccona: In der Dunklen Flut verschwunden, von dannen. Unsere Gemüter zerrüttet, alle Hoffnungen zerrannen.
Ciaccona: Oh elende Herzen! Oh hilflose Hände! Setzt dies wohl all unseren Plänen ein Ende?
Ciaccona: Dann schoss die dunkle Schlächterin empor, mit Flügeln in Brand. Schlug Feinde nieder, zerbrach die Ketten.
Ciaccona: Unser Lorbeerträger erhob sich in strahlender Pracht, leuchtete heller als des Threnodianers wahnsinnige Zaubermacht.
Ciaccona: Obwohl sich riesige Schatten legten über die Nacht, wurde das Licht der Einheit heller denn je entfacht.
Ciaccona: Mit hoch erhobener Laterne die Dunkle Flut er vertrieb. Von Rinascitas langer Nacht nun nichts mehr verblieb!
Ciaccona: Und während die dunkle Heldin ist von uns gegangen, steht unser Lorbeerträger bereit, um Applaus zu empfangen!
Rover: Ähem …
Ciaccona: Nun ja, es war ein wahrhaft epischer Kampf. Wenn ich ihn in ein Lied verwandeln kann, wird er vielleicht in den Herzen von Ragunna und Septimont und ganz Rinascita weiterleben.
Ciaccona: Durch dieses Lied wird das Land wiederauferstehen, und die Namen der Gefallenen werden niemals in Vergessenheit geraten …
Rover:
Ciaccona: Hehe, da hast du recht! Aber es gibt noch einen weiteren Akteur in dieser Geschichte …
Ciaccona: Er stammte weder aus Ragunna noch aus Septimont. Hast du schon mal von diesem Fremden gehört?
Ciaccona: Nein? Dann hör genau zu. Meine Melodie wird diese Geschichte vor deinen Augen zum Leben erwecken …
Leon: Ähm … hallo? Mein Herr?
Leon: Bist du … ein Nachbar in Not?
Leon: Im Namen des Hütenden wird der Orden der Tiefe dir mit allem, was wir haben, zur Seite stehen.
Qiuyuan: Ich muss Fenrico sehen.
Leon: Du möchtest unserem Primus beichten? Leider ist Lord Fenrico gerade auf Reisen, um die Lehren des Hütenden zu verbreiten.
Leon: Wenn du jedoch Hilfe benötigst, teile einfach jemandem mit, dass du die Hilfe des Ordens suchst. Man wird dich zur Kathedrale des Merkurs bringen.
Leon: Du findest mich immer in der Kathedrale, Bruder. Mein Name ist Leon.
Leon: Möge der Imperator mit dir sein.
Qiuyuan: Beichten … einem Primus, der gemeinsame Sache mit einem Threnodianer macht?
Qiuyuan: Aber wenn er nicht hier ist, werde ich eben die „Gesegnete Jungfrau“ suchen … oder Rover.
Ciaccona: Oh, hallo! Du bist …
Ciaccona: Aus Huanglong, oder? Dein Kleidungsstil lässt mich darauf schließen. Führt dich eine Reise hierher? Rinascita hat manch herrlichen Ausblick zu bieten …
Qiuyuan: …
Bewohner von Ragunna: Ah!!!
Flüchtige Bürger: M-Monster!
Flüchtige Bürger: Vorsicht vor dem schwarzen Schlamm!
Leon: La Guardia, schütze die Leute! Bürger, auf zur Kathedrale!
Leon: Kinder und Ältere zuerst! Schnell!
Leon: Keine Angst, der Orden wird allen Schutz bieten!
Ciaccona: Genau wie Rover es einst beschrieben hat …
Ciaccona: Ist dies … das Ende der Zeiten, bevor das Paradies herniederkommt?
Ciaccona: Alle raus hier!
Ciaccona: Hey, Freund aus Huanglong! Du solltest dich mit den anderen in Sicherheit bringen. Mit diesen Monstern ist nicht zu spaßen!
Qiuyuan: Bringe die Zivilisten in Sicherheit.
Qiuyuan: Ich kümmere mich darum.
Wehr dieTacet-Dissonanzen ab
Qiuyuan: … Hmpf, der Abschaum des Threnodianers.
Begib dich zu den Akolythen, die die Zivilisten evakuieren.
Ordensakolyth: Bruder Leon, komm schnell an Bord!
Ordensakolyth: Die Kathedrale ist bereits fast voll!
Leon: Geh du! Es sind noch viele in der Stadt, die evakuiert werden müssen!
Leon: Sag Phoebe, dass sie alle in der Kathedrale beschützen muss. Um jeden Preis!
Finde den Akolyth des Ordens
Leon: Du bist es …
Qiuyuan: Bring dich in Sicherheit.
Leon: Aber es stecken immer noch Leute auf dem Platz fest!
Leon: Carlotta Montelli.
Carlotta: Herr Leon? Und das ist …?
Qiuyuan: Qiuyuan.
Leon: Ohne diese gütige Seele aus Huanglong hätte ich vielleicht nicht überlebt.
Carlotta: Ich bin dir sehr dankbar für deine Hilfe, werter Gast aus Huanglong.
Carlotta: In der Stadt sind ohne die geringste Vorwarnung Tacet-Dissonanzen aufgetaucht–
Leon: Fräulein Carlotta, was ist mit dem Montelli-Viertel? Wurden die Zivilisten dort bereits evakuiert?
Carlotta: Sie sind gerade auf dem Weg zur Kathedrale. Was das betrifft, kannst du also ganz beruhigt sein.
Qiuyuan: Der Schatten des Threnodianers liegt bereits über dieser Stadt …
Qiuyuan: Ich kann dich tatsächlich durch die Dunkle Flut sehen?
Qiuyuan: Kann das sein …?
Leon: Willst du schon gehen, werter Herr?
Qiuyuan: Hier ist es nicht mehr sicher. Alle müssen sich zurückziehen.
Leon: … Möge der Imperator mit dir sein, Freund.
Carlotta: Ein ziemlich mysteriöser Mann, wenn er auf diese Weise verschwindet.
Leon: Ich habe keine böse Absicht gespürt. Er schien … nach etwas zu suchen.
Carlotta: Eine alte Bekanntschaft, Herr Leon?
Leon: Nicht so ganz. Wir sind uns nur vorhin auf der Bankstraße über den Weg gelaufen.
Leon: Leviathans Flüstern hat keine Macht über Fremde. Möge die Gnade des Imperators ihn zu dem führen, was er sucht, und ihn auf seinem Weg standhaft bleiben lassen.
Ciaccona: Carlotta!
Ciaccona: Alle vom Platz sollten jetzt in der Kathedrale sein. Ich bin von Tür zu Tür gegangen, um mich zu vergewissern! Die Kinder hier sind die letzten, die noch übrig sind.
Leon: Du … du bist eine Toccata …
Ciaccona: Diese Stadt und ihre Bewohner rufen uns um Hilfe. Wir werden diesen Sturm gemeinsam überstehen!
Leon: Göttliche Gesandte, Ragunna steht am Abgrund! Erfüllt eure heilige Pflicht! Verteidigt die Stadt und ihre Bevölkerung!
Carlotta: Wappnet euch …
Begib dich zur Plattform
Qiuyuan: Rover ist hier. Ich kann es spüren.
Qiuyuan: Aber es gibt noch eine weitere seltsame Präsenz in diesem Turm.
Besiege die TDs, die von der Dunklen Flut angezogen sind.
Bringe den von der Dunklen Flut verdorbenen Ritter zur Ruhe.
Untersuche die Spuren mit Rovers Frequenz
Qiuyuan: Diese Frequenz scheint zur Jungfrau zu gehören.
Qiuyuan: Genau, was ich brauche.
Geh durch die Wasserstraße und erreiche die Mitte des Turms
Betritt den Turm
Qiuyuan: Das muss das Werk dieser Jungfrau sein.
Qiuyuan: Aber Rover ist nicht als Einziges hier durchgekommen.
Qiuyuan: Da ist noch jemand … Umhüllt von dunklen Flammen, mit mörderischer Absicht.
Nimm den Aufzug
Qiuyuan: Das Geräusch einer Schusswaffe …
Qiuyuan: Jemand war vor mir hier.
Rede mit Cantarella
Cantarella: Ein Agent aus Mingting? Moment mal, ich kenne dich.
Cantarella: Du dienst doch Lord Liang … Qiuyuan, wenn ich mich recht erinnere?
Qiuyuan: … Du kennst Großmeister Liang?
Cantarella: Ich hatte das Privileg, in Mingting viele hochrangige Beamte kennenzulernen. Das Ministerium für Hütende-Angelegenheiten hat mir einmal die Arbeit eurer Behörde für innere Sicherheit vorgestellt.
Cantarella: Ich würde niemals den Mann verwechseln, der hinter Lord Liang steht. Jener, der nichts und doch alles sieht … der blinde Beobachter.
Qiuyuan: Ich sehe, was andere nicht sehen. Nichts weiter.
Qiuyuan: Diese Kugel hat Cartethyia getötet … doch ich spüre keine Bosheit darin.
Qiuyuan: Geboren aus dem Licht, doch inmitten von Schatten fliegend.
Qiuyuan: Was für eine Flamme … suchst du?
Qiuyuan: Cartethyia, Resonatorin sowohl des Hütenden als auch des Threnodianers.
Qiuyuan: Selbst im „Tod“ bleibst du ein Gefäß beider.
Qiuyuan: Und was dich angeht …
Qiuyuan: In den Archiven von Mingting gibt es keine Aufzeichnungen über dich.
Qiuyuan: Deine Frequenzen sind allesamt mit dem Threnodianer verknüpft.
Qiuyuan: Chaotisch, alles verschlingend und assimilierend … Das ist die Tacet-Dissonanz. Eine Kraft, die nicht ganz dir gehört.
Qiuyuan: Du suchst Rache, aber sie ist nicht dein wahres Ziel … sondern die Heiligkeit.
Qiuyuan: Das hast du jedoch vor Rover verheimlicht. Deshalb hat sich alles so plötzlich abgespielt.
Qiuyuan: Neben Funken und Brennholz brauchst du noch jemanden, der das Feuer schürt –
Qiuyuan: Du bist es also, Rover.
Qiuyuan: Du entsprichst der Beschreibung des Leibwächters von Magistratin Jinhsi. Allerdings …
Qiuyuan: Das Zeichen von Leviathans Dunkler Flut haftet an dir.
Qiuyuan: Deshalb habe ich dich durch die Dunkle Flut in der Stadt gespürt.
Qiuyuan: Jeder, der von einem Threnodianer befleckt ist, ist dem Untergang geweiht.
Qiuyuan: Selbst wenn ein läuterndes Feuer diese Dunkelheit auslöschen könnte – wenn der Moment der Entscheidung kommt …
Qiuyuan: Wirst du dann die Klinge gegen dich selbst richten?
Qiuyuan: Diese Frau hat tatsächlich auf Cartethyia geschossen. Rover ist jetzt hinter ihr her.
Qiuyuan: Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Cantarella: Woher weißt du das?
Qiuyuan: Ich kann an einem Ort verweilende Frequenzen spüren.
Cantarella: Das Hütende gibt es nicht mehr, die Gesegnete Jungfrau ist fort, und nun bricht die Dunkle Flut herein …
Qiuyuan: Ihr seid zahlenmäßig unterlegen.
Qiuyuan: Du sagtest, du hast dich mit Mingtings Beamten getroffen. Das bedeutet, dass du auch eine Audienz bei der Großmarschallin hattest, nicht nur bei Großmeister Liang.
Qiuyuan: Sie trug mir auf, in Rinascita einen Aufseher des Fractsidus namens Scar hinzurichten und dabei gleich auch Rover zu helfen.
Cantarella: Mingting hat das also alles vorhergesehen?
Qiuyuan: Das geht mich nichts an.
Qiuyuan: „Du sollst die Fackel des Usurpators schwingen, um die Dunkelheit zu vertreiben.“
Qiuyuan: Das ist alles, was das Ministerium für Hütende-Angelegenheiten mir gesagt hat. Hast du eine Ahnung, was diese „Fackel“ sein könnte?
Cantarella: Usurpator … Fackel …
Cantarella: Das könnte sich auf Primus Fenrico und das „erste Relikt“ beziehen, das er besitzt.
Qiuyuan: Dann könnte dieses Relikt die Hilfe sein, die Rover benötigt.
Cantarella: Fenrico sollte sich noch in der von ihm heimlich errichteten Forschungsanlage befinden.
Cantarella: Sie liegt unter Wasser südwestlich der Thessaleo-Hügel. Ich fürchte, den genauen Standort musst du selbst ermitteln.
Qiuyuan: Ich verstehe.
Qiuyuan: Eine Sache noch. Sag niemandem, dass ich hier war.
Qiuyuan: Gibst du mir dein Wort?
Cantarella: Und warum? Bist du etwa kein Beamter aus Mingting?
Qiuyuan: War ich. Aber jetzt nicht mehr.
Qiuyuan: Mingting … ist nicht mehr der Ort, den du einst besucht hast.
Qiuyuan: Birg Cartethyias Leib und begib dich an einen sichereren Ort.
Verfolge die Spuren von Fenrico
Qiuyuan: Eine solche Anlage auf dem Meeresgrund zu verstecken …
Qiuyuan: Solch eine Entweihung. Solch … eine Absurdität.
Qiuyuan: Ihr in der Dunkelheit lauernde Kreaturen …
Qiuyuan: Ich werde euch zeigen, wie wahrhaftige Dunkelheit aussieht.
Besiege die TDs, die von der Dunklen Flut angezogen sind.
Begib dich zu Fenrico
Finde Fenrico
Besiege Mitglieder vom Fractsidus
???: Ach?
Leon?: Dieser Ort ist mit dem Schmutz der Dunklen Flut befleckt. Warum riskierst du dein Leben, Bruder?
Qiuyuan: Du bist es … der Fractsidus, den ich gespürt habe.
Qiuyuan: Was soll dieser Aufzug … Ist das vielleicht deine abartige Vorstellung von Humor?
Leon?: Beim Hütenden, erkennst du mich denn nicht?
Qiuyuan: Deine Verkleidung spielt für mich keine Rolle. Ich erkenne deine Frequenz.
Leon?: Haha … Was unterscheidet uns denn wirklich, Bruder?
Leon?: Ein Gesicht allein ist nur eine traurige Fassade. Ich bin ein Akolyth …
Leon?: Genauso wie du ein Flüchtiger bist, der sich an die Uniform eines Beamten klammert.
Leon?: Wie schade, dass du „ihn“ in Mingting nicht erledigen konntest … und jetzt kannst du es immer noch nicht.
Qiuyuan: Warum bist du hier?
Leon?: In diesem Land wurde Rover eine düstere Bühne bereitet.
Leon?: Und ich bin auf Einladung eines anderen lediglich eine Nebenfigur in dieser großen Aufführung.
Leon?: Und meine Rolle verlangt es, dich hier aufzuhalten.
Leon?: Als Akolyth ist mein Glaube an den „Imperator“ unerschütterlich, auch wenn mein Körper so zerbrechlich ist.
Qiuyuan: Du hast diesen Akolythen getötet.
Leon?: Oh, ihm geht es bestens. Im Moment sollte er sich um die Verwundeten in diesem Tresor kümmern.
Leon?: Außerdem ist es unter meiner Würde, gegen eine so … gewöhnliche Figur vorzugehen.
Leon?: Was für eine Brutalität. Und hier stehe ich, ein unbewaffneter Akolyth.
Leon?: Ein bloßer Schatten im Vergleich zu Lord Liang Dongyuan, dem mächtigen Meister von Feder und Schwert.
Qiuyuan: Du wirst für den Mord an Großmeister Liang mit deinem Blut bezahlen.
Leon?: Ach wirklich? Ist diese Schuld nicht eigentlich deine?
Leon?: Du bist ein gesuchter Verbrecher aus Mingting, und dennoch hat das Kriegsministerium dich bis nach Rinascita geschickt, um Scar heimlich zu jagen.
Leon?: Wer hätte gedacht … dass Mingting ihm so viel Bedeutung beimisst?
Qiuyuan: Wenn du das weißt, dann hast du noch Kontakte in Mingting.
Leon?: Zweifellos. Ich bin … „überall“.
Leon?: Apropos, Scar sollte jetzt gerade in Septimont sein.
Leon?: Er hat in Jinzhou schlechte Arbeit geleistet und muss sich für seine Fehler verantworten. Du kannst selbst entscheiden, wie du mit ihm verfährst, ich werde mich nicht einmischen.
Leon?: Was unseren geschätzten Primus hier betrifft, eine Führungsfigur, die sich fest an ein grausames Schicksal klammert, ein Märtyrer, der sich noch keinen Namen gemacht hat …
Leon?: Du bist doch wegen ihm hier, oder?
Leon?: „Du sollst die Fackel des Usurpators schwingen, um die Dunkelheit zu vertreiben.“
Leon?: Eine Prophezeiung aus Huanglong, richtig? Aber ist das nicht nur ein weiterer Vers im Skript der Heiligkeit?
Qiuyuan: Was hast du mit ihm gemacht?
Leon?: Ich? Nichts.
Leon?: Was du vor dir siehst, ist lediglich die Folge davon, dass er sein Schicksal erfüllt hat.
Leon?: Ein Rest seines Bewusstseins verweilt noch immer in dieser Laterne.
Qiuyuan: Tritt beiseite.
Leon?: Aber natürlich. Was könnte ein unbewaffneter Akolyth schon gegen Huanglongs Klinge ausrichten?
Leon?: Dennoch möchte ich noch ein paar abschließende Worte sagen …
Leon?: Fenrico … er ist dir gar nicht so unähnlich.
Leon?: Du hast ohne zu zögern getötet, und dein einziger Fehler war dein einziger Akt der Gnade.
Leon?: Für diesen Moment der Schwäche hast du nicht weniger bezahlt als er.
Leon?: Wie kann eine einzelne, flackernde Fackel nur darauf hoffen, Schatten um Schatten zu vertreiben?
Leon?: Unbarmherzige Seele, dein Ende erwartet dich!
Qiuyuan: Das ist …
Qiuyuan: Der Fractsidus.
Bring Fenrico den Ersten zur Ruhe
Fenrico: Hinfort … Hinfort …
Fenrico: Du kurzlebiger Schein einer Kerze …
Fenrico: Genau wie die Geschichte des Narren …
Fenrico: Lärmend, aber leer.
Qiuyuan: Die Dunkle Flut. Scheint, als stünde er immer noch mit dem Threnodianer in Verbindung …
Fenrico: Meine … Kathedrale.
Fenrico: Das ist …
Qiuyuan: Ein Winkel im Reich meines Geistes. Er verändert sich mit den Leuten, denen ich begegne.
Qiuyuan: Diese Kathedrale zeigt deine Besessenheit.
Fenrico: Eine Seele aus Huanglong …
Fenrico: Hier wirst du weder die Botschaft finden, die du annehmen kannst, noch das Urteil, das du erdulden musst.
Qiuyuan: Der Threnodianer hat dir alles genommen.
Qiuyuan: Deine Gesegnete Jungfrau ist tot, und deine Stadt zerfällt.
Qiuyuan: Die Dunkle Flut wird sie bald vollständig verschlingen. Deine Verbindung zum Threnodianer hätte dir zeigen müssen, was bereits geschehen ist.
Qiuyuan: Gib mir die Laterne.
Fenrico: Sag mir, mit welchem Recht du forderst, was uns gehört?
Fenrico: „Was mit Ungerechtigkeit begann, muss mit Sünde besiegelt werden …“
Fenrico: Tatsächlich haben wir genau auf diesem Felsen unser Werk aufgebaut.
Fenrico: Hier hat ein Primus nach dem anderen sein geschundenes Fleisch geopfert … aus Trotz gegenüber Leviathan.
Fenrico: Und … sei es Leviathan, Cartethyia oder der Fractsidus: Niemand wird mir Ragunna entreißen.
Fenrico: Unter der Herrschaft der Primusse blühte Ragunna auf. Durch unser Licht wurde das Volk vor der Verderbnis des Threnodianers geschützt und in ein wahres Gesegnetes Land geführt.
Fenrico: Die Leute brauchen einen gemeinsamen Glauben. Deshalb muss ein Primus regieren. Das ist der Kern unseres Glaubens.
Fenrico: So konnte ich mich zwanzig Jahre im Kampf gegen den Threnodianer behaupten. Ich habe versucht, seine Macht für ein höheres Ziel einzusetzen.
Fenrico: Doch am Ende … hat mich dieser Glaube aufgezehrt. Ich glaubte, ich könnte Leviathan als Hammer benutzen, um ein wahres Gesegnetes Land zu schmieden und seinem hohlen „Paradies“ entgegenzusetzen.Aber ich war derjenige, der benutzt wurde.
Fenrico: Das ist mein Schicksal. Ich akzeptiere es mit aufrichtiger Freude.
Fenrico: Was mich noch hier bindet … ist nichts als Wut und Hass ob des Verrats.
Qiuyuan: Du bist nur ein Sterblicher. Die Sterblichen haben gegen einen Threnodianer keine Chance.
Fenrico: Tag und Nacht hallte sein Flüstern in unseren Köpfen wider. Eine Qual, die keine Seele ertragen kann.
Fenrico: Doch selbst als das schwindende Licht des Imperators uns nur noch flüchtige Momente der Klarheit schenkte, gingen Generationen von Primussen bereitwillig diesen Weg.
Qiuyuan: Und du dachtest immer noch, du könntest seine Macht kontrollieren?
Qiuyuan: Ehrgeiz und Besessenheit haben deinen Kampf gegen den Threnodianer angeheizt. Aber letztendlich sind es genau diese Eigenschaften, die dich zu Fall gebracht haben.
Qiuyuan: Deine Schriften sind voller Rechtschaffenheit. Doch deine Taten sind von Bosheit und Grausamkeit geprägt.
Fenrico: Ich stehe knietief in einem Fluss aus Blut. Was einmal vergossen ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden.
Qiuyuan: Es gab eine Zeit, in der ich einen Mann hätte töten können, bevor er in einen Fluss aus Blut getreten wäre.
Qiuyuan: Jetzt bietet sich mir diese Chance erneut.
Fenrico: „Kein Sterblicher wird dir auch nur den geringsten Schaden zufügen.“
Fenrico: Es sind diese Prophezeiung und dieses Schicksal, die mich vorantreiben …
Fenrico: Aus Gewalt geborene Freude endet in Gewalt.
Fenrico: Du, der du mit schwerer Schuld beladen bist, komm zu mir und bekenne.
Geshu Lin: Nenne mir einen Grund.
Qiuyuan: Auf Anordnung des Zensorats wirst du von der Behörde für innere Sicherheit hingerichtet.
Geshu Lin: Ich?
Qiuyuan: Sie beschuldigen dich … mit den Tacet-Dissonanzen unter einer Decke zu stecken und in Jinzhou Chaos anzurichten.
Geshu Lin: Was für ein Witz …
Geshu Lin: Es reicht nicht, sie zu töten.
Qiuyuan: Du hast diese Tacet-Dissonanzen getötet. Diese Leute verdanken dir ihr Leben.
Geshu Lin: Ja. Na und?
Geshu Lin: An der Grenze herrscht Chaos, und alles, was deine Behörde tut, ist, korrupten Beamten die Füße zu küssen.
Geshu Lin: Da kannst du mich auch gleich … hier töten.
Geshu Lin: Na los.
Geshu Lin: Wenn du mich heute am Leben lässt, schwöre ich … dass ich alle Hunde von der Behörde für innere Sicherheit …
Geshu Lin: und jede einzelne Tacet-Dissonanz … töten und dieses Land mit ihren Knochen weiß färben werde.
Qiuyuan: Großmeister Liang von der Behörde hat sich für dich eingesetzt.
Geshu Lin: Warum bist du dann hier?
Qiuyuan: … Ich habe in den letzten Tagen deine Akten in Jinzhou gelesen.
Qiuyuan: Diese Zensoren haben ihre Pflichten verletzt und uns getäuscht …
Qiuyuan: Wie könnte ein einzelner Truppführer sich mit Tacet-Dissonanzen verschwören, um zu morden und zu plündern?
Qiuyuan: Du bist nur ein einfacher Mann.
Geshu Lin: Diese Dinger töten unsere Leute. Ich … werde das nicht zulassen.
Geshu Lin: Tacet-Dissonanzen dürfen nicht am Leben bleiben. Koste es, was es wolle: Ich werde nicht aufgeben … bis sie alle vernichtet sind.
Qiuyuan: Das Überleben von Jinzhou hängt davon ab, dass die Tacet-Dissonanzen aufgehalten werden.
Qiuyuan: Du verfügst über unglaubliche Macht, aber solche Stärke erfordert Zurückhaltung.
Qiuyuan: Ein Schwert dient zur Abschreckung, nicht zum Töten. Ziehst du es zu schnell, stirbst du durch deine eigene Klinge.
Qiuyuan: Diese Klinge kann Tacet-Dissonanzen niederschlagen. Oder Leben retten.
Qiuyuan: Wenn dein Entschluss, dieses Land zu schützen, unerschütterlich ist, wirst du ein Vermächtnis hinterlassen.
Fenrico: Ich … Ich verstehe jetzt. Was dich verfolgt, die Erinnerungen, die du in dir trägst …
Fenrico: Ich sehe diese regnerische Nacht. Diese Schlacht. Und den Threnodianer … der sich daran labt.
Fenrico: Ich sehe die blutgetränkte Ebene. Den Mann, der über allem steht und in schwarzen Flammen lodert …
Fenrico: Am Ende ist er –
Qiuyuan: In Ovathrax’ Abgrund gestürzt.
Fenrico: Und er teilte mein Schicksal …
Qiuyuan: Vielleicht hatte er, als wir uns zum ersten Mal trafen, noch einen Funken Güte in sich. Aber selbst dieser konnte sein Ende nicht verhindern.
Fenrico: Du hättest ihn töten sollen, als du die Chance dazu hattest.
Qiuyuan: Die Geschichte gewährt keine zweiten Chancen. Und die Toten kehren nicht zurück.
Qiuyuan: Ich habe alles verloren, aber das reicht immer noch nicht, um meine Schuld gegenüber den Toten auf diesem Schlachtfeld zu begleichen.
Qiuyuan: Es gibt nur eine Sache, die ich tun kann. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, werde ich ihn töten, kurz und schmerzlos.
Qiuyuan: Wenn du noch einmal die Wahl hättest, würdest du immer noch Primus werden?
Fenrico: Ja, würde ich.
Fenrico: Sie mögen mich als Usurpator betrachten, aber sie werden niemals die Früchte meiner Arbeit leugnen können.
Fenrico: Ich bin mir meiner Verfehlungen wohl bewusst, und das Ende meines Weges ist klar.
Fenrico: Und dennoch, hätte ich die Wahl, würde ich diesen Weg erneut einschlagen … auch wenn er der Weisheit jedes Primus vor mir widerspricht und nichts als Prüfungen und Schrecken vor mir liegen.
Fenrico: Und nun … nimm das hier.
Qiuyuan: „Du sollst die Fackel des Usurpators schwingen, um die Dunkelheit zu vertreiben.“
Qiuyuan: Das ist also das „Erste Relikt“?
Fenrico: Napoli der Zweite schwang sie, um Ragunna von der Dunklen Flut zu befreien. Und in diesem Moment des Triumphs erlangte der Orden die volle Aufmerksamkeit des Threnodianers.
Fenrico: Trage diese Laterne … weiter. Sollte das Reisende Paradies kommen, wird es aus Septimont hervorgehen, wo sich der Gerechte mit Sicherheit befinden wird.
Qiuyuan: Rover wurde ebenfalls von der Dunklen Flut befleckt, genau wie du.
Fenrico: Die Dunkle Flut bindet uns alle an sich. Ich habe seine Anwesenheit gespürt.
Fenrico: Er ist nun der neue Vorbote und beschreitet einen Weg, der … niemals für ihn bestimmt war.
Fenrico: Deshalb braucht er diese Laterne viel dringender als ich.
Qiuyuan: Ist das deine Buße?
Fenrico: Ich tue nicht Buße. Aber ein sterbender Primus hat kein Recht, an diesem Relikt festzuhalten.
Fenrico: Das ist … mein Schicksal.
Fenrico: Meine Herrschaft und mein Vermächtnis waren auf Täuschung aufgebaut. Und kein Sterblicher konnte mir auch nur den geringsten Schaden zufügen.
Fenrico: Der wandernde Gerechte … ist kein einfacher Sterblicher.
Fenrico: Nimm diese Laterne!
Qiuyuan: Die Flamme des Ehrgeizes und der Besessenheit ist erloschen. Nur das Leuchten der Laterne bleibt zurück.
Qiuyuan: Also … suchst du Vergeltung?
Fenrico: Mit Gewalt werde ich die Freude beenden, die aus Gewalt geboren ist …
Qiuyuan: Ein Threnodianer lässt sich nicht so leicht töten.
Fenrico: Meine Gemeinde, die Gläubigen des Ordens und der wandernde Gerechte … sie werden obsiegen.
Fenrico: Selbst wenn ich in die Hölle stürzen sollte, wird Leviathan neben mir brennen.
Fenrico: Werde mein Ritter. Nimm das und geh.
Fenrico: Auf diese Weise … werde ich mein Schicksal erfüllen …
Fenrico: … Ich bin Fenrico Macbeth …
Fenrico: Auch wenn ich vielleicht nie zu den größten Primussen zählen werde …
Fenrico: wird mich die Geschichte doch in Erinnerung behalten … als Fenrico den Ersten.
Qiuyuan: Die Wahrheit der Geschichte ist in Stein gemeißelt. Mögen jene, die nach uns kommen, ihr Urteil über dich fällen.
Qiuyuan: Und so endet der Weg von Fenrico dem Ersten vom Orden der Tiefe.
Qiuyuan: Dein Wunsch wurde vernommen.
Sprich mit deinen Gefährten und erkundige dich nach dem Aufenthaltsort von Qiuyuan
Phoebe: Schön, dich zu sehen, Rover.
Phoebe: Frau Zani und ich haben die Schäden an der Averardo-Bank und der Kathedrale des Merkurs begutachtet.
Zani: Der Tresor ist in Ordnung. Wie von Lady Carlotta angeordnet, mussten wir nur ein paar Sammlungen wegwerfen.
Rover:
Zani: Die Verluste sind nichts im Vergleich zur Sicherheit unserer Bevölkerung.
Rover:
Rover:
Phoebe: Ich glaube, ich habe ihn auf dem Platz gesehen.
Phoebe: Jemanden aus Huanglong übersieht man in der Menge nur schwer.
Phoebe: Ich habe dort auch einige Freunde aus Septimont gesehen, die über den Wiederaufbau gesprochen haben. Vielleicht könntest du mal fragen, ob jemand ihn gesehen hat.
Augusta: Ragunna ist in der Tat ganz anders als Septimont.
Augusta: Ein Hafen wie dieser eignet sich viel besser für den Seehandel …
Rover:
Augusta: Ja. Schließlich war Ragunna vorher für Fremde gesperrt.
Augusta: Aber wir werden bald zurückkehren, sobald die Handelsgespräche mit den Montellis und dem Orden abgeschlossen sind.
Rover:
Augusta: Den Schwertkämpfer namens Qiuyuan?
Augusta: Ich bin ihm vorhin am Hafen begegnet. Wir haben uns kurz unterhalten. Es wirkte, als stünde er kurz davor, ein Schiff nach Hause zu nehmen.
Augusta: Die Gladiatoren, die während des Angriffs die Stellung gehalten haben, sprachen von ihm. Sie sagten, er habe allein die heftigste Front verteidigt, als der Fractsidus die Dunkle Flut entfesselte.
Augusta: Ich wage mir gar nicht vorstellen, wie viele Opfer es ohne seine Hilfe gegeben hätte …
Rover:
Augusta: Das Schiff ist noch nicht ausgelaufen. Du solltest ihn am Hafen finden.
Finde Qiuyuan am Hafen
Qiuyuan: Herr, wie lange dauert es noch, bis das Schiff ausläuft?
Alter Händler: Der Kapitän sagt, sobald die Waren aus Septimont verladen sind, machen wir uns bereit, in See zu stechen.
Qiuyuan: Ich sehe keine Akolythen, die Aufsicht führen.
Alter Händler: Ich dachte, du könntest nichts sehen! Also doch, hm?
Qiuyuan: Nein … Ich spüre nur, dass Ihnen niemand Ärger bereitet.
Alter Händler: Ragunna und Septimont haben viel durchgemacht. Es waren wirklich die Helden, die uns durch diese Katastrophe geführt haben.
Alter Händler: Und Lord Fenrico und seine Vorgänger … Unter der Führung des Hütenden Imperators hielten sie die Laterne hoch und vertrieben die Dunkelheit, die uns umgab.
Alter Händler: Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke …
Qiuyuan: Das ist nun alles überstanden, mein Herr.
Alter Händler: Ganz recht …
Qiuyuan: Gehen Sie zuerst an Bord. Ich bin bald bereit.
Alter Händler: Aye. Danke, junger Mann.
Qiuyuan: Du bist hier.
Rover: Du reist schon ab?
Qiuyuan: Ich habe lange genug getrödelt. Meine Arbeit ist noch nicht erledigt.
Rover: Scar und die anderen Fractsidus-Agenten konnten entkommen …
Qiuyuan: Unsere Großmarschallin hat das wahrscheinlich schon erwartet. Sie finden immer einen Ausweg.
Qiuyuan: Wirklich schade. Ich hätte zu gern gesehen, ob ich diesen Ziegenkopf mit einem einzigen Schlag abtrennen kann.
Rover: Ich habe mich noch gar nicht richtig für deine Hilfe in Septimont bedankt.
Qiuyuan: Leviathans Einfluss richtete sich gegen Rinascita. Außenstehende wie ich wurden verschont.
Qiuyuan: Außerdem war es die Großmarschallin, die mich gebeten hat, euch hier zu helfen.
Qiuyuan: Du solltest dir deine Dankbarkeit für sie aufheben, wenn du eines Tages Mingting besuchst. Sie interessiert sich sehr für dich.
Rover: Mingting … Bisher war ich nur in Jinzhou.
Qiuyuan: Die Welt ist groß. Wenn du weit genug umherstreifst, wirst du auch deinen Weg dorthin finden.
Rover: Warte kurz – wegen Geshu Lin …
Qiuyuan: Du kennst Jiyan. Ihr habt in den Norfall Barrens gekämpft. Außerdem muss du wissen, was vor drei Jahren wirklich in Jinzhou passiert ist.
Qiuyuan: Und was aus denen wird, die dem Threnodianer zum Opfer fallen. Nicht jeder hat die Kraft, sich seiner Überredungskunst zu widersetzen – nicht so wie die Leute hier.
Rover: Bist du immer noch hinter ihm her?
Qiuyuan: Damals haben korrupte Beamte die Behörde für innere Sicherheit, Großmeister Liang und mich belogen. Ich bin nach Jinzhou gegangen, um ihn hinzurichten.
Qiuyuan: Aber zu diesem Zeitpunkt … war er nicht das, was sie behaupteten. Erst später fiel er unter den Einfluss des Threnodianers.
Qiuyuan: Angesichts all der Leute, die seinetwegen in dieser Schlacht ihr Leben verloren haben, ist der Tod noch eine zu milde Strafe für ihn.
Qiuyuan: Aber das ist die Strafe, der ich ihn zuführen kann – und muss.
Alter Händler: Komm schon, junger Mann! Wenn du dieses Schiff nach Mengzhou verpasst, musst du bis zum Morgen warten!
Qiuyuan: Man nennt dich zwar Rover, aber du bist nicht heimatlos. Du bist eine Klinge mit einer Scheide.
Qiuyuan: Diejenigen, die zu dir stehen, sind dein Zuhause. Deine Scheide. Sie werden für dich kämpfen. Und du für sie.
Qiuyuan: Vielleicht werden wir eines Tages …
Rover: Werden wir.
Qiuyuan: Du bist, was sie über dich sagen.
Qiuyuan: Mögen sich unsere Wege erneut kreuzen.