Schlundgraben-Wüste
Roya-Frostlande

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„Hier ist ... Roald.
Wir sind in den Frostlanden auf unerwartete Phänomene gestoßen – Lawinen und plötzliche Bodensenken, Risse mit merkwürdigen, heftigen Erdlichtern ... und über diesem Leuchten haben wir scheinbare Schleier in der Luft hängen sehen. Wenig später wurden wir frontal von etwas getroffen, das man nur als ‚Unsichtbaren Sturm‘ beschreiben kann.“
„Ein donnerndes Brüllen stürmte aus der Richtung der Erdlichter auf uns zu. Der Sturm umhüllte uns vollständig ... wir konnten uns in diese Höhlen zurückziehen, der einzige Ort, den man sicher nennen könnte, aber ...“
„Gegenwärtig sind alle Mitglieder der Expedition ... jeder außer mir ... tot. Oder genauer gesagt ... sie sind alle verschwunden.“
„Hier, in diesem relativ sicheren Zufluchtsort, habe ich alle ihre Terminals aufbewahrt, wie sie es gewünscht haben. Sie enthalten wesentliche Informationen zur Katastrophe. Sie sollten geborgen werden.“
„Was mich betrifft ... die Nachwirkungen des ‚Unglücks‘ haben mich bewegungsunfähig gemacht. Meine letzten Kräfte reichen nicht mehr für den Weg zurück zum Institut. Ich werde also ... in der verbliebenen Zeit mit dem Feldterminal des Instituts jeden Wandel in meinem Körper und seinen Frequenzen aufzeichnen. Hoffentlich bieten diese Einträge Anhaltspunkte für die, die später kommen ...“
„Bitte ... lass dieses Terminal mich überleben.“
„Körperfunktionen ... normal. Aber ... ich spüre, wie mein Körper leichter wird ... fast schwebend ...“
„Das Terminal scheint %...&* beeinträchtig zu sein ... Störsignale %...& nehmen zu ...“
„... Mein Körper ... scheint ... %...& transparent ... zu werden ...“
„¥%...&un...&möglich e—(...%& etwas zu ... berüh#¥%... ren—"
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„#%%...& aber ... ich %...& kann¥%... noch denken... ¥%... Ich ... lebe ... noch..."
„¥%...&*Mein&Bewusstsein#¥#...&% schwindet ... dahin ..."
„Tragt ... diesen Funken ... @#^$#* sternwärts ... @# wir ... als$!$#Fackel¥&... träger¥%... Möge die¥%... Mensch...heit ... immer&%*siegen ...%^&"
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Liebe Mitmenschen, wir sind heute unterhalb des Reaktorantriebes versammelt, um einen Meilenstein in der Forschungsgeschichte Lahai-Rois zu feiern, aber auch in Trauer um die Teilnehmer der Roald-Expedition, die ihr Leben auf den Frostlanden verloren haben. Im Namen aller Mitglieder des Spacetrek-Kollektivs versichere ich Hauptmann Roald und jedem seiner Begleiter zutiefst empfundene Achtung und ewiges Gedenken.
Anhand der detaillierten Daten und der letzten Aufzeichnungen in den Terminals von Hauptmann Roald und seiner Mannschaft konnten wir endlich die Beschaffenheit des „unsichtbaren Sturmes“ in den Frostlanden klären. In Anlehnung an seine Eigenschaften und Auswirkungen benennen wir ihn hiermit offiziell als Leerensturm.
Bei einem Leerensturm handelt es sich um eine Sekundärkatastrophe, die durch den Threnodianer Aleph-1 ausgelöst wird. Sein Auftreten wird oft von heftigen Erdlichtern begleitet, weshalb unser erstes verlässliches Warnzeichen die als „Schimmer“ bekannte meteorologische Anomalie ist. Wo immer sich der Schimmer ansammelt, folgt bald ein Leerensturm.
Jedes von ihnen eingeholte Lebewesen fällt schweren Anomalien zum Opfer und verliert seine Vitalität – nicht im biologischen Sinne, sondern hinsichtlich der Frequenz. Unter Einwirkung eines Leerensturms geht jede Form verloren, Körper lösen sich auf, werden erst unsichtbar, dann stumm und lösen sich schließlich in Nichts auf. Überlebende eines Erstkontaktes müssen feststellen, dass ihre Frequenzen wie eine Kerze flackern ... bis auch sie schließlich aus dieser Welt verschwinden.
Dem Exoschwarm ergeht es nicht besser. Ihre verschlungenen Bestandteile werden durch die Macht des Threnodianers überformt und bilden die schrecklichen Gestalten, die wir Leerenwürmer nennen. Für die Menschen in Lahai-Roi ist der Leerensturm ein unvorhersehbares Unglück. Wo er wütet, verstummt die Welt, einzig die Leere bleibt.
Die Klärung der Beschaffenheit des Leerensturms ist zweifelsohne ein kolossaler Durchbruch, allerdings stellt er uns auch vor eine ebenso kolossale Herausforderung.
Das menschliche Streben ins Unbekannte schenkt uns Ruhm, wird aber auch von immensen Risiken und Opfern überschattet. Doch die Tapferkeit und Ideale jener, die sich dem Unbekannten entgegenstellen, werden für immer auf dem Denkmal der menschlichen Forschung bewahrt. Sie erinnern uns an unsere Nichtigkeit im Angesicht der Katastrophe und zeigen, was wahrer Mut bedeutet: Im vollen Bewusstsein der Gefahren voranzuschreiten. Die Menschheit hat und wird sich nie von Angst aufhalten lassen.
Roald, Koki, Mingxia, Beverly und Bajcetic.
Diese Namen werden für immer auf den Frostlanden bleiben und wie Sternbilder die ewige Polarnacht erleuchten.
Tragen wir den Funken voran, wir als Fackelträger. Mögen wir eines Tages die Geheimnisse jedes Unglücks ergründen und dem Threnodianer die Heimat entreißen, die der Menschheit zusteht.